Gerhard Heeke über Metro

Schlicht und einfach Metro lautet Eddie Murphys neuester Film. In dem Actionreißer unter der Regei von Thomas Carter hat Mr. Murphy alias Scott Roper nichts zu lachen.

Scott Roper ist ein sogenannter Vermittler. Er wird immer dann gerufen, wenn bei einem Überfall Geiseln genommen worden sind und die Gangster anfangen durchzudrehen. Und in diesem Job macht ihm keiner ws vor. Leider klappt es beim Wetten und den Frauen nicht ganz so gut. Seinen schicken Wagen hat er gerade verzockt und seine Freundin hat ihn - wegen der Wetterei - sitzen gelassen. Was nun folgt ist sattsam aus anderen Filmen bekannt. Sein alter Partner wird ermordet. Der Chef verbietet ihm in diesem Fall zu ermitteln und obendrein bekommt er auch noch einen - in seinen Augen - jungen Schnösel (Michael Rapaport) als neuen Partner zugeteilt. Aber es wäre ja keine herkömlicher Polizistenfilm, wenn Scott Roper nicht doch dem Mörder über dem Weg laufen würde ... Alles in allem ist der Film leidlich spannend. Es gibt eine gute (Cable Car) Verfolgungsjagd durch San Francisco und der Film versteht es aus einer bekannten Story doch immer mal wieder spannende Elemente rauszukitzeln. Die Story leidet aber dennoch noch am meisten unter der Tatsache, dass man alle Elemente schon aus anderen Filmen kennt. Dort sind sie zwar auch nicht besser oder schlechter, aber die Geschichte wird einfach zu sehr vorhersagbar.

Eddie Murphy verwandelt Scott Roper gottseidank nicht in einen zweiten Axel Foley. Ein paar »flotte« Sprüche gibt es ja mittlerweile in jedem Action-(TV)-Film. Wer also auf einen zweiten Beverly Hills Cop gehofft hat, wird derbe enttäuscht. Eddie ist hier eher die Marke tougher Typ. Michael Rapaport ist leider nur - mehr oder weniger - ein Stichwortgeber für den »großen Meister«. Der Böse vom Dienst ist Michael Wincott, der den Mörder auch recht passabel spielt. Die Schauspieler haben allerdings alle damit zu kämpfen, dass die Figuren nicht gerade vielschichtig angelegt worden sind.

Fazit: Netter Actionfilm. Kein Must-see, aber für einen verregneten Abend taugt es noch allemal.

6 von 10 Cable Cars.

Dirk Jasper FilmLexikon
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