Der Einsatz skrupelloser Medienmacht als tödliche Waffe - in falsche Hände gelangend, kann sie Nachrichten manipulieren und könnte somit den Gang der Geschichte verändern.
Eine große Gefahr droht durch einen mächtigen Medienmogul, der außer einer überregionalen Tageszeitung auch ein Satellitensystem mit Zugang zu allen Fernsehsendern dieser Erde besitzt und kontrolliert. Für ihn war der Golf-Krieg lediglich aufgrund seiner immensen Presseberichterstattung besonders bemerkenswert.
Für James Bond beginnt alles äußerst ruhig bei einem Routinetreffen in den Bergen des Khyber Passes, der auch als das "Ende der Welt" bezeichnet wird. Sein Abstecher dorthin endet für 007 in einer internationalen Konfrontation, die alles was bisher in der bewegten Geschichte im Südchinesischen Meer passierte, in den Schatten stellt.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: "Der Morgen stirbt nie" ist ein hochkarätiges High-Tech-Spektakel über Medienmacht als tödliche Waffe - und ein endloser Werbeblock.
TV Today 26/1997: Man merkt Pierce Brosnan und dem Film an, dass anders als bei "GoldenEye" die Kassentauglichkeit des neuen 007 nicht mehr bewiesen werden muß: Der Witz ist bissiger, der Bösewicht zeitgemäßer - und Michelle Yeoh stärker als alle pseudoemanzipierten Sprüche. Fazit: Für 60 Minuten der humorvollste Bond seit langem. Danach geht die Schlagfertigkeit leider in Gerenne und Geballer unter.
film-dienst 25/1997: Trotz einiger bemerkenswerter Spannungsmomente sowie ironischer Dialoge unterliegt der Film einer Genre-Konvention, die nur mit wenigen Pausen durchsetzte Materialschlachten fordert. Darunter leidet auch das gerade für Bond-Filme notwendige Charisma der Hauptfigur.
TV Spielfilm 26/1997: Action, Stunts, schöne Frauen, Gimmicks und ein Bösewicht, der seines Gegners würdig ist - was will man mehr? Das Warten hat sich gelohnt. Bond-bastisches Spektakel, in dem mehr Wahrheit steckt als wir alle glauben wollen.
Frankfurter Rundschau: Eindrucksvoll, und wie immer kaum zu überbieten, sind die Actionszenen.
Fernsehwoche: Donnernde Action, Vollgas von Anfang bis Ende: "Der beste Bond aller Zieten".
Rhein Zeitung: Rasant inszeniert und bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt.
Cinema 01/1998: Bond, die 18.: Der Morgen wirbt - und wie.
Bemerkungen
Am 1.April 1997 begannen in den neuen Eon Production Studios in Frogmore, nördlich von London, und in den Pinewood Studios die Dreharbeiten.
Der Bond typische Vorspann wurde bereits vorher in den Schneefeldern der Französischen Pyrenäen fertiggestellt, inmitten eines der wenigen in großer Höhe gelegenen Operationsflugfelder Europas.
Weitere Drehorte waren Hamburg, England, Südostasien, Mexiko und Florida.