I Shot Andy Warhol

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: I Shot Andy Warhol
Titel USA: I Shot Andy Warhol
Genre: Drama
Farbe, USA, 1996

Kino Deutschland: 1997-01-30
Laufzeit Kino: 106 Minuten
Kinoverleih D: Tobis Filmkunst

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-08-25
Kaufkassette: 1998-02-02
Laufzeit Video: 99 Minuten
Anbieter: BMG UFA


Szenenfoto New York 1968: Valerie Solanas, Gründerin, Vorsitzende und einziges Mitglied von S. C. U. M. (Society For Cutting Up Men), schlägt sich mit Gelegenheitsprostitution und Schnorren durchs Leben, wenn sie nicht gerade ihre radikal feministischen Gedanken verbreitet.

Zufällig lernt sie Andy Warhol kennen, den introvertierten Pop-Künstler, der in seinem Atelier "The Factory" in der Aura des Glamours, des Neuen, des "Anything Goes" lebt. Jeder könne für 15 Minuten ein Star sein, proklamiert Warhol.

Valerie drängt sich in die Entourage, die den Künstler stets umgibt, doch nach anfänglichem Interesse Warhols wird sie wegen ihrer wild lodernden Wut wieder aus dem erlesenen Kreis ausgeschlossen. Enttäuschung, Hass und eine beginnende Paranoia stauen sich in Solanas auf.

Schließlich sieht sie den Tag gekommen, von Warhol ihre fünfzehn Minuten Ruhm einzufordern. Sie kauft sich eine Waffe ...


SzenenfotoDarsteller: Lili Taylor (Valerie Solanas), Jared Harris (Andy Warhol), Stephen Dorff (Candy Darling), Marthy Plimpton (Stevie), Danny Morgenstern (Jeremiah), Lothaire Bluteau (Maurice Girodias), Michael Imperioli (Ondine), Reg Rogers (Paul Morrissey), Coco McPherson (Brigid Berlin), Donovan Leitch (Gerard Malanga), Tahnee Welch (Viva)

Regie: Mary Harron

Stab: • Produzenten: Tom Kalin, Christine Vachon • Drehbuch: Mary Harron, Dan Minahan • Vorlage: - • Filmmusik: John Cale • Kamera: Ellen Kuras • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Therese Deprez • Schnitt: Keith Reamer • Kostüme: David Robinson • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Mary Harron liefert ein beeindruckendes Regiedebüt und ein fesselndes Porträt von Valerie Solanas ab. Gleichzeitig ist der Film eine Hymne auf Andy Warhol, den "True King Of Pop", und jene aufregende Glitzerwelt voll Genies und milden Wahnsinns, die er in den späten 60er Jahren um sich erschuf. Die vielseitige New Yorker Schauspielerin Lili Taylor liefert mit ihrer Darstellung der Valerie Solanas eine beeindruckende Leistung.

film-dienst 02/1997: Ein außergewöhnliches, schrill-schräges Filmdebüt, das aus losen, nur fragmentarisch zusammengefügten Handlungsmomenten besteht und sich in subjektiv eingefangenen Impressionen zu einer wundersamen Liebeserklärung an Warhol, New York und seine lebendige Kunstszene der 60er Jahre zusammensetzt.

TV Spielfilm 03/1997: Regisseurin Mary Harron interessierte die Figur der Feministin, Männerhasserin und Warhol-Attentäterin Valerie Solanas. Leider wird durch ihr dennoch sehenswertes Porträt nur eines deutlich: dass Solanas nicht besonders interessant war.

Cinema 02/1997: Reminiszenz an den Pop-art-Gott mit der brillanten Lili Taylor als Andy-Warhol-Attentäterin.


SzenenfotoBemerkungen

Lili Taylor wurde 1996 auf dem Sundance Festival für ihre Rolle mit einem Spezialpreis ausgezeichnet.

Der Film entstand nach einem wahren Vorfall: Am 3. Juni 1968 um 16.15 Uhr schoß Valerie Solanas mit einer .32er Baretta Automatik dreimal auf den Künstler Andy Warhol und verletzte ihn lebensgefährlich.

Dirk Jasper FilmLexikon
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