Im Jahr 1943 war Pablo Picasso Mitte sechzig. Auf der ganzen Welt war sein Rang als einer der Giganten der Kunst unseres Jahrhunderts unumstritten. Picasso hatte der Welt eine radikale und anspruchsvolle neue Sehweise der Realität gezeigt. Und der Mensch Picasso lebte so wie der Künstler Picasso arbeitete: leidenschaftlich und energiegeladen.
Francoise war 23 und lebte als Kunststudentin in Paris. Sie war äußerst attraktiv und hatte ihre Gefühle und ihr Leben im Griff.
Die Nacht, in der sich Picasso ihr vorstellte und sie einlud, sein Studio zu besuchen, erschien Francoise als Auftakt zu einem aufregenden Leben, das ihr viele Möglichkeiten der Selbstverwirklichung bieten würde. Die Liebesgeschichte, die sich aus dieser Zufallsbegegnung entwickelte, sollte ihr mehr Leidenschaft, Zärtlichkeit und Erkenntnis bringen, als Francoise hätte ahnen können. Aber sie bedeutete auch Qualen und Frustration.
Zehn Jahre lang kämpfte Francoise darum, als Individuum in einer Beziehung zu dem fordernsten, dominantesten, wechselhaftesten und untreuesten Mann zu überleben, den sie in ihrem Leben je kennenlernen sollte. Francoise hörte nie auf, ihn zu lieben, auch als sie längst begriffen hatte, dass sie ihn verlassen müßte, um zu überleben.
Filmkritiken
film-dienst 26/1997: Durch die Schauspielkunst Anthony Hopkins gelingt es dem Film zwar ansatzweise, die trotz aller Widersprüche faszinierende Ausstrahlung des großen Künstlers zu vermitteln; er versagt aber einen tieferen Einblick in Personen und Zeit, weil die episodenhafte Erzählweise und die allzu gediegene Inszenierung nicht zu einem dramaturgischen Ganzen verschmelzen. Auch in den Bildkompositionen nutzt der Film nicht die Möglichkeiten des Stoffes und bleibt so hinter dem Standard früherer Merchant/Ivory Produktionen zurück.
Cinema 01/1997: Picasso, Mensch und Monster: kapriziöses Künstlerporträt ohne Tiefgang.
TV Spielfilm 01/1997: Nur bedingt gelungener Versuch einer Annäherung an Picasso, Weiberheld und Genie.