Fallen Angels

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Fallen Angels
Titel Hongkong: Doulou Tianshi
Genre: Action-Thriller
Farbe, Hongkong, 1996, FSK 16

Kino Deutschland: 1997-01-09
Laufzeit Kino: 96 Minuten
Kinoverleih D: Kinowelt

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-07-07
Kaufkassette: 1997-11-03
Laufzeit Video: 96 Minuten
Anbieter: Arthaus


Szenenfoto Killer Wong Chi-ming arbeitet seit 155 Tagen mit einer Agentin zusammen, die ihm die Aufträge organisiert, die Tatorte auskundschaftet und nebenbei auch sein Appartement aufräumt.

Die Liebe zu ihrem Boß verbietet der professionelle Kodex des Killers, der eine persönliche Beziehung zwischen den Partnern ausschließt. Chi-ming hinterläßt ihr eine Münze mit der Nachricht "Lied 1818 der Musikbox".

Der Titel dieses Songs lautet "Vergiß ihn!" Dann begibt sich der Killer mit der falschen Blondine Punkie, die er irgendwo aufgelesen hat, auf die Achterbahn der Exzesse, während der stumme, verrückte He Qiwu nachts in Fast Food-Buden oder Metzgereien einbricht, um die Läden der schlafenden Besitzer rund um die Uhr am Laufen zu halten.

Vergeblich bemüht er sich um die Liebe der eifersüchtigen Charlie. Längst ist Wong Chi-ming der lebensgefährlichen Risiken seines Jobs überdrüssig geworden, er möchte aussteigen. Seine Agentin verschafft ihm einen letzten Job ...


SzenenfotoDarsteller: Leon Lai Ming (Wong Chi-ming), Michelle Reis (Agentin), Kaneshiro Takashi (He Qiwu), Charlie Young (Charlie Young), Karen Mok Man-wai (Punkie)

Regie: Wong Kar-wai

Stab: • Produzenten: Wong Kar-wai für Jet Tone Production • Drehbuch: Wong Kar-wai • Vorlage: - • Filmmusik: Roel A. Garcia, Frankie Chan Fan-kei • Kamera: Christopher Doyle • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Tony Poon Kin-kwan, William Chang • Schnitt: Wong Ming-lam, William Chang • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Die Woche 10.01.1997: "Fallen Angels", ursprünglich als dritter Teil von Kar-Wais "Chungking Express" geplant, erweitert dessen Welt, vertraut auf die Parallelen, ohne aber zur routinierten Fortsetzung zu werden. Viel zu neugierig ist der Regisseur, um dieser Gefahr zu erliegen, ein viel zu virtuoser Stilist auch. Seine bravouröse Hatz durch die kleinen und größeren, raffiniert miteinander verbundenen Schicksale bildet einen phantastischen Reigen, grell und traurig, rührend und tragisch.

film-dienst 01/1997: Ein meisterhaft, zugleich einfach und komplex komponierter Film, der in immer wieder neuen Perspektiven die Facetten einer Stadt auffächert, die nur im Nachtzustand zu existieren scheint. Herkömmliche Kommunikation findet längst nicht mehr statt, so dass er voller Lakonie und Trauer das klaustrophobische Bild einer Gesellschaft in Auflösung entwirft. Sehenswert.

Cinema 01/1997: Hip in Hongkong? Zu Tode gestyltes Drama über das Leben in der Megacity.

TV Spielfilm 01/1997: Atmosphärische, knallharte Collage über archetypische Killer- und Loser-Figuren.

TV Hören und Sehen 02/1997: Rasend schnell (und faszinierend) gefilmte Story aus Hongkong. Kultfilmer Wong Kar-Wai darf neue Fans erwarten.

Dirk Jasper FilmLexikon
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