Die junge Amerikanerin Isabel Archer kommt 1872 auf den Landsitz ihrer englischen Familie, um in die Gesellschaft eingeführt zu werden. Obwohl sowohl der ehrgeizige Amerikaner Mr. Goodwood als auch der distinguierte Lord Warburton um ihre Hand anhalten, entscheidet sich Isabel für ihre Unabhängigkeit.
Nur Ralph Touchett bewundert diese Eigensinnigkeit seiner Cousine und beschließt, sie heimlich zu unterstützen. Er verzichtet zu ihren Gunsten auf seinen Erbteil.
Doch dann wird Isabel das Opfer einer Intrige: Durch ihre vermeintliche Freundin Madame Merle lernt sie den ebenso egoistischen wie mittellosen amerikanischen Lebemann Gilbert Osmond kennen und heiratet ihn.
Erst sehr spät erkennt Isabel den wahren Charakter ihres Ehemannes, und ihr unterdrückter Freiheitsdrang erwacht von neuem ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Oscarpreisträgerin Jane Campion ("Das Piano") inszenierte ihre filmische Interpretation des Henry-James-Klassikers als ein bildgewaltiges Drama, das den Weg einer jungen Frau schildert, die versucht, den Konventionen ihrer Zeit zu entkommen.
film-dienst 01/1997: Gediegene Adaption eines Romans von Henry James, der es jedoch nie ganz gelingt, die Beweggründe ihrer Protagonisten zu verdeutlichen, sondern die sich wiederholt in artifizielle Stilisierungen flüchtet. Ein Film, der unterschiedlich aufgenommen werden kann: für die einen überlanges und auch langweiliges Kunstgewerbe, für andere ein opulenter Genuß.
Cinema 01/1997: Jane Campion verfilmte Henry James: dekorativ komponierte Literaturadaption ohne Herz.
TV Spielfilm 01/1997: Geschichte einer Selbstfindung - gediegene, aber gefühlsarme Literaturverfilmung.