Gerhard Heeke über Rossini

Rossini, das ist nicht nur der berühmte italienische Komponist, sonder auch DAS In-Lokal der Schikeria. Dort wird über neue Filme, Schönheitsoperationen und Autoren palavert. Aber vor allem dreht es sich bei den Gesprächen und Handlungen nur um eine Frage, die mörderische Frage wer mit wem schlief.

Die gesamte Handlung spielt sich fast ausschließlich in diesem feinen italienischen Restaurant ab. Die Typen die dort verkehren sind oft weniger fein. Es geschachert, possiert und geblufft, mit harten Bandagen um hartes Geld gekämpft. Und so manch einer bleibt auf der Strecke.

Während die Story anfangs noch vor Witz und Spaß sprüht, wandelt sich der Film zum Ende zu einer wahren Tragödie. Und irgendwo dazwischen geht leider der Story auch etwas der Puste aus. Die letzten 20-30 Minuten ziehen sich doch recht hin. Überdies sollte man sich diesen Film nur ansehen, wenn man einen Draht für/zu Gesellschafts(kritischen)komödien hat. Ansonsten wird man sich unweigerlich fragen, was das Ganze eigentlich soll. Aber den anderen ist ein toller Spaß garantiert.

Dem Regisseur Helmut Dietl ist es gelungen, die erste Riege der deutschen Schauspieler für seinen zweiten Kinofilm gewinnen. Neben Götz George und Heiner Lauterbach, sind Gudrun Landgrebe, Mario Adorf, Veronika Ferres, Joachim Król und Meret Becker zu sehen. Und allen macht es sichtlich Spaß in diesem Film mitzuwirken. Allein daher lohnt es sich schon, den Film anzusehen.

Fazit: Tragikkomische Gesellschaftskritik

7 von 10 Portionen Spagehetti Carbonara

Dirk Jasper FilmLexikon
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