The Addiction

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: The Addiction
Titel USA: The Addiction
Genre: Vampir-Film
Schwarzweiß, USA, 1996

Kino Deutschland: 1997-03-27
Laufzeit Kino: 90 Minuten
Kinoverleih D: Eiszeit/Jugendfilm

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1999-07-21
Kaufkassette: 1999-07-21
Laufzeit Video: 85 Minuten
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Szenenfoto Auf dem nächtlichen Heimweg wird die Philosophie-Studentin Kathleen Opfer eines bizarren Überfalls, als sie von dem elegant-dämonischen Vampir Casanova in eine dunkle Ecke gezerrt und in den Hals gebissen wird.

Zwei kleine, blutige Male bleiben zurück. Während der folgenden Tage macht sich bei Kathleen ein bösartiger Bazillus bemerkbar, der offenbar nicht nur ihren Körper, sondern auch ihre Seele befallen hat.

Ohne sonderlichen Erfolg versucht sie zunächst, ihre Doktorarbeit fertigzustellen, doch immer häufiger muß sie gegen eine bisher unbekannte Sucht ankämpfen: das unstillbare Verlangen nach menschlichem Blut.

Kathleen verwahrlost zusehends, streift durch die Straßen New Yorks und infiziert scheinbar wahllos neue Opfer.

Schließlich lernt sie den kultivierten Peina kennen, der zur höchsten Kaste der so sinistren wie sinnsuchenden Neuzeit-Vampire gehört. Dank seiner Anleitung bringt sie ihre Promotion mit Erfolg hinter sich und lädt zu einer Abschlußfeier all ihre lebenden und untoten Freunde ein.

Kathleens Blutweihe ist unvermeidlich. Und nun muß sie selbst entscheiden, ob ihr Weg endgültig in die Finsternis führt oder ob es einen rettenden Rückweg zum Licht gibt ...


SzenenfotoDarsteller: Lili Taylor (Kathleen), Christopher Walken (Peina), Annabella Sciorra Casanova), Edie Falco, Paul Calderon, Fredro Starr, Kathryn Erbe, Michael Imperioli, Jamel "Redrum" Simmons", Nicky D.

Regie: Abel Ferrara

Stab: • Produzenten: Denis Hann, Fernando Sulichin • Drehbuch: Nicholas St. John • Vorlage: - • Filmmusik: Joe Delia • Kamera: Ken Kelsch • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Charles Lagola • Schnitt: Mayin Lo • Kostüme: Melinda Eshelman • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper(CyberKino): Orientierungslosigkeit, die Lust am Bösen und an der Gewalt - "The Addiction" zeigt Lili Taylor, den Star der US-Independent-Kinos, und Christopher Walken in einem alptraumhaften Vampir-Film.

Süddeutsche Zeitung: Man wird süchtig auf das Kino von Abel Ferrara, weil es in seiner Konsequenz immer noch einen Schritt weitergeht, als man befürchtet hat. "The Addiction" infiziert uns mit der Droge Film.

Filmecho/Filmwoche: Düster und klaustrophobisch inszeniert, mit jenem beklemmenden Gefühl für menschliche Abgründe, das Abel Ferrara zum Kultregisseur machte.

TV Spielfilm 07/1997: Wie auch beim Mafia-Drama "The Funeral" nutzen Regisseur Abel Ferrara und Drehbuchautor Nicholas St. John ein bekanntes Genre, um ihre religiös geprägten Weltanschauungen zu reflektieren ... "The Addiction soll wohl die Frage aufwerfen, warum der Mensch zur Grausamkeit fähig ist. Eine Antwort gibt's aber nicht.

TV Today 07/1997: Mit Dracula hat dieser Vampir nichts gemeinsam. Ein kaltes, mutiges und zutiefst verzweifeltes Stück Filmkunst.

TV Movie 07/1997: "The Addiction" ist eine schwermütige Melange aus Vampirfilm und philosophischem Traktat, erzählt in klaustrophobischen, doch sehr verführerischen Bildern.

TV Hören und sehen 14/1997: Kunstfilm mit Vampiren! Kultregisseur Abel Ferrara zeigt Ängste und Triebe der Studentin Kathleen auf, die langsam zum weiblichen Dracula mutiert - US-Wunderfrau Lili Taylor in ihrer besten Rolle! ... Viel Gewalt und viel Gefühl in (sehr) dunklen Bildern.

Die Woche 28.03.1997: Ferrara inszenierte die für seine Verhältnisse enttäuschende Erstsemestervorlesung über Katholozismus und Philosophie in Schwarzweiß, was ihrer Blutarmut entgegenkommt.

Cinema 04/1997: Optisch stilsicher, aber intellektuell völlig überfrachtet.

film-dienst 07/1997: Abel Ferraras Variation der Muster des Vampirfilms benutzt die Metapher des Vampirismus, um die Fragen nach der Natur des Bösen im Menschen und der Erlösung durch die Gnade Gottes zu behandeln. Ein beklemmender, in mancher Hinsicht verstörender, in atemberaubenden Schwarz-Weiß-Bildern inszenierter Film, der den Zuschauer in einem Zwiespalt zwischen Abschau und Faszination zu bannen weiß und Anstöße zu einer tieferen Auseinandersetzung mit theologischen Fragen gibt. - Sehenswert.

Dirk Jasper FilmLexikon
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