Seit 20 Jahren pflegt Bessie ihren kranken Vater Marvin, der nach einem Schlaganfall ans Bett gefesselt ist. Als sie wegen eines vermeintlichen Vitaminmangels ihren Hausarzt Dr. Wally aufsucht, wird sie mit einer schrecklichen Diagnose konfrontiert: Leukämie.
Um vor einem frühen Tod bewahrt zu werden, muß Bessie einen geeigneten Knochenmarkspender finden, und dafür kommt nur jemand aus ihrer eigenen Familie in Frage. Kurzerhand ruft sie ihre Schwester Lee an, obwohl sie mit dieser seit ihrer Jugend keinen Kontakt mehr hatte.
Die alleinlebende Mutter macht sich tatsächlich sofort mit ihren beiden Söhnen Hank und Charlie auf den weiten Weg von Ohio nach Florida. Es kommt zur Konfrontation der Schwestern, deren Lebenswege völlig unterschiedlich verlaufen sind.
Eine Annäherung scheint anfangs nicht möglich - doch dann gelingt es ausgerechnet dem ungebärdigen Hank, der sich daheim wegen Brandstiftung in psychiatrischer Behandlung findet, die Bande zwischen Mutter und Tante wieder enger zu knüpfen.
In der schwierigsten Situation ihres Lebens lernen Bessie und Lee zum ersten Mal verstehen, was Liebe, Verantwortungsgefühle und Opferbereitschaft wirklich bedeuten.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Die aufwühlende Geschichte um die Tabu-Themen Krankheit und Tod wurde von Spielfilm-Debütant Jerry Zaks behutsam und mit viel warmherzigen Humor in Szene gesetzt. In den Hauptrollen glänzen vier der renommiertesten Schauspieler Hollywoods.
TV Movie 12/1997: dass sich dieser hochgradig emotionale Stoff nicht in ein schmalztriefendes Rührstück verwandelt, ist vor allem den Hauptdarstellerinnen Meryl Streep und Diane Keaton zu verdenken. Marvins Töchter erzählt die Geschichte der ungleichen Schwestern nicht mit großen, theatralischen Gesten, sondern konzentriert sich auf die weniger spektakulären Zwischentöne. Ein befangenes Lachen, ein unsicherer Blick - mehr braucht es nicht, um Gefühle zu transportieren.
film-dienst 11/1997: Ein kammerspielartig entwickelter Film, der seinen Schauspielern die Chance bietet, alle Register ihres Könnens zu ziehen. Trotz der ernsten Themen ist er voller Humor und zeigt auf, dass Hoffnung immer möglich ist.
Die Woche 06.06.1997: Recht gelungenes Komödchen um zwei Schwestern und ihre auseinanderdriftenden Lebensentwürfe. Mit Meryl Streep, Robert de Niro und Diane Keaton sorgfältig besetzt.
TV Hören und Sehen 22/1997: Der Film weckt Emotionen, ohne vor Gefühl zu triefen. Das tut gut!
TV Spielfilm 12/1997: Erstklassig besetzte Tragikomödie als Kammerspiel, ohne Pathos und Sentimentalität.
Cinema 06/1997: Auf keinen Fall versäumen: das Familiendrama des Jahres.