Rosannas letzter
Wille ist es neben ihrer schon als Kind gestorbenen Tochter
beerdigt zu werden. Dies sollte kein Problem sein, möchte man
meinen. Aber nachdem auf tragische Weise eine dreiköpfige
Artistenfamilie in dem kleinen italienischen Dörfchen
umgekommen ist, sind nur noch drei Gräber auf dem Friedhof
frei. Und mehrere andere Dorfbewohner stehen schon an der Schwelle
zum Tode. Die Lösung konnte der reiche Iaccoponi bringen, wenn
er nur bereit wäre das Stückchen Land, das an den
Friedhof angrenzt, an die Kirche zu verkaufen. Da dieser aber
partout nicht verkaufen will, hat Marcello, Rosannas Ehemann, alle
Hände voll zutun, die Dorfbewohner gesund zu erhalten. Er
spendet Blut, regelt den Verkehr und verstaut auch schon mal
zeitweilig eine Leiche in der Tiefkühltruhe ...
Der Film hat von allem etwas. Etwas südländisches Lebensgefühl, etwas von einer romantische Liebeskomödie, einen bißchen Krimi und viele morbid-makabere Witzchen. Und doch will die Story nicht so richtig zünden. Das Schema nutzt sich schnell ab und was bleibt sind höchst gemischte Gefühle. Eigentlich schade, den Rosannas letzter Wille bietet die Möglichkeit, Jean Reno mal in einer ganz anderen Rolle zu bewundern. Hier ist er mal nicht der verschwiegene Killer, sondern ein einfacher, sehr liebevoller Mann, mit sehr viel natürlichem Charme und Witz. Die Rolle ist ihm zwar nicht gerade auf dem Leib geschneidert, aber er beweist, dass er ein sehr vielseitiger Mann ist. Sehr gut gefallen hat mir auch Mercedes Ruehl in der Rolle der todkranken Rosanna. Ihr nimmt man das Leben einer einfachen Frau vom Lande ab. Auch sie sprüht vor Charme. Ein wenig erinnert sie an Sophia Loren. Für die Kameraführung gibt es diesmal einen kräftigen Punktabzug. Der Kameramann scheint gerade entdeckt zu haben, dass er bei seiner Kamera so richtig schön mit der Schärfentiefe spielen kann. Und das hat ihm so gut gefallen, dass man als Zuschauer glaubt, man braucht dringend eine neue Brille. Das Spiel mit den Ebenen ist nervend. Auch die Kameraschwenks sind nicht gerade das gelbe vom Ei. Fazit: Nette Geschichte. Gute Schauspieler und schlechte Kamera. Netter kleiner Film, aber gewiß nicht ein must-see. 6 von 10
Totengräbern
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Rosannas letzter
Wille ist es neben ihrer schon als Kind gestorbenen Tochter
beerdigt zu werden. Dies sollte kein Problem sein, möchte man
meinen. Aber nachdem auf tragische Weise eine dreiköpfige
Artistenfamilie in dem kleinen italienischen Dörfchen
umgekommen ist, sind nur noch drei Gräber auf dem Friedhof
frei. Und mehrere andere Dorfbewohner stehen schon an der Schwelle
zum Tode. Die Lösung konnte der reiche Iaccoponi bringen, wenn
er nur bereit wäre das Stückchen Land, das an den
Friedhof angrenzt, an die Kirche zu verkaufen. Da dieser aber
partout nicht verkaufen will, hat Marcello, Rosannas Ehemann, alle
Hände voll zutun, die Dorfbewohner gesund zu erhalten. Er
spendet Blut, regelt den Verkehr und verstaut auch schon mal
zeitweilig eine Leiche in der Tiefkühltruhe ...