Sieben Monde

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Sieben Monde
Genre: Thriller
Farbe, Deutschland, 1998, FSK 16

Kino Deutschland: 1998-05-21
Laufzeit Kino: 96 Minuten
Kinoverleih D: Buena Vista

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 1998-12-17
Kaufkassette: 2002-02-14
Laufzeit Video: 92 Minuten
Anbieter: Touchstone Home Video

DVD Deutschland: 2002-02-14
Laufzeit DVD: 92 Minuten
Anbieter: EuroVideo



Szenenfoto Morde in der Stadt. An den Tatorten werden immer die selben Schuhabdrücke entdeckt. Und Haare von Tieren - Haare von Wölfen! Von Werwölfen? Eine Paranoia bricht aus: Monster sind unterwegs - Vollmond für Vollmond schlagen sie zu. Thomas Krömer, 32, hat andere Sorgen.

Wie nur kann er es schaffen, endlich seinen Traum zu erfüllen, Schriftsteller zu werden. Und vor allem, wie er die attraktive Alexandra überzeugt, dass er der ideale Mann für sie ist und nicht nur der brüderliche Kumpel. Bis Krömer in einere Vollmondnacht hinterrücks von einem Tier angefallen wird.

Ein leiser Zweifel macht sich bei ihm bemerkbar. Kann das Unmögliche doch möglich sein? Kann es so etwas wie Werwölfe letztendlich doch gegen? Nüchtern betrachtet: ausgeschlossen! Aber die Irritationen häufen sich, Tag für Tag, und auch die Mordserie setzt sich in zyklischer Regelmäßigkeit fort. Und als Krömer sich schließlich mit der jüngsten Mordtat, dem brutalen Mord an seiner eigenen Großmutter, konfrontiert sieht, beginnt aus seinem leisen Zweifel handfeste Überzeugung zu werden.

Und da es heißt, dass Werwölfe nach ihren Taten nicht wissen, was sie getan haben, beginnt die Suche. Was ist wirklich in der letzten Mordnacht passiert? Die Erkenntnisse, die Krömer dabei gewinnt, sind niederschmetternd. Indiz für Indiz scheint für seine Schuld zu sprechen - und damit für seine Andersartigkeit: die Bestie in ihm!

Die nächste Vollmondnacht rückt näher. Was soll er tun? Den Bann des Werwolffluchs lösen, indem er sich innerhalb der Regeln des alten Werwolfrituals selbst umbringt? Allerdings hat der Glaube, eine Werwolf zu sein, nicht nur schlechte Seiten für Krömer. Ohne sein übliches Zaudern tritt er der Welt jetzt entgegen, traut sich Dinge, die zuvor undenkbar gewesen wären. Auch in der Liebe.

Hin- und hergerissen zwischen der Beunruhigung, auf der einen Seite Maria als Bestie etwas antun zu können, und seiner neuen Lebenslust auf der anderen, entscheidet sich Krömer unterzutauchen, um den allerletzten Beweis seiner Verwandlung zu erhalten und zu dokumentieren. Wird er zum Werwolf, dann möchte er sterben. Passiert es nicht, stünde seinem Glück nichts mehr im Wege.

Als er schließlich die ganze Wahrheit über sich und die Mordserie entdeckt, stockt ihm der Atem. Denn die Realität ist schlimmer als alle phantastischen Fabelwesen es jemals sein könnten. Und die Erkenntnis kommt fast schon zu spät, denn das Blatt hat sich gewendet: Krömer wird inzwischen von der Polizei als Werwolf gejagt und Alexandra schwebt in größter Lebensgefahr.


SzenenfotoDarsteller: Jan Josef Liefers (Thomas Krömer), Katharina Zapatke (Alexandra), Ulrich Mühe (Lektor Hans Eschenbach), Christoph Waltz (Hauptkommissar Becker), Peter Lohmeiyer (Hauptkommissar Graf), Andreas Hoppe (Voss, der Nachbar), Burkhard Driest (Lasinger), Tilly Lauenstein (Großmutter), Horst Krause (Gerichtsmediziner Borregard), Michael Gwisdek (Verleger Heimo Bernbeck), Klaus Haderer (Arzt), Hans Paetsch (Präparator), Alexander Liegl (Betrunkener), Christiane Roßbach (Frau im Uhrladen)

Regie: Peter Fratzscher

Stab: • Produzenten: Herbert Rimbach für Avista Film / Roxy Film • Drehbuch: Nils-Morten Osburg • Vorlage: - • Musik: Ali N. Askin • Kamera: Thomas Merker • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Josef Sanktjohanser • Schnitt: Barbara Gies • Kostüme: Anke Winckler • Make Up: Julia Schlotke • Ton: Ecki Kuchenbecker • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Cinema 04/1998: Jan Josef Liefers heult mit den Wölfen, Marie Bäumer bangt um ihr Leben: Der deutsche Werwolf-Grusler von Peter Fratzscher ist bis auf den Schluß gar nicht übel.

film-dienst 07/1998: Der Versuch eines deutschen Mystery-Thrillers mit Gruselefekten, der effektvoll die Regeln des Genres anwendet, ohne ins optisch Spekulative abzugleiten.

TV Spielfilm 11/1998: Horror aus deutschen Landen - spannend, schaurig, unterhaltsam und exzellent gespielt.

TV Today 11/1998: Größtenteils spannend und originell. Die Pointe aber kommt nicht sehr überraschend.

Cinema 05/1998: Der kurzfristig verschobene Werwolf-Thriller fährt jetzt seine Krallen aus.


SzenenfotoBemerkungen

Der Arbeitstitel des Films lautete "Nachts".

Foto: Ein Bild von den Kulissen während der Außenaufnahmen.

Dirk Jasper FilmLexikon
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