Die Story von Monty Spinnerratz

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Die Story von Monty Spinnerratz
Genre: Abenteuer
Farbe, Deutschland, 1997, FSK o. A.

Kino Deutschland: 1997-03-27
Laufzeit Kino: 95 Minuten
Kinoverleih D: Warner Bros.

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-10-30
Kaufkassette: 1997-10-30
Laufzeit Video: 91 Minuten
Anbieter: Warner Home Video


Szenenfoto In der geheimnisvollen New Yorker Kanalisation verhindern fleißige Ratten, dass Manhattan in Treibgut und Müll erstickt und mit ihm die magische Heilpflanze Sambucina. Doch der millionenschwere Immobilienspekulant Mr. Dollart ignoriert das empfindliche ökologische Gleichgewicht: Er will in den stillgelegten Hafenanlagen ein riesiges Parkhaus errichten.

Die Ratten sollen vorher mit Gift vernichtet werden. Allerdings hat Mr. Dollart seine Rechnung ohne den mutigen Rattenjungen Monty Spinneratz und die Präsidententochter Isabella Nobelratz gemacht. Entschlossen nehmen die beiden den Kampf gegen den Immobilienhai auf.

Auch im "Großen Rattenrat" artikuliert sich der Widerstand: Geübt in politischen Plattitüden gründet dort Isabellas Vater, präsident Hugo Nobelratz, die Aktion "RdR" - Rettung der Ratten.

Weil Menschen nur die Sprache des Geldes verstehen, soll Mr. Dollart Geld geboten werden. Doch unaufhörlich versprühen dessen Tankwagen ihr tödliches Gift in den Straßen von New York. Nur die magische Pflanze Sambucina kann die Katastrophe stoppen, aber ihre Felder sind abgeerntet.

Da erinnert Onkel Monty senior seinen Neffen Monty junior an drei geheimnisvolle Muscheln, die ihm seine Tante Charlotte von einer Kreuzfahrt mitgebracht hat.

Sie sind die Schlüssel zu den vergessenen Indianerhöhlen Mana-Hatin, wo Sambucina noch gedeiht. Mittlerweile sind die Muscheln allerdings in den Händen der Galeristin Mrs. Jellybelly, die sie an Mrs. Dollart verkauft. Die Zeit drängt, immer mehr Ratten sind in Gefahr, der Wasserkreislauf droht zusammenzubrechen.

Da wird Geldhai Dollart versehentlich vom Gift aus seinem Tankwagen getroffen. Tödlich verseucht bricht er zusammen. Jetzt braucht er dringend Sambucina, um zu überleben. Monty junior und Isabella erkennen ihre Chance und machen sich auf, Mana-hatin zu suchen ...


SzenenfotoDarsteller: Augsburger Puppenkiste, Josef Ostendorf (Mr. Lou Dollart), Beverly D'Angelo (Mrs. Dollart), Lauren Hutton (Evelyn Jellybelly), Jerry Stiller (Prof. Plumpingham), Steffen Wink (Nick McRafferty), Andreas Herder (Tom O'Dooley), Jonathan Kinsler (Architekt Stressback), Yoshinori Yamamoto (Mr. Futon San), Jackie Recknitz (Texaner)

Regie: Michael F. Huse

Stab: • Produzenten: Hans Peter Clahsen für Monty Filmgesellschaft / Warner Bros. • Drehbuch: Werner Morgenrath, Peter Scheerbaum • Vorlage: Kinderbuch "Die Story von Monty Spinnerratz" von Tor Seidler • Filmmusik: Frederic Talgorn • Kamera: Pjotr Lenar • Spezialeffekte: Karl-Heinz Bochnig • Ausstattung: Austen Spriggs, Chantal Giuliani • Schnitt: Timothy McLeish • Kostüme: Eun-Young Kim • Make Up: - • Ton: Olaf Gross • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

TV Movie 07/1997: Und siehe da: Die menschlichen Akteure wie die prominenten Schauspieler Lauren Hutton ("Ein Mann für gewisse Stunden") und Beverly D'Angelo ("Lighning Jack") werden von den Puppen glatt an die Wand gespielt. Die knuddeligen Ratten sind die wahren Stars, und sie machen diesen Film zum Kinospaß für die ganze Familie.

Focus 13/1997: Die gute alte "Augsburger Puppenkiste" öffnet sich dem internationalen Kinomarkt. Deshalb spielt diese überaus ökologisch korrekte Ratten-Parabel auch in New York, wirken US-Stars mit und gibt es auch digitale Trickeffekte. Irgendwie mißtraut man scheinbar dem altmodischem Charme der Fäden, an denen Marionetten wie Story zappeln.

Die Woche 28.03.1997: Denn "Monty Spinnerratz" weist den Weg: Weg vom Liebenswerten, hin zum Merchandising. "Die Puppen", das erkannte bereits 1995 der Augsburger Kulturbürgermeister Ludwig Kotter, seien "PR-mäßig ein ungeheurer Werbeträger". Dem kann man nur entgegnen: Kinder darf man nicht verletzen. Selbst wenn sie längst volljährig sind.

film-dienst 06/1997: Steht das hinreißende Puppenspiel auch im Gegensatz zum lieblosen Spiel der schlecht synchronisierten Darsteller, unterhält die kindgerechte Abenteuergeschichte jedoch vorzüglich.

Cinema 04/1997: Die Kinoleinwand erweist sich als eine Nummer zu groß für das erste Lichtspiel mit den Figuren der Augsburger Puppenkiste ... Ganz nett, aber Urmel und Jim Knopf sind viel niedlicher.

TV Spielfilm 07/1997: Aufwendiges Filmabenteuer, das nur schleppend in Gang kommt und letztlich (leider) enttäuscht.

TV Today 07/1997: Hätten die Puppenspieler die Fäden so oft verloren wie der Regisseur, wäre diese Ratten-Romanze zum Stilleben geworden.


SzenenfotoBemerkungen

Die Dreharbeiten mit den Marionetten und den Schauspielern fanden in New York und in den Filmstudios im Warner Park in Bottrop statt.

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1997 Warner Bros. © 1994 - 2010 Dirk Jasper