Ridicule - Von der Lächerlichkeit des Scheins

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Ridicule - Von der Lächerlichkeit des Scheins
Titel Frankreich: Ridicule
Genre: Komödie
Farbe, Frankreich, 1996, FSK 12

Kino Deutschland: 1997-04-03
Laufzeit Kino: 102 Minuten
Kinoverleih D: TiMe



Szenenfoto Versailles 1780, am Hofe Louis XVI., König von Frankreich. Der junge Adlige Ponceludon will dort vorsprechen, weil er Hilfe für seine Bauern sucht.

Nur mit List und Tücke, Witz und Schlagfertigkeit wird er eine Anhörung beim König erreichen. Einen Mentor findet er in dem Arzt Bellegarde, dessen schöne Tochter Mathilde ihm ausnehmend gut gefällt.

Die Liebe kommt ins Spiel ... Verliert Ponceludon dieses Machtspiel am Hofe, so ist er für alle Zeit der Lächerlichkeit preisgegeben.


SzenenfotoDarsteller: Charles Berling (Ponceludon de Malavoy), Jean Rochefort (Marquis de Bellegarde), Fanny Ardant (Madame de Blayac), Judith Godreche (Mathilde de Bellegarde), Bernard Giraudeau (Abbot de Vilecourt)

Regie: Patrice Leconte

Stab: • Produzenten: Gilles Legrand, Frederic Brillion, Philippe Carcassonne für Epithète / Cinéa / France 3 Cinéma • Drehbuch: Rémi Waterhouse, Michel Fessler, Eric Vaut • Vorlage: - • Filmmusik: Antoine Duhamel • Kamera: Thierry Arbogast • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Ivan Maussion • Schnitt: Joelle Hache • Kostüme: Christian Gasc • Make Up: Judith Gayo • Ton: Paul Laine • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Ein intelligenter Unterhaltungsfilm. Gefährliche Liebschaften, funkelnde Bonmots. Champagner für die Sinne!

TV Movie 07/1997: Das bei den Filmfestspielen von Cannes 1996 hochgelobte und für den Oscar als bester ausländischer Film nominierte Werk verkümmert nicht als eitles Historiendrama. Vielmehr erzählt Regisseur Patrice Leconte ("Der Mann der Friseuse") eine eindrucksvolle Geschichte über den französischen Adel und seine ungeheure Angst vor der Lächerlichkeit. Neben der hervorragenden Besetzung überzeugen vor allem die geistreichen, boshaften Dialoge und die stimmungsvolle Kamera-Arbeit von Thierry Arbogast ("Leon - Der Profi"). Insgesamt ein faszinierendes Porträt der französischen Feudalherrschaft kurz vor der Revolution, das selbst Geschichtsmuffel begeistern dürfte.

film-dienst 07/1997: Funkelnde historische Satire, die eine kritische Analyse des "bel esprit" mit opulenten Bildern verbindet, den historischen Abstand aber wahrt und soziale Verhaltensweisen kognitiv zu entschlüsseln versucht. Ein kraftvolles, intelligentes Zeit- und Sittengemälde, das die Anatomie einer auf den schönen Schein gegründeten Gesellschaft enthüllt.

TV Spielfilm 07/1997: Als der Adel noch gemein und geistreich war: Nachhilfe für Charles und Camilla?

TV Today 07/1997: Hinreißende Bilder, geschliffene Dialoge - und als bester Film des Jahres Cesar-gekrönt. Zu Recht!

Cinema 04/1997: Patrice Lecontes sarkastische Bonmot-Parade über verbales Hauen und Stechen am Hofe von Ludwig XVI.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 1996 für "Ridicule" (Bester Auslandsfilm)


SzenenfotoBemerkungen

"Ridicule" wurde 1996 als Eröffnungsfilm für die Filmfestspiele in Cannes ausgewählt.

Der Film sollte ursprünglich am 28. November 1996 in Deutschland starten.

Der Text der deutschen Synchronfassung stammt von Hans Magnus Enzensberger und Katharina Enzensberger.

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