Thorsten Harm, norddeutscher Jungbauer, und
Sabrina, gewerblich auf dem Hamburger Kiez tätig, hätten
wahrscheinlich nie im Leben ein Wort miteinander gewechselt,
gäbe es da nicht ein kleines Problem, das sie gemeinsam haben:
Jeder von ihnen hat mehr oder weniger zufällig eine Leiche im
Gepäck und möchte sie schnellstens loswerden.
Bei Harm handelt es sich um die sterblichen Überreste einer militanten Tierschützerin, die er bedauerlicherweise für ein Stück Damwild hielt und mit einem sauberen Blattschuß erledigte. Sabrina kutschiert den Leichnam ihres Ex-Zuhälters Guenther durch die Lande, der bei einem Streit mit ihr versehentlich unter seinen Cadillac geriet. Dumm gelaufen! So beschließt das ungleiche
Paar, die Verblichenen gemeinsam zu entsorgen. Doch so einfach, wie
das Landei Harm sich den Abschied vorgestellt hat, ist er nicht zu
haben: Übereifrige Dorfpolizisten und brutale Kiezgangster,
schießwütige Jägersleut' und ein volltrunkener
Mofafahrer, hysterische Hochsitzjäger und aufdringliche Damen
vom Gewerbe machen ihnen die Trennung schwer. Und dann schlägt
auch noch die Liebe zu ... Darsteller: Bernd Michael Lade (Thorsten
Harm), Christiane
Paul (Sabrina Rotenbacher), Robert Viktor Minich (Schacke),
Gennadi Vengerov (Manfred "Manner"), Florian Lukas (Manuel), Fabian
Busch (Jojo), Armin Rohde (Hans Peter Hansen), Matthias Paul
(Guenther), Traugott Bühre (Vater Harm), Birke Bruck (Mutter
Harm), Gerhard Croll (Volltrunkener Rentner), Natja Brunckhorst
(Anführerin)
Regie: Peter Timm Stab: • Produzenten:
Heike Wiehle-Timm • Drehbuch: Timo Berndt • Vorlage: - • Filmmusik: Detlef Petersen •
Kamera: Fritz Seemann • Spezialeffekte: - •
Ausstattung: Bernd Gaebler • Schnitt: Vera van Appeldorn
• Kostüme: Anne Jendritzko • Make Up: Iris
Kettner, Christiane Greve • Ton: Wolfgang Schukrafft •
Toneffektschnitt: Martin Steyer • Stunts: - • Filmkritiken
Die Woche 18.04.1997: Der neue Film von Peter Timm (zuletzt "Die Putzfraueninsel") weist die üblichen Schwächen des Regisseurs auf. Er versucht aus Gegensätzen wie Landleben und Rotlichtmilieu oder karger Nachdenklichkeit und unbeschwertem Plappern Funken zu schlagen, doch der Funke springt nicht über. Timm verfügt weder über den trockenen Humor eines Detlef Buck noch über die unbedingte Liebe zum Film eines Thomas Jahn. Trotz der absehbaren und sich deshalb hinschleppenden Verwicklungen zwischen Dorftrotteln und Kiez-Gangstern hat der Film aber eine Stärke - seine Hauptdarsteller. Bernd Michael Lade sieht man die Anstrengung Thorstens bei der Produktion eines lakonischen Gedankens wunderbar an. Und Christiane Paul wird eine weitere Flut von Heiratsanträgen über sich ergehen lassen müssen, schließlich spielt sie die verführerischste Hure, die je eine Kuh gemolken hat.
Rhein-Zeitung 1997-04-16: Peter Timm ("Go Trabi Go") macht aus der folgenschweren Begegnung des ungleichen Paares eine Komödie, die nicht immer zündend auf den Spuren des lakonischen norddeutschen Humor von Detlev Buck wandelt. TV Today 08/1997: Die makabre Story, die grotesken Situationen und die Klasse-Akteure hätten alle Möglichkeiten geboten. Doch Regisseur Peter Timm ("Manta - Der Film") ist das Kunststück gelungen, keine davon zu nutzen. TV Spielfilm 08/1997: Plattheiten und dummdreiste Dialoge ersticken die vielversprechenden Ansätze im Keim.
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Thorsten Harm, norddeutscher Jungbauer, und
Sabrina, gewerblich auf dem Hamburger Kiez tätig, hätten
wahrscheinlich nie im Leben ein Wort miteinander gewechselt,
gäbe es da nicht ein kleines Problem, das sie gemeinsam haben:
Jeder von ihnen hat mehr oder weniger zufällig eine Leiche im
Gepäck und möchte sie schnellstens loswerden.
Darsteller: Bernd Michael Lade (Thorsten
Harm),
Filmkritiken
film-dienst
08/1997: Dünne Komödie, die aus der aus anderen
Filmen bekannten Grundsituation ein absurdes Verwechslungsspiel
entwickelt, das mit vorhersehbarer Komik und oft mehrfach
wiederholten Gags nicht überzeugen kann.
TV Movie
07/1997: Die turbulente Suche nach einem geeigneten Endlager
verläuft reichlich klamaukig.