Vor den Toren der Kleinstadt Frontera direkt an der Grenze zu Mexiko werden neben einem Sheriffstern die Gebeine eines Mannes gefunden. Sie gehören dem ehemaligen Sheriff Charles Wade, der 1957 zur Freude der Bürger nach Jahres des Korruptionsterrors spurlos verschwunden war.
Für den neuen Sheriff Sam Deeds beginnt ein schwerer Fall, denn sein Hauptverdächtiger ist der eigene, verstorbene Vater Buddy, der in Frontera als Held gefeiert wird, weil er es war, der Wade aus der Stadt vertrieben hat.
Mit jedem Mosaiksteinchen, mit dem Sam der Wahrheit näher kommt, muß er erkennen, dass seine eigene Geschichte auf tragische Weise mit der des Städtchens und seiner Bürger verbunden ist.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Sayles gesammelte Filmarbeiten bieten eine faszinierende Chronik des US-Lebens im 20. Jahrhundert. Die Menschen in seiner komplizierten Welt sind komplex und multidimensional, die Kette von Ereignissen, die sie auslösen, sind sowohl unerwartet als auch unvorhersehbar. In "Lone Star" richtet Sayles seine Aufmerksamkeit auf Grenzen - Grenzen, die nicht nur zwischen Nationen und Kulturen existieren, sondern auch zwischen Mythos und Fakt, Eltern und Kindern, Liebenden und Ungeliebten, Bürgern und Einwanderern.
film-dienst 06/1997: Intelligente, die Sehgewohnheiten herausfordernde Reflexion über menschliches Handeln und dessen Freiheit, die formal in Bann schlägt und deren psychologischer Realismus das eigene Nachdenken befördert.
TV Spielfilm 07/1997: Vergangenheit und Gegenwart genial verwoben in einer intelligenten Mordgeschichte ... Schade, dass wohl nur ein Bruchteil des "Independence Day"-Publikums diesen ganz wunderbaren Film sehen wird. Doch wer hat je behauptet, dass das Leben fair ist ...?
TV Movie 07/1997: Das Rätsel um die Leiche bildet den roten Faden des faszinierenden Gesellschaftsporträts. Die vielen Subplots und Charaktere der 135 rückblendenreichen Minuten erfordern vom Kinogänger höchste Konzentration - wer das Simple bevorzugt, sitzt definitiv im falschen Film, wer das Vielschichtige mag, kommt voll auf seine Kosten.
TV Today 07/1997: Ein kluges, reiches und tiefgründiges Epos, das schwerer wiegt als ein ganzer Jahrgang Pop-Movies.
Focus 13/1997: Heller strahlte der Stern eines der wenigen wahrhaft unabhängigen amerikanischen Filmemachers noch nie.
Die Woche 28.03.1997: Fast perfekter Thriller in Peckinpah-Tradition.
Cinema 04/1997: Ambitioniertes Epos, dem die dramatische Geschlossenheit fehlt.