Diebe der Nacht

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Diebe der Nacht
Titel Frankreich: Les Voleurs
Genre: Melodram
Farbe, Frankreich, 1996, FSK 12

Kino Deutschland: 1997-04-24
Laufzeit Kino: 116 Minuten
Kinoverleih D: Concorde-Castle Rock/Turner



Szenenfoto Als der einflußreiche Verbrecher Ivan eines unnatürlichen Todes stirbt, zwingt sein Ende alle Hinterbliebenen zum Neuanfang. Auch sein Bruder Alex, der aus Abgrenzung zur kriminellen Familie Polizist wurde und Ivan zeitlebens verachtet hat, muß plötzlich erkennen, wie eng Gefühle und Beruf miteinander verknüpft sind.

Wie kann er Ivans verbittertem kleinen Sohn Justin Trost spenden? Wie kann er sein Verhältnis mit der wilden, orientierungslosen Juliette rechtfertigen, deren Bruder Jimmy Ivans rechte Hand war?

Und wie soll er mit der schönen Philosophieprofessorin Marie umgehen, die eine obsessive Liebe zu Juliette auslebt und in Alex nur einen verbündeten Rivalen sieht?


SzenenfotoDarsteller: Catherine Deneuve (Marie), Daniel Auteuil (Alex), Laurence Cote (Juliette), Benoit Magimel (Jimmy), Fabienne Babe (Mareille), Didier Bezace (Ivan), Julien Riviere (Justin), Ivan Desny (Victor), Regis Betoule (Regis), Pierre Perez (Fred)

Regie: André Téchiné

Stab: • Produzenten: Alain Sarde • Drehbuch: André Téchiné, Gilles Taurand • Vorlage: - • Filmmusik: Philippe Sarde • Kamera: Jeanne Lapoire • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Ze Branco, Elisabeth Tavernier • Schnitt: Martine Giordano • Kostüme: Elisabeth Tavernier • Make Up: Michel Deruelle, Cedric Gerard • Ton: Jean-Paul Mugel • Toneffektschnitt: Michel Klochendler • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: In "Diebe der Nacht" versucht Regisseur André Téchine Antworten auf die komplexen Fragen all seiner Figuren zu finden, folgt ihren Haken schlagenden Lebenswegen, wechselt die Perspektiven und entblättert die Wahrheit durch Zeitsprünge nur allmählich. Doch am Ende geht das Leben weiter - wenn auch nicht für jeden der Beteiligten ... "Diebe der Nacht" ist ein klassisches Melodram im Gewande eines "film noir". Eine Geschichte über Gangster, Polizisten und Philosophen, die sich ähnlicher sind als sie glauben. Kunstvoll verästelt und aus vielerlei Perspektiven wird erzählt über Leute, die allesamt rauben: die einen Güter, die anderen Gefühle.

film-dienst 08/1997: Behutsam und eindringlich dank vorzüglicher Darsteller, umkreist der Film aus mehreren Perspektiven die Handlungen und Motive der Personen, wobei er sich dramaturgischer Elemente aus Kriminalfilm und Familientragödie bedient, sie aber auf ganz eigene Weise miteinander verschmilzt.

TV Spielfilm 09/1997: Sehr französisch: komplexe Charakterstudie und intelligentes Schauspielerkino.

Cinema 05/1997: Kühles Großstadtdrama über Betrüger und Betrogene.

Die Woche 25.04.1997: Packendes Drama um einen Jungen und das Geheimnis seines toten Vaters. Herausragend: Catherine Deneuve.

TV Today 09/1997: Ebenso einfühlsame wie kühle Psychostudie über eine junge Streunerin, die drei sehr unterschiedliche Menschen in ihren erotischen Bann zieht.

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