14 Tage lebenslänglich

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: 14 Tage lebenslänglich
Genre: Thriller
Farbe, Deutschland, 1997, FSK 16

Kino Deutschland: 1997-04-03
Laufzeit Kino: 107 Minuten
Kinoverleih D: Nil Film

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-09-30
Kaufkassette: 1998-05
Laufzeit Video: 103 Minuten
Anbieter: VMP

DVD Deutschland: 1999-06-14
Laufzeit DVD: 103 Minuten
Anbieter: Kinowelt



Szenenfoto Der prominente, selbstbewußte Anwalt Konrad von Seidlitz zieht ungerührt 14 Tage Knast einer Geldstrafe vor. Von Seidlitz sieht die medienwirksame Aktion in erster Linie als kostenlose Publicity für seine Kanzlei, die er mit seinem Freund und Partner Axel Häring betreibt. Arrogant weist er Gefängnispersonal und Mithälftlinge in ihre Schranken.

Doch am Entlassungstag entpuppen sich seine kleinen Triumphe als Beginn eines höllischen Trips. In seiner Zelle findet man Kokain, und die Mithäftlinge treten als Zeugen gegen ihn auf. Prompt wird von Seidlitz zu zwei Jahren ohne Bewährung verurteilt. Der Star wird zum Opfer im harten Gefängnisalltag. Sein Erzrivale und skrupelloser Gegner ist Czernetzky, der wegen Mordes und Millionenraubs einsitzt.

Von seiner Verlobten Cornelia und seinem Partner zunehmend im Stich gelassen, ist von Seidlitz nun auf sich selbst gestellt. Aus dem verwöhnten Egozentriker wird ein zäher Einzelkämpfer, der seinen Knast-Kollegen mehr und mehr Respekt abtrotzt. Und allmählich gewinnt Konrad von Seidlitz die Zuneigung der Anstaltspsychologin Annika Hofer, die an seiner persönlichen Veränderung Anteil nimmt.

Als Ramon, der ehemalige Komplize Czernetzkys und gewissenlose Killer, sich ins Gefängnis einschleusen läßt, um Czernetzky seine Beute zu entreißen, sieht plötzlich alles ganz anders aus. Czernetzky überrascht von Seidlitz mit einem Partnerschaftsangebot. Sie fliehen zusammen mit Ramon. Zurück in Freiheit wird Konrad von Seidlitz mit der größten Bewährungsprobe seines Lebens konfrontiert ...


SzenenfotoDarsteller: Kai Wiesinger (Konrad von Seidlitz), Michael Mendl (Czernetzky), Katharina Meinecke (Annika Hofer), Sylvia Leifheit (Cornelia), Marek Wlodarczyk (Ramon), Axel Milberg (Häftling Kleinschmidt), Axel Pape (Häring), Rolf Illig (Häftling Schröder), Jürgen Schornagel (Gefängnisaufseher Kaschinski), Detlef Bothe (Häftling Rudi), Herbert Mulzer (Gefängniswärter Kaiser), Peter Fitz (Gefängnisdirektor)

Regie: Roland Suso Richter

Stab: • Produzenten: Werner Koenig für Helikom Media / Degeto Film / ARD / Premiere • Drehbuch: Holger Karsten Schmidt • Vorlage: - • Musik: Ulrich Reuter, Christoph Gracian Schubert • Kamera: Martin Langer • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Matthias Kammermeier, Ralf Küfner, Bertram Strauss • Schnitt: Peter R. Adam • Kostüme: Silke Sommer • Make Up: Sabine Schumann, Germaine Mouth • Ton: Michael Etz • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Multimedia-Filmkritik von Gerhard Heeke

Dirk Jasper FilmLexikon: Regisseur Roland Suso Richter, der 1997 bereits zweimal für seine TV-Arbeiten ausgezeichnet wurde, hat einen psychologisch dichten und spannenden Thriller inszeniert. Kai Wiesinger zeigt sich diesmal in einer harten und anspruchsvollen Rolle von internationalem Rang.

TV Movie 07/1997: Fernseh-Routinier Roland Suso Richter ("Dagobert") klaute munter bei den Amis und inszenierte seine Story von Identitätsverlust, Knastterror und Freundschaft so schnell und spannend, als hätte der Jailhouse-Rock Pate gestanden. Energiegeladen wie der Film sind auch die Darsteller, allen voran Kai Wiesinger ("Frauen sind was Wunderbares"), der für seine Rolle zehn Kilo abgespeckt hat, dafür aber enorm an schauspielerischem Gewicht gewann.

film-dienst 07/1997: Ein atmosphärisch stimmungsvoller "Knast-Thriller", einfallsreich und dynamisch inszeniert. Bis in die kleinste Nebenrolle präzise besetzt, braucht sich der spannende Genrefilm trotz einiger dramaturgischer Ungereimtheiten nicht vor großen (Hollywood-) Vorbildern zu verstecken.

Die Woche 04.04.1997: Geradezu ideal ergänzt sich der virtuose, Räume ganz eng und klein machende Stil des Regisseurs Roland Suso Richter mit der Intensität Wiesingers.

TV Hören und Sehen 11/1997: Deutscher Thriller, der auch internationale Beachtung verdient.

TV Spielfilm 07/1997: Zwei großartige Schauspieler - Wiesinger und Mendl - in einem bedrückenden Psychoduell.

Cinema 04/1997: Aufwühlender Gefängnisthriller mit Kai Wiesinger in seiner bislang besten Rolle.

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