Ernst Corinth über Beverly Hills Ninja

Der deutsche Untertitel - ,,Die Kampfwurst'' - sagt alles: In Dennis Dugans Film werden Humor und Witz mächtig und lieblos verwurstet - und nach dem 90minütigen Genuß liegen beide dann wie eine fettige Knackwurst schwer im Magen. Dabei hätte man eigentlich mehr erwarten dürfen. Denn schließlich ist für ,,Beverly Hills Ninja'' immerhin das Produzententrio Brad Jenkel, Steve Stabler, Brad Krevoy verantwortlich, das zuvor die kongenial-blöde Kalauerparade ,,Dumm und Dümmer'' auf die Beine gestellt hat.

Doch dieser Kung-Fu-Parodie, bei der der schwergewichtige US-Comedy-Star Chris Farley einen Möchtegern-Ninja mimt, der unter die bösen Räuber gerät, fehlt jegliche Originalität. Und seinen Witz bezieht der Film lediglich aus der überaus runden Form seines Hauptdarstellers und der Tatsache, dass dieser konsequent und andauernd gegen jedes mögliche Hindernis läuft. - Kurz: Ein äußerst tumber Spaß, der auch dadurch nicht lustiger wird, wenn man an der Kasse mit dem Eintrittsgeld gleich den Verstand mit abgibt.

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1999 © 1999 Next Step Mediendienste GmbH