Hexenjagd

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Hexenjagd
Titel USA: The Crucible
Genre: Drama
Farbe, USA, 1996, FSK 12

Kino Deutschland: 1997-02-20
Kino USA: 1996-11-27
Laufzeit Kino: 123 Minuten
Kinoverleih D: 20th Century Fox

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-09-11
Kaufkassette: 1998-02-19
Laufzeit Video: 116 Minuten
Anbieter: 20th Century Fox


Szenenfoto Hexenjagd in Salem, einem gottesfürchtigen kleinen Ort an der Ostküste Amerikas: Alles beginnt damit, dass Abigail Willams sich rächen will, weil John Proctor sie nach einer kurzen Liebesbeziehung verschmäht.

Abigail hat die jungen Mädchen von Salem angespornt, ihr verschwörerischer, nächtlicher Tanz wird für die Dorfbewohner zu einer Art Hexensabbath, die Hysterie kennt keine Grenzen mehr. Und nur noch eine Autorität kann helfen: ein Konsortium von Richtern reist an, um in langwierigen Prozessen zu klären, wer mit dem Teufel im Bunde ist - und wer nicht.

Denunziationen und Beschuldigungen gehören zur Tagesordnung - unter den Angeklagten befinden sich bald auch John Proctor und seine Frau, die ihm schließlich seine Untreue verzeihen konnte. Auch die Richter unter dem Vorsitz von Danforth sind am Wahnsinn beteiligt: wenn sie Geständnisse fordern, um angebliche Schuld zu erlassen, wenn sie Todesstrafen aussprechen, weil ihre Angeklagten die Schuldzuweisung nicht anerkennen.

John Proctor wird ihr Opfer - er kann nicht unterschreiben, kann seinen Namen nicht für soviele Lügen hergeben - er ist das Opfer, das den Wahn am meisten entlarvt und beweist, wie jeder in Salem schuldig wurde bei dieser Hexenjagd. Aus Gier, Mißgunst, Haß und aus dem ganzen faulen Zauber, der in Gemeinschaften brodelt.


SzenenfotoDarsteller: Daniel Day-Lewis (John Procter), Winona Ryder (Abigail Williams), Paul Scofield (Judge Danforth), Joan Allen (Elizabeth Proctor), Bruce Davison (Reverend Parris), Rob Campbell (Reverend Hale), Jeffrey Jones (Thomas Putnam), Peter Vaughan (Giles Corey), Karron Graves (Mary Warren), Charlayne Woodard (Tituba)

Regie: Nicolas Hytner

Stab: • Produzenten: Robert A. Miller, David V. Pickler • Drehbuch: Arthur Miller • Vorlage: Theaterstück "Hexenjagd" von Arthur Miller • Filmmusik: George Funton • Kamera: Andrew Dunn • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Lilly Kilvert • Schnitt: Tariq Anwar • Kostüme: Bob Crowley • Make Up: Naomi Donne • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Filmkritik von Gerhard Heeke

Dirk Jasper FilmLexikon: Die Wahrheit steht in "Hexenjagd" auf dem Prüfstand. Es ist ein spannungsreiches Drama über das kollektive Böse und das Gewissen jedes einzelnen. Im Mittelpunkt steht eine bewegende Geschichte über Schuld, Liebe und Vergebung.

TV Spielfilm 04/1997: Arthur Millers zeitloses Drama über Massenwahn und Machtmißbrauch als Kino-Highlight.

TV Movie 04/1997: "Hexenjagd" ist eine Demonstration schauspielerischen Könnens, wie sie so schon lange nicht mehr zu sehen war. Vor allem Oberrichter Paul Scofield weiß in dem hervorragend in Szene gesetzten Film zu begeistern. Ein muß nicht nur für Freunde großer Literatur!

Cinema 02/1997: Arthur Miller, Grandseigneur des Theaters, lieferte die Vorlage für ein packendes Drama über Denunziation und Religionswahn im Amerika des 17. Jahrhunderts.

TV Today 04/1997: Liebe, Lügen, mörderischer Aberglaube - das sind die Ingredienzen eines packenden Dramas. Die brillante Adaption von Arthur Millers Bühnenstück hat wie ihr Vorbild das Zeug zum Klassiker.

film-dienst 04/1997: Eher eine genaue Umsetzung als eine Neuinterpretation, vertraut der Film, zu dem Miller selbst das Drehbuch geschrieben hat, auf die innere Dramaturgie der einzelnen Szenen, bricht sie aber zugleich kinogerecht auf bei einer sparsamen und genauen Anwendung filmischer Mittel. Auch darstellerisch hervorragend.

Die Woche 21.02.1997: So Furcht einflößend authentisch erwecken der Autor und sein kongenialer Regisseur die Salemer Paranoia zum Leben, dass es nicht schwer fällt, die Parabel, die 1953 als Kritik an McCarthys Kommunistenhetze gedacht war, als Warnung vor zeitgenössischem Fundamentalismus zu verstehen. Die größte Hexerei gelingt Hytner mit seinen Schauspielern. Vor allem Winona Ryder als Abigail gibt der geifernden Psyche einer sexuell Frustrierten mit aller List und Tücke Ausdruck.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 1996 für Joan Allen (Nebendarstellerin)
Oscar-Nominierung für 1996 für Arthur Miller (Drehbuch-Adaption)

Dirk Jasper FilmLexikon
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