Andreas Dimpfel über Sleepers

"Ich will bloß mal wieder eine Nacht schlafen, ohne Angst zu haben, wer vielleicht in mein Zimmer kommt. Und was der mit mir macht."

Der diesen Satz spricht, heißt John und ist ein Kind. Er wird zum Mörder werden.

Hell´s Kitchen an der West Side von Manhattan ist Mitte der 60er Jahre noch eine Welt für sich als John mit seinen drei Freunden dort aufwächst: Thomas, Michael und Lorenzo, genannt Shakes - wie Shakespeare, weil er der einzige ist, der etwas ließt. Und er wird er einzige sein, der ihren Leiden später eine Stimme verleiht. Er hat das Buch geschrieben, auf dem dieser Film basiert.

Hell´s Kitchen. Die Straßen zwischen der West 35th und der West 56th Street sind ihr privater Spielplatz, wo sie wohnen und wo sie sich wie Könige über das Viertel fühlen. Die ersten Bilder zeigen die vier Freunde auf einem der Dächer der brüchigen Mietshäuser, wie sie in der Sonne liegen. Die Kamera gleitet über den Rand und taucht ein in das Treiben der Straße. Die Stimme des erwachsenen Shakes als Erzähler führt uns. (Sanft und verwundet Benjamin Völz, den deutschen Zuschauern auch als Stimme von Agent Fox Mulder bekannt.) Shakes erzählt von dem Leben der Kinder in dem berüchtigten Viertel. Italiener, Puertorikaner, Osteuropäer und Iren bilden eine brisante Mischung mit ihren eigenen Gesetzen.

Trotz der Härte in diesem Bezirk bietet Hell´s Kitchen den Kindern "eine Geborgenheit wie man sie in kaum einem anderen Viertel findet. Es war ein Ort der Unschuld, auch wenn er durch Korruption regiert wurde. Morde passierten nie grundlos."

Die vier Kinder genießen die Sommermonate und ihr Leben ist voller Freude. Genug Freude, um sich gegen die Härten der Straße abzuschotten. Sie springen von den Piers an der 12th Avenue in den Hudson und waschen sich lachend die Hitze des Tages von der Haut unter der sprühenden Dusche eines Feuerhydranten. Immer neue Reize werden von ihnen auf der Suche nach Spaß und Abenteuer ausgekostet.

Eines Tages stehlen sie einen Imbißwagen. Der Streich eskaliert und führt zu einem Unglück, bei dem ein Passant schwerverletzt wird. Das Gericht verurteilt sie zu 12 bis 18 Monaten Unterbringung in einem Heim für Jungen: Wilkinson Home.

In Wilkinson Home wartet das Grauen auf die Kinder. Tatsächlich wird das Heim geführt wie ein Gefängnis; und die vier Freunde sind die jüngsten unter den Insassen. Sie werden Opfer des viehischen Aufsehers Sean Nokes und seiner grausamen Kollegen. Die Aufseher vergewaltigen und quälen die Kinder. Sie vergehen sich an ihnen und foltern sie. Regelmäßig. Und ihr Schreien und Kreischen ist für die Täter ein wichtiger Teil des bestialischen Rausches.

Hier werden die vier Freunde zerbrochen. Ihre Körper mißbraucht und ihre Seelen geschändet. In einem Ausmaß, das über jede Demütigung hinausgeht. Am Ende sind die Jungen nicht mehr die Menschen, die sie waren. Ihre Herzen sind zerrissen, und der Mißbrauch hat sich in ihnen eingenistet. Ihre Gefühle sind zerschmettert und die Folter hat den Haß in sie getrieben. Besudelt von Marter und Schmutz.

Die sensible Kamera von Michael Ballhaus läßt das Unfaßbare auf der Leinwand nicht sichtbar werden, verschlüsselt es, wagt Symbole oder ruht anklagend auf einem zerschunden Antlitz, aus dem die Kindheit geprügelt wurde. Oder sie begleitet den Weg der Opfer zu einer weiteren Vergewaltigung, durch die langen, düsteren Kellergänge, um dann auf ein Licht am Ende des Korridors zuzurasen, das die Leinwand gleißend erleuchtet. Oder sie findet einen am Boden gekrümmten Kinderkörper in der nächtlichen Einzelhaft, und streift - fast scheu - die verschmierten Lippen, die leise wimmern. Darüber erkaltete Augen, die nicht mehr flehen können, ein erfrorener Blick, der schon zuviel gesehen hat. Schmerzen, die in Apathie verstummen.

13 Jahre später wird der sadistische Aufseher Sean Nokes erschossen. Seine Mörder: Thommy Marcano und John Reilly. Beide inzwischen alkoholabhängig, drogensüchtig und Hauptverdächtige in mehreren Mordfällen. Hier teilt sich der Film. Und es wird eine zweite Geschichte erzählt, die gleichwohl aus den vorangegangenen Geschehnissen erwächst.

Shakes arbeitet mittlerweile bei einer Boulevardzeitung und Michael ist seit einem halben Jahr stellvertretender Staatsanwalt in New York City. Aus dieser Position heraus gelingt es ihm, den Mordfall an sich zu ziehen. Dann weiht er Shakes in seinen Plan ein: Er hat den Fall übernommen, um ihn nicht zu gewinnen! Gemeinsam bereiten sie das notwendige Szenario vor. Eine Schlüsselfunktion kommt dabei dem verwahrlosten Verteidiger Danny Snyder zu. Er muß sich an ein Art eng umrissenes Libretto halten, das der Staatsanwalt, Michael, eigens für ihn entworfen hat.

In SLEEPERS gelingt Michael Ballhaus unter der Regie von Levinson ein seltenes Bravourstück. Seine Kamera gestaltet drei grundlegende Atmosphären. Fast will man meinen, Ballhaus malt ein Triptychon. Die lichten, sonnigen Bilder der Jugend. Die Widerwärtigkeiten in der Kerkertristesse: die Seelenzerstörung. Und dann die dokumentarhaften Gerichtsbilder. Hier danken wir der empfindsamen Regie von Levinson mehrere herausragende Momente.

- Einen knappen Blick von Brad Pitt zur Seite. Während der Befragung des Zeugen Ralph Ferguson, der einer ihrer Peiniger gewesen war. Einen solchen Blick des Schmerzes und der Abscheu habe ich von Brad Pitt in all seinen Filmen noch nie gesehen.

- Einen Dustin Hoffmann, der den gescheiterten Anwalt Snyder vom anfänglichen Stottern zu leisen und gefährlichen Tönen führt, wobei er den trunksüchtigen Mann über sich selbst hinauswachsen läßt und - bei feinem Hinsehen - wieder mit neuer Selbstachtung belebt.

- Ein plötzlich geflüstertes "Ja." des Zeugen Ferguson: Scheinbar zusammenhanglos hervorgepresst, da die Befragung kurz zuvor unterbrochen worden war. Doch Snyder hakt nach: "Ja, was?" "Ja, es sind Jungen vergewaltigt worden!"

Der Film wirft Fragen auf. Ist er ein Rachedrama? Oder das Drama einer Freundschaft? Ich meine, es ist ein Freundschaftsdrama. Zwar wird von Rache gesprochen und es wird Rache genommen und es wird versucht, Rache zu rechtfertigen. Aber das eigentliche Thema des Films ist nicht die Vergeltung sondern die Freundschaft.

Die ersten Szenen, die Bilder einer Freundschaft am Ausklang der Jugend, hätten in "Stand By Me" Raum finden können und lassen Gefühle der Kindheit entstehen, die vielen vertraut sind. - Die letzten Szenen sind der verzweifelte Versuch, noch einmal jene Vertrautheit festzuhalten, die von der Heimsuchung durch menschliche Bluthunde zugleich auch zum gemeinsamen, unausgesprochenen Hort schrecklicher Geheimnisse geworden ist.

"Und wir dachten, wir würden auf ewig zusammenbleiben. Es war unser Abend! Es war das letzte Mal, dass wir zusammen waren."

Der Film widmet sich über mehr als die Hälfte der Jugend seiner Protagonisten. Die Jahre streifen vorüber, im Fernsehen laufen Hippies und Blumenkinder. Das Leben der vier Jungen bleibt davon unberührt. Ihr Mittelpunkt ist ihre Freundschaft. Und so wie das eigentliche Thema des Films diese Gemeinschaft ist, so sind die eigentlichen Stars auch seine Kinderdarsteller. Es nimmt Wunder, dass sie nicht ebenso hervorgehoben werden wie ihre gefeierten Konterparts. Brad Renfro, Joe Perrino, Jonathan Tucker und Geoffrey Wigdor tragen den Film maßgeblich. Ohne ihre Leistung könnte der Zuschauer sich mit ihren erwachsenen Pedants im zweiten Teil kaum identifizieren.

Allen voran Brad Renfro als Michael, genannt "Miky". Seine Präsenz hat mich gefesselt. Es gibt Sekunden, Bilder, beispielsweise beim Baseball-Spiel auf der Straße, da wirkt sein Gestus und sein Blicken wie bei dem frühen Leonardo di Caprio. Und doch durchdringt sein Wirken noch etwas ganz anderes. Er spielt mit seinem ganzen Wesen. Ich meine, er ist ein Naturtalent.

Levinson verpaßt in SLEEPERS keine dramaturgischen Gelegenheiten. Was er entwickelt, was er arrangiert, das wirkt. Und was er offen läßt, sind gezielte Zweifel. Welches Ethos verdammt Vergeltung? Und welches Recht erlaubt die Rache? Neben der sexuellen Mißhandlung sind die Kinder regelrecht gefoltert worden. Bei "mehr als nur einer Gelegenheit". Dieser Umstand, die Folter, stellt die Selbstjustiz jenseits von rein homophobischen Motiven, die manche Kritik als manipulativ untergeschoben erkannt haben will.

Ja, zwei der Jungen ahnden ihr Martyrium mit Mord. Doch hat ihr Opfer ihre Seelen nicht schon längst zuvor gemordet? Mitnichten ändert dies etwas an der Fragwürdigkeit der Selbstjustiz. Und ihre Rechtfertigung ist gefährlich, so wie jede Rechtfertigung von Rachenahme. Doch verabsäumt der Film es nicht, zu betonen, dass der Mord auch eine Befreiung war. Die Kugeln, die den Schänder trafen, befreiten seine Mörder von dem Wunsch nach Rache und vielleicht von mehr - nicht aber von dem Trauma, das ihrer Schändung erwuchs.

So wie John und Thomas mit ihren Mitteln, mit Revolver und Blutbad, die Entkettung suchten, so tun dies nun auch Michael und Shakes, auf ihre Weise, mit der Finesse des Wortes und mit prozesstaktischen Geschick. Sie manipulieren ein Gerichtsverfahren. Der Strafprozeß soll nicht nur die Mörder freisprechen sondern auch gleichzeitig das Wilkinson-Heim bloßstellen und seine keuchenden Büttel. Das Verfahren soll sie gesellschaftlich ächten, sie zu den wahren Angeklagten machen. Alle hoffen, auf diese Weise "endlich ins Reine" zu kommen. Wenigstens einen Teil Heilung oder Tilgung von dem zu finden, was ihre Seelen verhärmt, was sie besudelt. Pater Bobby erkennt dies. Und auf Gott schwörend nimmt der Priester den Meineid in Kauf. Dabei nutzt er das Gewicht seines Amtes für die Erlösung durch den Freispruch - wohl nach langem Ringen zuversichtlich, dass diese Lüge nur gut sein kann, so wie ja auch die Erlösung durch das Opfer des Herrn.

Der Kinosaal war mit fast 800 Menschen gefüllt. Selten habe ich ein so stilles Publikum erlebt. Das Drama von SLEEPERS wirkt auf die Psyche. Jeden ergreift es auf seine Weise. Schaudernd oder mitfühlend. Es läßt nicht ungerührt. Schon in den ersten Sekunden entzieht der Film den Menschen im Saale das Tempo des Tages, macht sie bereit für eine andere Welt, die ihnen nun begegnen wird. Levinson bedient sich dabei eines Kunstgriffes. Er nimmt sich Zeit für einen bilderlosen Creditsvorspann, einzig begleitet von John Williams unergründlich schonungsvollen Klängen.

SLEEPERS ist für die letzten Jahre ein wichtiges Stück Filmgeschichte. Der Film bekundet: Es muß nicht immer Action, Krimi oder Thriller sein, um die Menschen vor die Leinwand zu bewegen. Das Publikum scheint reifer, als bei manchen Filmen zu befürchten steht. Barry Levinson ist es gelungen, ein höchst komplexes Thema eindrucksvoll und sensitiv in Bilder zu verdichten. Er hat ein modernes Epos von Gewalt und Liebe geschaffen. Von der Gewalt gegen die schwache Kreatur und von der Liebe der Freundschaft, die die Gewalt überdauert.

In SLEEPERS wird filmisch und inhaltlich Tiefgreifendes vereint. Manches wird nur angedeutet, in wenigen klagenden Bildern angerissen. Oder in unvermittelten Reflexionen wieder wachgerufen. Unsägliches wird in einer verängstigten Geste skizziert. Vieles umfängt uns suggestiv. Als Pater Robert überlegt, ob er einen Meineid auf die Bibel schwören soll, harrt die Kamera für eine Ewigkeit auf seinem Gesicht. Wir sehen Robert de Niro fast quälend lange in Nahaufnahme. Und beinahe sinken wir in seine Miene und teilen seinen Kampf.

Barry Levinson hat eine feine Hand für Menschenstudien und ein kompositorisches Gespür für Dialoge. In Spielbergs actionüberladenen "Young Sherlock Holmes (1985)" läßt Levinson den späteren Junggesellen Holmes als Collegeschüler aus einem Fenster blicken, wo die einzige Liebe seines Lebens vorübergeht, Elizabeth. In diesem Moment fragen ihn seine Kameraden, die ihre Zukunft planen: "Was möchtest Du später einmal sein?" Und Holmes sagt: "Ich möchte niemals alleine sein!".

In SLEEPERS montiert Levinson jähe Flashbacks des alten Grauens in die Gegenwart. Aber immer wieder: Der sprühende Hydrant - Symbol jener Kindheitstage in der letzten Zeit der Unschuld. Um ihn herum in Zeitlupe lachend die vier Freunde, die Hitze des Tages von der Haut sich waschend unter der Dusche des Wasserspenders. Die Szene berührt. Doch zugleich weiß Levinson auch: Hat nicht jeder im Publikum etwas, bei dessen Anblick er sich an frühe Kindheitstage erinnert?

Der Film zeichnet Menschenschicksale. Schicksalsausweitungen von Ereignissen. Welche Sekunden können unser Leben für immer beeinflussen und welche Erfahrungen unser Wesen lenken? Was wäre aus John und Thomas, den Mördern, ohne das Grauen geworden, das Ihnen widerfuhr? Waren ihre Seelen die schwächsten? Scheiterten sie deshalb? Oder hatten sie nur nicht die Chancen wie ihre zwei Freunde, die in bürgerliche Berufe fanden?

Die Antwort liegt in den kahlen Fluren mit den eisernen Türen, hinter denen die Angst wohnt. Die Antwort liegt in jenen Momenten, wo die Stimme des Sprechers von "Lauten qualvollen Elends" erzählt, von "rohen Schreien, die um Entrinnen betteln, das nie kam", von "Gelächter gemischt mit unterdrückten Tränen," von "Johns erbarmungswürdigen Flehen," von "schluchzendem Klagen, das durch die dicksten Mauern dringt". Der Erzähler sagt über John, dass die fürchterlichen Torturen bei ihm "das sanfteste Herz, das ich kannte zerrissen und aller Gefühle beraubt" hatte. Wo den Menschen ihre Herzen zertrümmert werden, da sind ihre Gefühle verloren, und wo sie geschändet wurden, verachten sie nicht selten sich selbst. Und was noch bleibt, bespucken sie. Zu Asche gewordenen Empfindungen und Exkremente der Sinne. Empfindungsasche und Sinnesexkremente. Wie oft pflastern sie den Weg in die Gosse? John und Thomas gingen diesen Weg.

Die öffentliche Kontroverse über autobiographischen Anspruch oder Wahrheitsgehalt des zugrundeliegenden Romans, ist überflüssig. Die elementare Authentizität der Ereignisse steht ohne jeden Zweifel. Derartige Mißhandlungen haben stattgefunden und finden heute noch statt.

John Williams Komposition begleitet das Drama. Still, bangend, klagend. Vom tragenden Largo zum lähmenden Rallentando. Bald pastellen, bald dräuend, bald zart, bald furchterfüllt. Kein einziges Motiv ist Larifari. John Williams dichtet eine wissende Tonwelt. Hämmernde Mißklänge lösen sich in verzagte Harmonien. Und aus tiefster Not ist es, als wenn das Kyrie erklingt. Kyrie eleison. Herr, erbarme Dich. Doch die Hilfe, nach der die Jungen zu Pater Bobbys Gott weinen, trifft nie ein.

SLEEPERS ist ein Film, in dem ein unaufdringlicher Brad Pitt mich das erste Mal überrascht hat. Ein Film, in dem ein subtiler Dustin Hoffmann die Kunst der sparsamen Geste vervollkommnet. Ein Film, der Brad Renfro eine große Zukunft geben wird. Ein Film, der mehr ist als ein Psychogramm.

Ein Film von Freundschaft, die ein Leben lang hält. Ein Film von Kindheit und letzten Kindertagen, ein Film von Verbrechen und Erduldungen und erst als letztes ein Film von Rache und Revanche.

SLEEPERS hat seit langem wieder einmal gezeigt, wozu Kino in der Lage ist. Levinson ist ein Meister des leisen Pathos. Des Pathos im besten Sinne. Und er ist ein Schöpfer der Ruhe. Jener Ruhe, die uns die Zeit gibt, tief in die Gemütslage seiner Gestalten hineinzugleiten. Und so hat er der Leinwand die behutsame und erschütternde Inszenierung einer erschreckenden Geschichte geschenkt, die von Qualen und Scham, von Mißbrauch und Schande kündet, über die sich die Freundschaft als Kraft erhebt.

Der Film endet wie er begonnen hat. Tröstlich und erschütternd zugleich. Die ersten und die letzten Bilder sind die gleichen. Schwarzweiß. In melancholischer Zeitlupengedehntheit tanzen die Kinder, noch ahnungslos - strahlend, tändelnd, engelhaft.

"Ich bin der einzige, der für sie sprechen kann. Und für die Kinder, die wir waren," sagt der erwachsene Shakes.

"Laßt uns ein Gebet sprechen
für einen Jungen,
der nicht so schnell rennen konnte wie ich."
[Pat O´Brien zu den Dead End Kids in "Angel with Dirty Faces"]

Empfehlung: 5 von 5 Sternen

Dirk Jasper FilmLexikon
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