Beaumarchais - Der Unverschämte

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Interview mit Edouard Molinaro •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Beaumarchais - Der Unverschämte
Titel Frankreich: Beaumarchais
Genre: Drama
Farbe, Frankreich, 1995

Kino Deutschland: 1997-11-07
Laufzeit Kino: 101 Minuten
Deutscher Verleih: Nil Film



Szenenfoto Es ist das Jahr 1773, das 18. Jahrhundert neigt sich dem Ende zu. Der Tod Ludwigs XV scheint nur noch eine Frage der Zeit, Ludwig XVI bereitet sich schon auf die Machtübernahme vor. Politische und gesellschaftliche Umwälzungen sind zu ahnen, der Absolutismus liegt in den letzten Zügen - eine Epoche des Aufbruchs mit Raum für neue Ideen und Wagemut, aber auch für Skrupellosigkeit, Dekadenz und Machtkalkül.

Zu den schillerndsten Figuren dieser vorrevolutionären Ära zählt Pierre-Augustin Baron de Beaumarchais. Der Sohn eines Uhrmachers und spätere Erfinder des "échappments" (eines bahnbrechenden Mechanismus' für das Uhrwerk), kam durch Heirat und ein paar Tricks zum "adeligen" Namen. Nicht nur mit dem Degen weiß der Liebling der Frauen zu kämpfen, sondern vor allem mit dem geschliffenen Wort, mit Ironie, Sarkasmus und subversiven Ideen.

Das umstrittene "enfant terrible" des "ancien régime" landet des öfteren im Gefängnis, wird Geheimagent im Auftrag seiner Majestät, Waffenhändler, Geschäftsmann, glühender Verehrer der US-Verfassung - der Autor von Stücken wie "Der Barbier von Sevilla" oder "Die Hochzeit des Figaro" gilt als einer der Wegbereiter der französischen Revolution.

Begleitet von seiner großen Liebe Marie-Therese und seinem Biographen und Berater Gudin erlebt der politische Visionär alle Höhen und Tiefen des Daseins. Und auch von Ludwig XVI läßt sich Beaumarchais nicht das freie Wort verbieten ...


SzenenfotoDarsteller: Fabrice Luchini (Beaumarchais), Manuel Blanc (Gudin), Sandrine Kiberlain (Marie-Therese), Jacques Weber (Herzog von Chaulnes), Michel Piccoli (Prinz von Conti), Claire Nebout (Chevalier d'Eon), Jean-Francois Balmer (Sartine), Florence Thomassin (Marion Ménard), Axelle Laffont (Mariette Lejay), Maka Kotto (Cézaire), Michel Serrault (Louis XV), Jean-Claude Brialy (L'Abbé)

Regie: Edouard Molinaro

Stab: • Produzenten: Téléma / Le Studio Canal + / France 2 Cinema / France 3 Cinema • Drehbuch: Edouard Molinaro, Jean-Claude Brisville • Vorlage: - • Filmmusik: Jean-Claude Petit • Kamera: Michael Epp • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Véronique Parnet • Kostüme: Sylvie de Segonzac • Make Up: Paul le Marinel • Ton: Dominique Warnier • Toneffektschnitt: • Choreographie: Pierre Darde • Stunts: •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 22/1996: Durch die präzise Zeichnung der hervorragend interpretierten Hauptperson scheint hinter den geschliffenen Dialogen die Subversivität und Zeitlosigkeit der Vorlage durch. Elegant inszeniert, hervorragend fotografiert und von einem musikalisch überzeugenden Soundtrack unterlegt, bietet der Film niveauvolle Unterhaltung.

TV Hören und Sehen 44/1996: Im Eiltempo skizziert der Film das Leben eines Multitalents. Zu wenig Zeit, um Genie und Esprit des Begabten ganz zu würdigen. So bleibt's bei einem netten Kostümstreifen.

Für Sie 1996-24: Großartiger Historienfilm mit allem, was dazugehört: Liebe, Intrigen, Spannung, tolle Kostüme und eine Portion Humor.

epd Film: 'Beaumarchais' besticht durch seine schönen Bilder und hervorragenden Schauspieler. Der Film von Edouard Molinaro macht Spaß.

Cinema 11/1996: Elegant und opulent inszeniertes Porträt eines vielseitigen Genies.

Blickpunkt Film: Kino pur zum Schwelgen in Farben und Tönen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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