"Wer die Welt verbessern will, sollte damit am häuslichen Eßtisch beginnen", sagen sich fünf kluge Köpfe aus Iowa und erfinden den Mord zum Sonntag. Woche für Woche wird fortan ein unliebsamer Zeitgenosse zur Henkersmahlzeit gebeten. Was er nicht ahnt: Sein Ehrenplatz ist in Wahrheit eine Abschußrampe ins Jenseits, denn ihr Dessert hat noch keiner überlebt.
Dafür strotzen Tomaten über den Gräbern im Garten vor Gesundheit, und auch die Gastgeber blühen auf: Gutes Essen, guter Wein und ein konervativer Hitzkopf weniger - kein Wunder also, dass man schon den nächsten Sonntag herbeisehnt, wenn es am Ende wieder heißt: "Macht ihr den Abwasch, wir kümmern uns um den Leichnam."
Filmkritiken
film-dienst 04/1997: Pointierte, bissige Farce auf "Political Correctness", die mit den Mitteln des Schauermärchens und der grotesken, an Pop Art erinnernden Überzeugung das politische Lehrstück in eine schwarze Komödie kleidet und im Vexierbild des gemeinsamen (Toten-)Mahls eine nachhaltige Irritation erzielt.
TV Movie 05/1997: Obwohl die Story ein Mordspotential an abgründigem Humor birgt, gibt's nichts zu lachen: Die Dialoge versprühen einfach nicht den nötigen Sarkasmus, und situationskomische Einlagen bleiben Mangelware ... Überzeugen kann lediglich Bill Paxton als ultrapatriotischer, chauvinistischer Golfkriegsveteran.
TV Spielfilm 05/1997: Makaber-böse Komödienidee, etwas penetrant umgesetzt, aber sehenswert. Mahlzeit!
TV Today 05/1997: Giftige Gesellschaftssatire mit Thriller-Touch und einem blendend aufgelegten Ensemble. Ein Lubitsch-Film der 90er!
Die Woche 21.02.1997: Bizarrer Öko-Krimi.