Gespräch mit dem Biest

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Gespräch mit dem Biest
Titel Deutschland: Conversation With The Beast
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 1996, FSK 12

Kino Deutschland: 1997-02-20
Laufzeit Kino: 95 Minuten
Kinoverleih D: TiMe



Szenenfoto Der US-Historiker Webster konfrontiert sich zehn Tage lang mit einem alten Mann, der Hitler ist oder sich dafür ausgibt ...

Hitler behauptet, Goebbels habe ihm im Interesse seiner Sicherheit und Allgegenwart frühzeitig sechs Doppelgänger zur Seite gestellt, für jeden Wochentag einen. Nach der Kapitulation des Dritten Reiches habe er tot sein müssen, damit sich "dieses Volk von Memmen" reinwaschen konnte. Niemand sollte an seinem Tod zweifeln.

Indem er die Identität des Schauspielers Kronstaedt, einem der Doppelgänger, angenommen habe, der freiwillig für ihn gestorben sei, habe er überleben können. In Berlin sei er Hortense begegnet und habe sie dann geheiratet. Seine Bemühungen, wieder Hitler sein zu wollen, scheitern täglich und kläglich.

Webster ist unerbittlich in seinen Bemühungen, die bis ins Detail gehenden Schilderungen Hitlers zu Sachverhalten und Motiven zu hinterfragen, ihn als Person und Charakter zu hinterfragen. Permanent bedrängt ihn gleichzeitig die Sorge, einem cleveren Schwindler aufzusitzen.

In Paris findet er den Beweis, dass es sich bei seinem Interviewpartner um Hitler handeln muß ...


SzenenfotoDarsteller: Armin Mueller-Stahl (Adolf Hitler / Andreas Kronstaedt), Robert "Bob" Balaban (Dr. Arnold Webster), Katharina Böhm (Hortense), Dietmar Mues (Heinrich Pfarrmann), Harald Juhnke (Ferdinand Muskat), Dieter Laser (Peter Hollsten), Otto Sander (Heinz Lohmann), Kai Rautenberg (Horst Sievers), Hark Bohm (Dr. Hassler), Peter Fitz (Dr. Segebrecht)

Regie: Armin Mueller-Stahl

Stab: • Produzenten: Rudolf Steiner für Malinka Productions / ORB / ZDF / Arte • Drehbuch: Armin Mueller-Stahl, Tom Abrams • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Gerard Vandenberg • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Rainer Schaper, Heinz Röske • Schnitt: Ingo Ehrlich • Kostüme: Barbara Jäger • Make Up: Irmela Holzapfel, Jürgen Holzapfel • Ton: Christfried Sobczyk • Toneffektschnitt: Manfred Arbter • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Darf man über Hitler lachen? Was wäre, wenn Hitler den Krieg überlebt hätte? Wichtige Fragen an eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, denen sich schon viele Filmregisseure genähert haben. Chaplin, Lubitsch, Mel Brooks bedienten sich der satirischen Schärfe und der Komik, um den "Mythos" Hitler zu entblößen. Und jetzt traut sich einer der renommiertesten deutschen Schauspieler. Mit 66 Jahren gibt Armin Mueller-Stahl sein sensationelles Debüt als Autor und Regisseur. Er spielt den Mann, der ihn sein Leben lang verfolgt hat. Er spielt Hitler, um ihn auf seine ganz persönliche Art zu entmystifizieren und zu demontieren.

TV Today 04/1997: Absurdes Low-Budget-Experiment, das durch die eigensinnigen Clownerien seines Hauptdarstellers sympathisch wird.

TV Spielfilm 04/1997: Mueller-Stahl hat ein lange gehegtes Projekt verwirklicht. Das Ergebnis ist seltsam, aber sehenswert.

film-dienst 04/1997: Eine böse schwarze Farce mit tragikomischen Momenten, die jedoch auf Grund inszenatorischer Schwächen und durch ihre hölzernen Dialoge keine Geschichtslektion vermitteln, sondern nicht mehr liefert als eine partiell interessante Charakterstudie.

Cinema 03/1997: Ambitionierte, aber unausgegorene Meditation über Hitler.

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