The Saint - Der Mann ohne Namen

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: The Saint - Der Mann ohne Namen
Titel USA: The Saint
Genre: Action
Farbe, USA, 1997, FSK 12

Kino Deutschland: 1997-05-01
Kino USA: 1997-04-04
Laufzeit Kino: 116 Minuten
Kinoverleih D: UIP

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-11
Kaufkassette: 20. KW 1998
Laufzeit Video: 111 Minuten
Anbieter: CIC


Szenenfoto Hongkong. Ein Waisenhaus. Hier wächst John Rossi auf, ein Junge ohne Vergangenheit und ohne Namen. Denn er leugnet den Namen John Rossi.

Das Kind ohne Namen ist lernhungrig, talentiert, neugierig. Es lernt alle Tricks, die es zum Überleben braucht. Es hat ein besonderes Talent für Magie und Illusionen. Der Junge liebt Verkleidungen, Maskierungen aller Art. Er versteckt sich gerne dahinter vor der grauen Realität.

London. Jahre später. John Rossi ist immer noch ein Mann ohne Namen. Noch immer verkleidet und maskiert er sich. Noch immer versteckt er sich vor der Realität. Doch etwas ist jetzt anders.

Rossi ist ein Meisterdieb geworden, der für das entsprechende Honorar alles stiehlt - egal, wer der Auftraggeber ist. Er ist ein Mann von Welt, kultiviert, aber kalt. Der Zyniker hat es zu Wohlstand gebracht. Und er ist, gleichwohl unbekannt, berühmt-berüchtigt. Er schreckte internationale Syndikate, Konzerne, korrupte Industrielle - und Interpol.

Fassen konnten ihn dank seiner fast übernatürlichen Talente bislang niemand. Bei seinen Einbrüchen nutzt er seine besonderen Instinkte wie modernste Computertechnik. Und er benutzt stets einen anderen Namen. Simon Templar ist einer davon. Gemein ist allen Namen aber eines: es sind die von Heiligen.

Moskau. Endspiel-Schauplatz eines neuen Auftrages für Simon Templar. Der russische Ex-Politiker, Industrielle und Milliardär Ivan Tretiak hat ihn angeheuert. Tretiak kontrolliert sämtliche Öl-Vorräte Rußlands - und er nutzt diese Macht zu einer gewaltigen Erpressungsaktion aus.

Seinen Machtplänen steht nur noch ein Hindernis im Weg: die junge Wissenschaftlerin Dr. Emma Russell. Sie hat die Formel für eine alternative Energie entdeckt - spottbillig und umweltfreundlich. Sie möchte diese Formel aller Welt zugänglich machen - auch den Russen. Eine wahrhaft gefährliche Idee für Tretiak.

Simon Templar stiehlt in Tretiaks Auftrag diese Entdeckung, doch der Erfolg erweist sich als doppelschneidig für den Meisterdieb. In Moskau angekommen, um seine Beute abzulieferen, ist ihm die couragierte Dr. Russell gefolgt.

Es kommt zu einer Begegnung, die Templars Leben auf den Kopf stellen wird. Der Meisterdieb ohne Moral spürt plötzlich nicht nur ein Gewissen, sondern auch sein Herz - zwei Dinge, die Tretiak schwer zu vermitteln sind.

Der russische Machtmensch wird sich die Durchkreuzung seiner Pläne nicht gefallen lassen, auch nicht von einem so cleveren Mann wie Simon Templar. Der gerät in die größte Herausforderung seines Lebens.

Er nimmt zunehmend Partei für Emmas Seite, wobei er sich nicht nur mit einem Gegner konfrontiert sieht, der kaltblütig über Leichen geht. Simon Templar muß sich auch mit einem Mann auseinandersetzen, den er trotz all seiner brillanten Verkleidungskünste nicht mehr täuschen kann - sich selbst.


SzenenfotoDarsteller: Val Kilmer (Simon Templar), Elisabeth Shue (Dr. Emma Russell), Rade Serbedzija (Ivan Tretiak), Valery Nikolaev (Ilya), Irina Apeximova (Frankie)

Regie: Phillip Noyce

Stab: • Produzenten: David Brown, Robert Evans, William J. MacDonald, Mace Neufeld für Paramount • Drehbuch: Jonathan Hensleigh, Wesley Strick • Vorlage: Story von Jonathan Hensleigh nach Romanen von Leslie Charteris • Filmmusik: Graeme Revell • Kamera: Phil Meheux • Spezialeffekte: Andrew Eio (Supervisor) • Ausstattung: Joe Nemec III • Schnitt: Terry Rawlings • Kostüme: Marlene Stewart • Make Up: Paul Engelen • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

TV Hören und Sehen 17/1997: Spannend, verblüffend präsentiert sich The Saint mit vielen Action Szenen, gedreht in Moskau und England. Peinlich albern wird's jedoch, wenn sich Val Kilmer (Titelfigur aus Batman Forever) und Elisabeth Shue (grandiose Partnerin von Nicholas Cage in Leaving Las Vegas) im Lotterbett tummeln. Da fängt die eher harte Story plötzlich an zu triefen, hat Regisseur Phillip Noyce ("Das Kartell") seinen Film nicht mehr im Griff. Das Tempo sackt rapide ab. Großes Gähnen.

TV Movie 09/1997: The Saint kommt als eine Mischung aus "James Bond" und "Mission: Impossible" daher, kann aber seinen Vorbildern nicht das Wasser reichen: Zu widersprüchlich ist die dünne Story, zu blass sind die konstruierten Charaktere. Dabei sorgt vor allem die schmalzige Liebesgeschichte zwischen Val Kilmer und Elisabeth Shue für hochgradige Langeweile.

film-dienst 09/1997: Ein spannend und mit hohem Aufwand an Technik und Ausstattung inszenierter Actionthriller auf der Grundlage einer Roman- und Fernsehreihe mit einer erstmals psychologisch fundierten Hauptfigur. Das Russland-Bild entspricht allerdings noch sehr dem des Kalten Krieges, und die Fortschreibung der Handlung bis hin zum Abwenden eines Putsches führt die ansonsten geradlinige und solide Entwicklung der Geschichte in absurde Höhen.

TV Today 09/1997: Es sollte die monumentale Wiedergeburt einer Krimilegende werden. Heraus kamen nur schöne Bilder, etwas Action - und die bislang dümmste Story des Kinojahres.

TV Spielfilm 09/1997: Heilig's Blechle! "Saint" Val Kilmer auf den Spuren von "Missionar" Tom Cruise. Äußerst schwach!


SzenenfotoBemerkungen

Der Film wurde in Moskau und England und in den dortigen Pinewood Studios gedreht. In Moskau drehte man am und auf dem Roten Platz, was monatelanger Vorbereitungen und Kontakte bedurfte, um die entsprechenden Genehmigungen zu erhalten.

Dirk Jasper FilmLexikon
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