Ernst Corinth über Rendezvous mit einem Engel

Wer immer noch nicht genug hat vom Weihnachtsfest, der sitzt bei Penny Marshalls Film tatsächlich in der ersten Reihe. Der kann sich dann zwei Stunden lang entspannt zurücklehnen und sich erfreuen an herzensguten Menschen, an strahlenden Kinderaugen, an bekehrten Bösewichtern und an einer Geschichte, die soviel Optimismus verbreitet, dass sie einem je nach Temperament den Magen umdreht oder einen beschwingt in den Alltag zurückkehren läßt.

Im Mittelpunkt steht der schwarze Pfarrer Henry Biggs (Courtney B. Vance), der seinen frommen Job in einem armen New Yorker Stadtteil nachgeht. Die Probleme wachsen ihm schier über den Kopf, eine Gemeinde-, Ehe- und Glaubenskrise drohen - und da stößt er verzweifelt ein Bittgebiet gen Himmel. Und die Hilfe kommt sofort in Gestalt des Engels Dudley (Denzel Washington), der nun all das wieder zusammenleimt, was eh zusammengehört, und sich dabei - um Gottes willen - beinahe in die Frau des Priesters, der höllisch gut singenden Whitney Houston, verknallt.

Doch da sei Satan vor, der vermutlich den Leuten vom verantwortlichen Filmverleih eingeflüstert hat, diesen göttlich netten Weihnachtsfilm dummerweise erst drei Wochen nach dem Fest zu starten.

Dirk Jasper FilmLexikon
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