Traumstreuner

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Traumstreuner
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 1996

Kino Deutschland: 1996-11-07
Laufzeit Kino: 114 Minuten
Kinoverleih D: Leo Hiemer Filmverleih



Szenenfoto Über den Bodensee zum rettenden Schweizer Ufer, das war ihr Ziel damals, vor über 50 Jahren. Felix, sein Freund Anton und die Magd Gustl wollten gemeinsam zu Fuß vom Dorf auf der Schwäbischen Alb bis zum See flüchten. Doch es kam anders: Anton verschwand plötzlich, Felix und Gustl gelang die Flucht, und später haben sie geheiratet.

Jetzt ist Gustl tot, und auf ihrem Begräbnis will ihr Enkel Cheko weder etwas von den alten Geschichten noch von seinem verschrobenen Großvater wissen. Was damals wirklich geschah, weiß anscheinend sowieso keiner so genau.

Er erfährt schließlich doch die ganze Geschichte, während er seinen Großvater Felix auf dessen letzten Weg zum Bodensee begleitet. Die Wanderung wird für beide eine Reise durch die Vergangenheit, die ihre tiefsten Erinnerungen und Träume, Schuldgefühle und Sehnsüchte wieder aufleben läßt.

Im Landstrich der rauhen Alb, mit dortigen Geschichten verwoben, gerinnt der Weg zur Erkundung und Erfahrung ihrer Identität. Denn eines Tages treffen sie das Mädchen Anna, und die Geschichte von damals scheint sich zu wiederholen.


SzenenfotoDarsteller: Bernd Gnann (Cheko / Anton), Hannes Thanheiser (Felix), Gina Maas (Anna / Gustl), Alexander Schröder (Felix als junger Mann), Walther Schultheiss (Karle), Günther Knecht (Chekos Vater), Lore Bronner (Ilse), Bernhard Hurm (Karles Sohn), Bärbel Hinsberg (Antons Mutter), Stefan Moos (SS-Mann), Richard Beek (alter Mönch), Martin Schleker (LKW-Fahrer), Paul Fusiek (junger Pole)

Regie: Erwin Michelberger

Stab: • Produzenten: Erwin Michelberger für Michelberger Film / Popularfilm / Süddeutscher Rundfunk • Drehbuch: Erwin Michelberger • Vorlage: - • Filmmusik: Susanne Hinkelbein • Kamera: Paul Elmerer, Slawomir Idziak • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Dago Pfalzer • Schnitt: Maggie Bauer • Kostüme: - • Make Up: Heide Hass • Ton: Heino Herrenbrück • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Süddeutsche Zeitung: In "Traumstreuner" von Erwin Michelberger taucht die Nazi-Zeit als Rückblende auf, als Folie für die Reise eines Jungen, der sich nach dem Tod der Großmutter mit seinem alten Großvater auf den Weg macht, um der Vergangenheit auf die Spur zu kommen. Die schönsten Momente findet der Film in der Gegenwart, wenn die beiden in eine Tropfsteinhöhle hinabsteigen oder in einer Wirtschaft zu tanzen anfangen.

Reutlinger Generalanzeiger: Neben Schauspielern aus der Region - so unter anderem auch vom Melchinger Theater Lindenhof - ist es dem in Saulgau geborenen Wahlkölner Michelberger gelungen, den wohl bekanntesten Kameramann des polnischen Regisseurs Krzystof Kieslowski, den Warschauer Slawomir Idziak, für sein Heimatfilm-Projekt zu gewinnen.

Der Albbote: Knappe Sätze, kurze Dialoge - so entsteht ein eindrückliches Bild des alten Felix, der nie stehengeblieben ist, eines des jungen Cheko, der lernt weiterzugehen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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