Kleines Arschloch - Der Film

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Kleines Arschloch - Der Film
Genre: Zeichentrickfilm
Farbe, Deutschland, 1997, FSK 12

Kino Deutschland: 1997-03-06
Laufzeit Kino: 81 Minuten
Kinoverleih D: Senator

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-10-13
Kaufkassette: 1997-10-13
Laufzeit Video: 76 Minuten
Anbieter: BMG UFA

DVD Deutschland: 1998-09
Laufzeit DVD: 121 Minuten
Anbieter: BMG UFA



Szenenfoto Das Ehepaar gibt sich gerade keuchend dem Liebesspiel hin, als sich quietschend die Schlafzimmertür öffnet und der Sohn das Zimmer betritt. Er habe bedrohliche Geräusche gehört, erklärt er sein Eindringen, sei aber sehr beruhigt, dass diese nur aus einem simplen Geschlechtsakt resultierten. Aber wo er schon mal da sei, könne er ja schnell mal ein paar Details über die Kopulation erläutern - denn so manch einer wisse ja schließlich gar nicht, was sich bei dieser Tätigkeit exakt im menschlichen Körper abspielt ...

Solch einen Knaben kann man mit Fug und Recht als "Kleines Arschloch" bezeichnen. Dabei ist seine peinliche (und wissenschaftlich nicht ganz korrekte) Anatomievorlesung noch eine seiner harmlosesten Eskapaden. Denn was der Klugscheißer den restlichen Tag noch anstellen wird, ist deutlich heftiger. Zuerst eröffnet er seinere älteren Schwester, dass sein Freund Kalle sich in sie verliebt habe. Da diese Liebe zweifelsohne unerfüllt bleiben wird, habe er Kalle einen ihrer gebrauchten Slips gegeben - damit er wenigstens etwas zum Hineinonanieren hätte.

Dann frönt das "Kleine Arschloch" selbst dem Liebeswerben. Denn auch er hat sein Herz verloren: an die rüstige Rentnerin Inge Koschmidder. Wie er überhaupt ein sehr intensives Verhältnis zu Senioren hat: Mit seinem Opa, der steif und fest behauptet, maßlose Masturbation hätte ihn zum Krüppel gemacht, schiebt er tagtäglich über den Friedhof, damit "der alte Sack" Trauergäste anschnauzen kann.

Das "Kleine Arschloch" gönnt sich keine Ruhepausen: Er führt am Nachbarshund Drogenexperimente durch, hilft bei "Essen auf Rädern" aus, wo er einen blinden Patienten an den Rand des Wahnsinns treibt, singt satanische Verse beim Kirchentag und versucht sich mit katastrophalen Folgen als Radiomoderator.

Doch das alles ist noch nichts, verglichen mit dem großen Coup, den er sich für den Abend aufgespart hat. Denn da ist das Schulfest, und das "Kleine Arschloch" hat sich ein ganz besonderes Unterhaltungsprogramm ausgedacht ...


SzenenfotoSynchronstimmen: Arne Elsholtz (Vater), Katharina Ackermann (Mutter), Helge Schneider (Der alte Sack), Claudia Lössel (Die Schwester), Erik Schäffler (Giftzwerg), Reinhard Krökel (Giftzwerg), Monty Arnold (Giftzwerg)

Regie: Michael Schaack, Veit Vollmer

Stab: • Produzenten: Hanno Huth für Senator Film • Drehbuch: Walter Moers • Vorlage: Comics von Walter Moers • Filmmusik: Wolfgang von Henko • Kamera: Graham Tiernan • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Christoph Baum • Schnitt: - • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Cinema 03/97: Walter Moers' Comicfigur hat in der Zeichentrick-Adaption von Michael Schaack nichts an rotzfrecher Anarchie verloren.

TV Spielfilm 05/1997: Abgeschwächter Zeichentrickspaß, dem die Boshaftigkeit der Originalbücher etwas fehlt.

TV Today 05/1997: Schwer zu glauben, aber wahr: In bewegten Bildern ist Moers' Racker leider nicht halb so komisch wie auf dem Papier.

TV Movie 05/1997: Bei Michael Schaack & Co. war das "Kleine Arschloch" in guten Händen, und so dürften Fans am Film Gefallen finden. Einziger Wermutstropfen: Die Sprüche des Bengels kennt man großenteils bereits aus den Büchern.

TV Hören und Sehen 09/1997: Der kecke Film nach Cartoons von Walter Moers ist nichts für Tugenbolde.

film-dienst 05/1997: Die Episoden sind sorgfältig gezeichnet und sinnvoll zusammengesetzt. Durch musicalartige Einlagen und einige Passagen wird der satirische Ansatz abgeschwächt.

Die Woche 07.03.1997: ... die der Anarchie der Vorlage treu bleibt. Ein politisch inkorrektes Werk, dessen Herstellung den Zeichnern von Walt Disney die Schamesröte erst ins Gesicht und dann auf die Folien getrieben hätte.

Dirk Jasper FilmLexikon
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