Weil Abigail, alias
Winona Ryder, den verheirateten John Proctor, bürgerlicher
Name Daniel Day-Lewis, abgöttisch liebt bricht in dem
neuenglischen Kaff Salem eine Hexenjagd aus.
Der Auslöser der ganzen Tragödie, ein harmloser vorpubertärer Spaß von ein paar jungen Mädchen im Wald, bekommt alsbald eine eigne Dynamik, die jeden an den Galgen bringt, der es wagt sich dagegen zu widersetzen. Eine Gruppe von Mädchen trifft sich im Wald um bei einem "heidnischen Ritual" ihre heimlichen Schwärme zu becircen. Dabei werden sie vom Pastor erwischt. Zwei der Mädchen fallen aufgrund des Schreckens in eine koma-ähnliche Starre. Ein ganz klarer Fall für den Pastor: hier ist Teufelswerk und Hexerei zugegen. Eine Experte wird herbeigeholt und schließlich eine Art Inquisitionsgericht zusammengestellt. Da man den armen Opfern nur die Wahl gibt zu bekennen oder hingerichtet zu werden, bekennen sich viele der Hexerei. Ebensoviele beschuldigen aus Habgier, unterdrückter Sexualität oder aufgrund von alten Streitigkeiten andere der Hexerei. Und so entsteht ein wahrer Teufelskreis aus falschen Beschuldigungen und unschuldig Verurteilten. Keiner kann mehr sicher sein. Eine besonders böse Rolle spielt die junge Abigail. Zuerst um ihren eigenen Kopf zu retten, später aus Gefallen an der Macht, die sie ausübt, spielt sie dieses Spiel mit und treibt es voran. Keiner der von ihr beschuldigt wird, ist seines Lebens mehr sicher ... Ich möchte nicht mehr zu der Story erzählen, da ich nicht zu viele Spannungselemente verraten möchte. Aber die Geschichte ist sicherlich eine der bedrückensten, die in letzter Zeit ins Kino gekommen sind. Dies vorallem unter dem Aspekt ihrer Zeitlosigkeit. Es wird zwar ein historisches, längst vergangenes Ereignis erzählt, aber die parallelen zu jüngeren und jüngsten Geschichte sind unverkennbar. Der Autor Arthur Miller schrieb dieses Bühnenwerk als Parabel auf die Kommunistenhatz der McCarthy Ära. Aber auch zu anderen Zeiten und in anderen Gesellschaften kommt es leider immer wieder zu solchen Verirrungen. Allerdings hat die Geschichte auch so ihre Längen. Die 115 Min hätten leicht auf die üblichen 90-100 Minuten gestutzt werden können. Obwohl die beiden Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis und Winona Ryder sehr gut spielen, nimmt einen doch eher die Gesichte und die Atmosphäre in dem kleinen Dorf gefangen. Die gute Rollenbesetzung setzt sich übrigens bis in die Nebenrollen fort. Fazit: Zeitloses Szenario. 7 von 10 Hexenmeistern
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Weil Abigail, alias
Winona Ryder, den verheirateten John Proctor, bürgerlicher
Name Daniel Day-Lewis, abgöttisch liebt bricht in dem
neuenglischen Kaff Salem eine Hexenjagd aus.