Poussieres d'Amour - Abfallprodukte der Liebe

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Poussieres d'Amour - Abfallprodukte der Liebe
Genre: Drama
Farbe Deutschland, 1996, FSK 12

Kino Deutschland: 1996-11-07
Laufzeit Kino: 122 Minuten
Kinoverleih D: TiMe



Szenenfoto Werner Schroeter über seinen Film: "Der Titel dieses Films basiert auf der sehr persönlichen Überzeugung, dass alles, was wir mit der Stimme ausdrücken, das "Produkt" unserer Suche nach einer größeren Annäherung mit dem Anderen, nach der Liebe und sämtlichen denkbaren Liebesfähigkeiten ist.

Um diese grundsätzliche These zu verifizieren, habe ich SängerInnen in die Abtei von Royaumont eingeladen und sie, in von mir ausgedachten Situationen, zu Gesprächen mit ihren Ehemännern und -frauen, mit ihren Partnern, FreundInnen oder Kindern aufgefordert. Jedes dieser "Liebespaare" war ein bis zwei Tage bei mir, und ich habe, den Inspirationen und der Alchemie des Moments folgend, Situationen inszeniert, die sich schließlich in Musik auflösen. Da ich die SängerInnen und Künstler persönlich kenne, wußte ich, dass sie mir absolut vertrauen würden.

Den Drehort, eine vom Heiligen Louis gegründete Abtei aus dem 13. Jahrhundert, habe ich ausgewählt, um der stilistischen Komposition eine poetische und dramatische Dimension zu verleihen. Ihre geistige und theatralische Atmosphäre hat es mir ermöglicht, zu zeigen, wie sich die sexuelle Beziehung in Freundschaft verwandelt und die Freundschaft in Liebe: dem menschlichen Ausdruck par excellence, der hier durch den Gesang vermittelt wird."


SzenenfotoDarsteller: Anita Cerequetti, Marthi Mödl, Rita Gorr, Katherine Ciesinski, Kristine Ciesinski, Laurence Dale, Jenny Drivala, Gail Gilmore, Sergei Larin, Trudeliese Schmidt, Carole Bouquet, Isabelle Huppert

Regie: Werner Schroeter


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 24/1996: Eine eitle Selbstbespiegelung des exzentrischen Avantgardefilmers, der sich mit schon peinlicher Penetranz ständig selbst ins Bild drängt, seinen Gästen nie wirklich zuhört und dem Zuschauer mehr seine eigene verquaste Weltsicht auftischt. Durch die unausgereifte filmische Konzeption ist der Film sowohl als Musik- als auch als Zeitdokument ohne Wert.

Cinema 11/1996: Öde, nervig, überflüssig: Werner Schroeters Selbstdarstellungsorgie.

TV Hören und Sehen 49/1996: Opern-Diven erzählen Privates, dazu viele Arien. Ein anstrengender Film - und unpassend fürs Kino.

Dirk Jasper FilmLexikon
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