Zu Beginn dieses Jahrhunderts war Großbritannien eine Weltmacht. Das britische Königreich erstreckte sich über zwei Drittel der Erde. Trotz dieser extremen Machtausdehnung war es immer die nächstgelegene Kolonie, mit der das Königreich die größten Schwierigkeiten hatte: Irland.
7000 Jahre lang regte sich in Irland größter Widerstand gegen Großbritanniens Herrschaft. Dann begann im Jahr 1916 erneut ein Aufstand, gefolgt von einem Guerilla-Krieg. Dieser sollte das Verhältnis zwischen Großbritannien und Irland für immer verändern.
Der führende Kopf hinter diesem Krieg hieß Michael Collins. Sein Leben und sein Tod bestimmten eine ganze Epoche, sowohl im Triumph als auch in Terror und Tragödie ...
Filmkritiken
Filmkritik von Gerhard Heeke
film-dienst 07/1997: Ein Ausschnitt aus dem Leben des irischen Freiheitskämpfers Michael Collins, der nur ansatzweise die Komplexität seiner Hauptfigur sowie der politischen und religiösen Parteienbildung erfaßt. Obwohl mehr dem Mythos als der Reflexion huldigend, ist der Film dennoch ein fesselndes Kinostück, das vor allem durch seine an Vorbildern der englischen Filmgeschichte orientierten Atmosphäre imponiert.
TV Movie 07/1997: Jordan drehte mit "Michael Collins" eine bildgewaltige und gefühlgeladene Heldensaga im Stil gewalttätiger Mafia-Epen ... Für den Verrat sind ein großartiger Stephen Rea und ein glänzender Alan Rickman zuständig, für die Liebe eine so überflüssige wie leidenschaftslose Julia Roberts.
Die Woche 04.04.1997: Etwas trockenes Porträt des IRA-Gründers Michael Collins, dessen innerer Zwist, das Leben in Frieden mit Gewalt erzwingen zu müssen, von Liam Neeson routiniert verkörpert wird.
TV Spielfilm 07/1997: Killer oder Märtyrer? Ein erstklassiges, differenziertes Porträt des IRA-Gründers.
TV Today 07/1997: Porträt eines irischen Nationalhelden - mit viel Gedröhn und einer Portion Verklärung inszeniert.
Cinema 04/1997: Actionreiche Geschichtsstunde über die irische Revolution.