Produktionsnotizen zu Con Air

Jerry Bruckheimer stieß auf das faszinierende Konzept für Con Air, als sich das Drehbuch noch in einem frü-hen Entwicklungsstadium befand. "Als ich Scott Rosenbergs Projekt las", erinnert sich Jerry Bruckheimer, "war mir das enorme Potential, das in dem Stoff steckte, sofort klar. Ich bemühte mich umgehend darum, ihn für meine Company zu sichern."

Der anerkannte Produzent bemerkt: "Es war toll geschrieben, aber ich ahnte, dass es der Geschichte etwas an Herz fehlte. Sie mußte charakterorientierter werden - eine Qualität, die sich wie ein roter Faden durch meine Arbeit zieht, egal wie heiß die Action sein mag." Jerry Bruckheimer richtete sein Augenmerk auf den britischen Regisseur Simon West, dessen kreative Werbeclips die Aufmerksamkeit des Produzenten erregt hatten. Nachdem Simon West und der Produzent sich schnell einig geworden waren, feilten die beiden das Drehbuch gemeinsam mit dem Autoren Scott Rosenberg aus. Mit vereinten Kräften verliehen sie der Story mehr Emotion und machten sie damit stärker und überzeugender.

"Jede gute Geschichte lebt von sorgfältig gezeichneten Figuren. Es müssen Menschen sein, mit denen sich das Publikum auf der ganzen Welt identifizieren kann. Die angesprochenen Themen sollten für alle von uns nachvollziehbar sein", erläutert Jerry Bruckheimer und fährt fort: "Beim ersten Treffen von Scott und mir einigten wir uns darauf, den Figuren mehr Dimension zu verleihen. Außerdem überredete ich ihn dazu, einige Aspekte der Geschichte noch einmal zu überarbeiten, und wir änderten auch einige der Locations."

Die ganze Zeit über war Jerry Bruckheimer die Message von Con Air klar. Er sagt: "Dieser Film erzählt eine Geschichte über Erlösung. Es ist die große Odyssee eines modernen Helden, der auf dem Weg nach Hause zu seiner Familie Abenteuer zu bestehen hat, in denen es um Leben und Tod geht." Regisseur Simon West sieht das ähnlich: "Diese Geschichte entstammt ganz deutlich dem Archetypus der legendären Western, ähnlich wie High Noon, in dem die Verantwortung eines Mannes gegenüber seiner Lieben zu einem Gewissenskonflikt führt. Der Held von Con Air war einst ein hochrespektierter Mann, doch nach einem Fehler erlebt er einen tiefen Absturz und gesellt sich zum Bodensatz der Gesellschaft. Er bezahlt seine Schulden im Gefängnis. Die ganze Zeit über will er nichts anderes, als nach Hause zurückzukehren. Obwohl er körperlich diese Chance erhält, kann er seine mentalen Fesseln nicht abschütteln. Er muß erst seinen Selbstrespekt und die Anerkennung der Gesellschaft zurückgewinnen, bevor er wieder erhobenen Hauptes gehen kann."

Die Ursprünge des Projekts

Drehbuchautor Scott Rosenberg wurde auf den U.S.-Marshal Sträflings-Transport-Service erstmals aufmerksam, als er in der Zeitung einen Artikel über diese einzigartige Einrichtung las, in dem detailliert über das Spezialprogramm berichtet wurde. Rosenberg besuchte das Hauptquartier in Oklahoma City, um sich mit eigenen Augen ein Bild von dieser unglaublichen Operation zu machen. Schon dort formte der Autor die ersten Gedanken, die die Grundlage für Con Air bilden sollten. Er erinnert sich: "Ich verbrachte drei Tage in einem "Con Air"-Flugzeug voller Gefangener. Wir flogen durch das ganze Land. Diese Jungs hatten eine wirklich miese Laune. dass es kurz vor Weihnachten war, verbesserte ihre Stimmung nicht gerade. Für mich war es natürlich toll, die Spannung und die Bedingungen mitzuerleben und zu sehen, wie sich Sträflinge benehmen, wenn sie richtig schlecht drauf sind. Es war sehr beunruhigend und auch ein wenig angsteinflößend. Aber ich wußte, dass man eine hervorragende Geschichte für einen Film daraus machen könnte."

Die Erlebnisse bei diesem Flug mit der " Con Air" bleiben für Scott Rosenberg unvergeßlich. "Die Abläufe dieses Unternehmens sind unglaublich effektiv", berichtet er. "Die Mißachtung der Sicherheitsmaßnahmen, die wir in unserem Film zeigen, könnte es in der Realität niemals geben - sagen sie zumindest. Sie haben mich ausgelacht, als ich fragte, ob es denn einen plausiblen Weg für die Gefangenen gäbe, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen. Sie meinten, da müsse ich meine Fantasie schon richtig spielen lassen. Das tat ich dann auch."

Er fährt fort: "Ich wurde jedenfalls nicht durchsucht. Ich bin ganz einfach mit meinem Notizbuch, Kugelschreiber und Kassettenrekorder an Bord gegangen. Als ich nach einem Ausweichplan fragte für die Eventualität, dass etwas schiefläuft, bekam ich keine Antwort: Solche Pläne existieren nicht. Sie vertrauen auf die Unfehlbarkeit ihrer Operation, die zugegebenermaßen mit einem Höchstmaß an Effizienz durchgeführt wird. Ich habe viel Respekt vor diesen Männern."

Ein Hauptdarsteller wird gesucht

Bevor sich Jerry Bruckheimer mit Nicolas Cage zusammensetzte, um den "Oscar"-Gewinner für die Hauptrolle von Con Air zu gewinnen, hatte er das Drehbuch mit Scott Rosenberg, Simon West und seinem Team perfektioniert und die entscheidenden Stufen der Vorproduktion bereits in Angriff genommen.

Die Filmemacher und der Schauspieler trafen sich in einem kleinen Büro über einem Restaurant in Los Angeles, in dem die Besetzung und Crew von Jerry Bruckheimers letztem Filmerfolg The Rock, in dem Nicolas Cage neben Sean Connery und Ed Harris gespielt hatte, den Abschluß der Dreharbeiten feierten. An diesem Abend wurde Nicolas Cage für seine Leistung in Leaving Las Vegas überdies mit dem angesehenen "Screen Actors Guild Award" ausgezeichnet.

Bruckheimer und seine Männer wußten, dass sie diesen Schauspieler und keinen anderen für die Rolle des Con Air-Helden Cameron Poe gewinnen wollten. Jerry Bruckheimer hat den größten Respekt vor dem Talent von Nicolas Cage: " Nicolas Cage ist der absolute Superprofi, der in jede Rolle alles steckt, was er hat. Er investiert unglaublich viel Zeit, um sich mit seinen Figuren und den Drehbüchern auseinanderzusetzen."

Bei diesem ersten Meeting unterhielten sich Simon West und Nicolas Cage ausführlich über den Hintergrund seiner Figur, seine Hoffnungen und Wünsche, sein Leben im Gefängnis. Diese frühen Gespräche veranlaßten West schließlich, dem Film einen Prolog in die Titelsequenz zu integrieren, in dem er die acht Jahre, die Cameron Poe im Gefängnis verbrachte, Revue passieren läßt und die Rituale festhält, mit denen er sich seine emotionale und körperliche Gesundheit zu bewahren versuchte.

" Nicolas Cage bringt immer eigene Ideen in seine Filme ein", bestätigt Jerry Bruckheimer Nicolas Cages Obsessionen von seinen Filmfiguren. "Er hatte die Idee, aus Cameron einen Army Ranger zu machen, ein Kunstgriff, der hilft, dem Charakter mehr Tiefe zu verleihen und gleichzeitig Mitgefühl für ihn zu wecken. Ich liebe es, mit Nicolas Cage zu arbeiten, weil er an absolut jedem Aspekt der Produktion und seiner Rolle mitarbeitet. Er hat ein unglaubliches Talent und gehört ohne jeden Zweifel zu den besten Schauspielern der Gegenwart."

Nicolas Cage ist seinerseits voll des Lobes für Jerry Bruckheimer: "Jerry bemüht sich mit jeder Faser seines Körpers um seine Schauspieler. Ihm ist die Ausgewogenheit zwischen Action und Charakterentwicklung unglaublich wichtig. Mit diesem großartigen Produzenten an meiner Seite konnte ich witzigerweise ausgerechnet bei einem Actionfilm mehr in den kreativen Prozeß eingreifen und meine eigenen Ideen einbringen. Con Air war für mich ein sehr bemerkenswertes Erlebnis."

Und Regisseur Simon West meint: " Nicolas Cage ist, ganz einfach gesagt, einer der großartigsten Schauspieler, die es gibt. Ich war schon immer ein großer Fan. Von ihm bekommt man nie ein zweites Mal ein und dieselbe Figur zu sehen."

Simon West war sehr beeindruckt von dem Einsatz, mit dem sich Nicolas Cage auf seine Rolle stürzte: Er reiste sogar nach Alabama, um an dem richtigen Akzent für Cameron Poe zu arbeiten. Auch vor Nicolas Cages Leidenschaft für neue Ideen zieht Simon West seinen Hut: "Er arbeitet hart an seinen Rollen und steckt eine beeindruckende Leidenschaft in sein Schauspiel. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so einfallsreich und originell ist. Es ist ein pures Vergnügen, Nicolas Cage bei der Arbeit zuzusehen. Ich hätte mir wahrhaftig keinen besseren Schauspieler für mein Regiedebüt vorstellen können."

Und Jerry Bruckheimer sagt: "Egal, wie aufsehenerregend die Action in diesem Film ist, die Story, die Figuren und die Themen kann man nicht übersehen. Nicolas Cages Figur ist in Con Air absolut dreidimensional und interessant. Das Geheimnis, einen guten Film zu machen, besteht darin, die besten Leute in der Industrie um sich zu versammeln. In diesem Film ist uns das gelungen. Besetzung und Crew sind ohne Beispiel."

Die Besetzung wird vervollständigt

Regisseur Simon West war von Anfang an sowohl vom Potential des Projekts als auch von der Gelegenheit, mit Jerry Bruckheimer arbeiten zu können, fasziniert: "Ich war angetan von der Vorstellung, diese faszinierenden Figuren in diese angespannte, explosive Situation zu stecken. Gleichzeitig wollte ich natürlich auch mit Jerry arbeiten. Er ist ein außerordentlicher Mann mit einem riesigen Talent für das Filmemachen, der einem absolut freie Hand läßt. Gleichzeitig ist er immer präsent, wenn man ihn braucht, und steht einem mit Rat und Tat zur Seite. Er war von unschätzbarer Hilfe, als wir das ursprüngliche Drehbuch in ein komplexes und emotionales Drama umarbeiteten. Als ich zusagte, dann bestimmt nicht deshalb, weil ich Con Air zu einem riesigen, epi-schen Actionfilm formen wollte - auch wenn es genau das ist, was der Film schließlich wurde."

Ganz geheuer war Simon West die Vorstellung nicht, dass gleich sein erster Spielfilm ein Big-Budget-Film von gigantischen Ausmaßen werden sollte: "Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte ich mir sicherlich nicht gerade einen Film von dieser Größe ausgesucht. Das Geheimnis besteht darin, nicht die Größe des Ganzen zu betrachten, sondern sicherzustellen, dass jede einzelne Szene für sich und innerhalb des Gesamtkontextes bestehen kann."

Der Regisseur stimmt Jerry Bruckheimer zu, dass die Zeichnung der Charaktere von besonderer Bedeutung war, damit das Projekt sein volles Potential entfalten konnte: "Mir war es wichtig, eine gehörige Portion schwarzen Humors in den Film einzubringen, um diesen schrägen, lebendigen Figuren eine ganz neue Dimension zu verleihen. Der Humor ist es, der die Gewalt, die von ihnen ausgeübt wird, in einem ganz anderen Licht erscheinen läßt."

"Nachdem Nicolas Cage seine Mitwirkung zugesagt hatte, begannen wir nach weiteren großartigen Schauspielern zu suchen", erläutert Simon West den Fortlauf der Vorbereitungen. "Wir durchkämmten das gesamte Schauspieleruniversum, um nach den frischesten, stärksten und interessantesten Typen zu suchen, die man sich vorstellen kann. Das Drehbuch läßt keinen geradlinigen Actionfilm erahnen, weil die Charaktere so gut gezeichnet sind. Da war es nicht schwer, Schauspieler zu gewinnen, die um Actionprojekte sonst einen großen Bogen machen. Im Gegenteil: Sie machten begeistert mit. Die Natur der Geschichte und das tolle Skript zog sie an. Als Resultat konnten wir eine wunderbare Besetzung gewinnen."

Steve Buscemi, der den Serienkiller Garland Greene spielt, sagt: "Ich glaube, es ist dem Drehbuch von Scott Rosenberg zu verdanken, dass der Film eine so hochkarätige Besetzung vorweisen kann."

Simon West sieht Con Air als absoluten Höhepunkt seiner bereits bemerkenswerten Karriere an: "Der Film ist aufregend wie eine Achterbahnfahrt und hat all das, was man von einem erstklassigen Actionfilm erwarten darf. Das Publikum wird sich an Con Air aber auch wegen seiner besonderen Charaktere erinnern, die sich plötzlich in einer ungewöhnlichen Situation wiederfinden. Außerdem hat der Film überraschend viel Witz. Con Air erzählt die Geschichte von Nicolas Cage' Figur, einem Helden der Arbeiterklasse, der sich aufgrund gewisser Ereignisse im Gefängnis wiederfindet, am unteren Ende der gesellschaftlichen Leiter. Er kann nicht glauben, dass er so tief sinken konnte. Im Zentrum des Films steht sein Kampf, seinen Selbstwert und seine Stellung in der Gesellschaft wiederzugewinnen. Auf dem Weg dahin muß er eine Reihe moralischer Entscheidungen fällen, anderen helfen, Kameraden retten, die bösen Jungs bezwingen. Es ist die klassische Geschichte vom Kampf eines ehrlichen Mannes gegen das Böse."

Auch in Con Air folgte Jerry Bruckheimer wieder jenen untrüglichen Instinkten, die ihn zu einem der Erfolgreichsten im Filmgeschäft haben werden lassen. Es war seine Entscheidung, das Projekt charakterorientierter zu machen als ursprünglich geplant: "Jede Figur ist interessant und hat mehr als nur eine Dimension, auch wenn sie sich nicht unbedingt auf der richtigen Seite des Gesetzes bewegt. Das war der Grund, warum sich die besten Schauspieler um die Rollen rissen."

" Con Air, so meine ich, geht weit über einen normalen Actionfilm hinaus", fährt Bruckheimer fort. "Ich hoffe, er wird einen neuen Standard für das Actiongenre in den 90ern setzen."

Drehbuchautor Scott Rosenberg hatte bereits beim Schreiben seine alten Freunde John Cusack und Steve Buscemi für die Figuren des Agenten Larkin bzw. des Killers Garland Greene im Kopf. Zur Freude aller Beteiligten waren beide angetan von der Aussicht, in Con Air mitzuwirken. John Cusack, den man nicht unbedingt mit Actionprojekten assoziiert, freundete sich schnell mit den ganz speziellen Herausforderungen seiner Rolle an.

Er erinnert sich, wie ihn Jerry Bruckheimer überredete, sich dem Projekt anzuschließen: "Als Jerry mir von dem Film erzählte, versprach er, dass er alles daran setzen würde, nur die besten Schauspieler zu besetzen. Er verglich Con Air mit Crimson Tide : ein aufregender Ritt, ein smarter Thriller mit hervorragenden Schauspielern. Ich sagte zu, weil ich Jerrys Arbeit und seine Filme bewundere. Crimson Tide war ein toller Unterhaltungsfilm. Jerry Bruckheimer ist ein Profi durch und durch. Er weiß genau, wie man diese tollen Filme perfekt herstellt. Er arbeitet mit den richtigen Leuten und behandelt sie immer bestens. Mit ihm zu drehen macht immensen Spaß." John Cusack fährt fort: "Ja, es ist ein Actionfilm. Aber er hat einen anderen Ton als die meisten Filme dieses Genres, die ich bisher gesehen habe. Er ist witziger, hat mehr finstere Ironie und einen Sinn für das Absurde, der ihn einzigartig und überraschend macht. Die Figuren sind spannend und sehr gut geschrieben. Die Erfahrung war fabelhaft."

Auch Steve Buscemi lobt die Arbeit mit Jerry Bruckheimer und Simon West: "Sie hatten diese monströse Produktion immer absolut unter Kontrolle. Es gab Szenen, da arbeiteten wir mit zehn bis 15 Kameras gleichzeitig. Dank Jerrys Professionalität wirkte alles immer wie ein Kinderspiel."

Obwohl die Vorbereitung wie am Schnürchen lief, dauerte es eine ganze Weile, bis man den richtigen Darsteller für den Superbösewicht Cyrus "The Virus" Grissom gefunden hatte. Erst wenige Tage vor Drehbeginn kam John Malkovich an Bord.

"John ist perfekt für die Rolle", begeistert sich Simon West. "Nur er kann die Intelligenz dieser durchgeknallten soziopathischen Figur so brillant und eiskalt rüberbringen. Man muß wissen, dass Cyrus seit seinem 15. Lebensjahr beinahe ununterbrochen in Institutionen verbracht und seither jedes Buch gelesen hat, das er in die Hände bekommen hat. Er ist ein autodidaktischer Irrer. John hat diese Bösartigkeit perfekt erfaßt. Einen besseren hätte man sich für diesen Part nicht vorstellen können."

John Malkovich sagt über die Figur: "Obwohl Cyrus ein Krimineller ist, steckt ein höchst intelligenter Geist in ihm. Er hat diesen genialen Plan ausgearbeitet, den Flug der "Con Air" zu entführen, den an Bord befindlichen Sohn eines kolumbianischen Drogenbarons zu befreien und nach Südamerika zu entkommen. Sie wollen unbemerkt in ein zweites Flugzeug umsteigen und in ein anderes Land fliegen, das kein Auslieferungsabkommen mit den Vereinigten Staaten hat. Die Typen an Bord sind so etwas wie der Abschaum des Abschaums, aber natürlich hat es viel Spaß gemacht, mit all diesen Schauspielern zu arbeiten."

Obwohl John Malkovich eher selten im Actiongenre arbeitet, fühlte er sich angezogen von diesem außerordentlichen Projekt - ein Verdienst von Jerry Bruckheimer. John Malkovich sagt: "Seine Erfolgsliste ist erstaunlich. Man darf sich bei seiner Rollenauswahl nicht immer auf ein Drehbuch, den Regisseur oder die Schauspielkollegen verlassen. Das war ein harter Dreh, aber ich habe Jerry und Simon West wirklich vertraut."

Charakterkopf Ving Rhames war erste Wahl für die Rolle des lebenslänglich Verurteilten Nathan Jones alias "Diamond Dog". "Wir wollten Ving von Anfang an", erinnert sich Jerry Bruckheimer. "Er ist ein toller Schauspieler, und hier hatte er eine tolle Rolle zu spielen. Wie Malkovichs Cyrus ist auch Diamond Dog hoch intelligent. Mit nur einem Blick kann er Unbehagen bei seinem Gegenüber auslösen. Jeder, der in dem Ruf steht, mehr Menschen getötet zu haben als Krebserkrankungen, muß furchteinflößend und imponierend aussehen - für Ving kein Problem." "Als Schauspieler suche ich immer nach etwas Neuem", sagt Ving Rhames. "An Con Air gefiel mir, dass ich mit so vielen tollen Schauspielern zusammenarbeiten konnte. So unglaublich es klingt, aber es ist ein Schauspielerfilm und nichts für ausgeprägte Typen oder Karatechamps." Über seinen militanten Charakter sagt der Schau-spieler: "Diamond Dog vertraut niemandem. Er hat nicht viel für Weiße übrig, aber ihm ist klar, dass Cyrus seine letzte Möglichkeit ist, dem Knast zu entfliehen."

Mykelti Williamson spielt Baby-O, Cameron Poes langjährigen Zellengenossen und einzigen Freund an Bord des "Con Air"-Fluges. "Baby-O ist kein schlechter Mensch, er wartet nur auf eine Gelegenheit, das zu beweisen", erklärt Mykelti Williamson. "Er ist nicht wirklich für das Leben im Gefängnis geschaffen, aber nach all den Jahren mit diesen toughen Typen ist auch er ein wenig härter. Er macht alles, um sicherzugehen, dass er und Poe am Leben bleiben. Die beiden sind so eine Art Familie."

Rachel Ticotin übernahm die anspruchsvolle Rolle der Gefängniswärterin Sally Bishop, die sich als einzige Frau an Bord des "Con Air"-Fluges befindet. Der ausführende Produzent Peter Bogart sagt: "dass da eine Frau mit im Flugzeug ist, haben wir uns nicht etwa einfach einfallen lassen, obwohl es dem Film natürlich eine weitere dramatische Dimension verleiht, die die Sache für Poe noch etwas schwerer macht. Selbst in reinen Männerknästen haben wir immer wieder weibliche Wärter gesehen. Man erklärte uns, dass sich viele Inhaftierte in Gegenwart von Frauen besser benehmen."

Die Schauspielerin kommentiert ihre wichtige Rolle: "Ich spiele die einzige Frau an Bord. Sie ist einer der Gründe, warum sich Nicolas Cages Figur dazu durchringt, an Bord zu bleiben, obwohl er begnadigt wurde und heim zu Frau und Kind gehen könnte. Er bleibt, weil er erkennt, dass die Häftlinge die Kontrolle übernommen haben. Er hat Angst, Sally Bishop könne etwas Schlimmes zustoßen, wenn ihr niemand zur Seite steht. Und er hat recht."

Rachel Ticotin muß lachen, wenn sie ihr Verhältnis zu ihren Kollegen vor und hinter der Kamera vergleicht: "Sie sind alle wunderbare Jungs, das absolute Gegenteil von den Halunken, die sie vor der Kamera darstellen. Sie sind großzügige Gentlemen - und sehr, sehr witzig. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Dreh zur einzigartigen Angelegenheit für mich wurde."

Besuch in Folsom Prison

Um ein Gefühl für die Realität zu bekommen und die Atmosphäre in einem echten US-Gefängnis kennenzulernen, besuchten Jerry Bruckheimer, Simon West, Nicolas Cage und Scott Rosenberg das berüchtigte Folsom Prison.

"Michael Mann brachte mich auf die Idee, in Folsom vorbeizuschauen", erläutert Jerry Bruckheimer. "Tatsächlich gibt es zwei Folsoms: Level drei für jene Sträflinge, von denen man annimmt, sie könnten wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden, und Level vier, der sich grundlegend vom Rest des Gefängnisses unterscheidet. Wir mußten uns um eine spezielle Genehmigung vom Büro des Gouverneurs bemühen, um diesen Teil des Gefängnisses besuchen zu können. Die Männer in Level vier sind knallharte Kriminelle, die im Gefängnissystem "Raubtiere" genannt werden. Das sagt eigentlich alles."

Bevor dem Con Air-Quartett der Zutritt zu dem Gefängnistrakt gestattet wurde, mußten sie sogenannte "No Hostage"- also "Keine Geiseln"-Bescheinigungen unterschreiben, für den Fall, dass unvorhergesehene Probleme eintreten würden. Tatsächlich empfanden die vier Filmemacher die Atmosphäre in diesem Hochsicherheitstrakt als beängstigend. Überall wurde deutlich, dass die Häftlinge in diesem Teil des Gefängnisses in verschiedene Gangs aufgeteilt waren, die die Abläufe und Hierarchien unter Kontrolle hatten.

Simon West meint: "Die Spannung an diesem Ort ist förmlich greifbar. Man muß sich einmal 2.000 Schwerverbrecher in einem Hof vorstellen. Einmal wurden wir blitzschnell aus dem Trakt gedrängt, weil nur Minuten zuvor jemand niedergestochen worden war."

Obwohl er nur wenige Tage zuvor den "Oscar" für seine Rolle in Leaving Las Vegas überreicht bekommen hatte, war Nicolas Cage nicht auf den herzlichen Empfang in Folsom Prison vorbereitet. "Es hat ihn sehr berührt, dass die Menschen überhaupt wußten, wer er ist", sagt Jerry Bruckheimer. "Trotzdem waren wir sehr nervös. Wir haben uns sicherlich häufiger hektisch umgesehen als gewöhnlich."

Der Besuch brachte den Filmemachern neue Einblicke, wie man die Figur des Cameron Poe noch glaubwürdiger zeichnen könnte. Zahlreiche Gespräche, die Nicolas Cage und Simon West mit Inhaftierten führten, egal ob alteingesessene Schwerverbrecher oder Neulinge im Strafvollzugssystem, halfen ihnen zusätzlich.

Letzte Dreh-Vorbereitungen

Tägliche Workouts für die Besetzungsmitglieder und selbst Teile der Crew waren ein absolutes muß bei der Vorbereitung für den anstrengenden Dreh, der allen bevorstand. Nicolas Cage verbrachte Wochen vor dem Drehstart und selbst einige Stunden täglich während der Drehzeit im Fitneß-Studio und stemmte unter Anleitung seines Trainers Lee Nichol Gewichte, um Kraft und Ausdauer aufzubauen. Außerdem ließ er sich von dem Kickboxing-Champion Benny Urquidez unterrichten, um seine Kampftechnik zu perfektionieren.

Lee Nichol verordnete Nicolas Cage eine strenge Diät, die ihm helfen sollte, seine Muskeln aufzubauen und in die rechte Form zu bringen. Gleichzeitig reduzierte er den ohnehin schlanken Körperbau Nicolas Cages auf drei Prozent Körperfett. Zuletzt war Nicolas Cage bei den Dreharbeiten zu "Birdy" so durchtrainiert und sehnig gewesen. Benny Urquidez, der sich den "Martial Arts" vor allem von einer spirituellen Seite nähert, lockte gleich noch eine Reihe weiterer Crewmitglieder während der Mittagspausen zu den täglichen Trainings- und Meditati-onseinheiten in sein Dojo.

"Ich gehöre wirklich nicht zu den Macho-Jungs, gleichzeitig wollte ich aber auch keine Illusionen zerstören", erklärt Nicolas Cage. "Ob ich nun wollte oder nicht, die meisten meiner Stunts habe ich selbst ausgeführt. Sie wollten unbedingt mein Gesicht vor der Kamera haben, während fünf Meter hinter mir irgendwelche Sprengsätze hochgingen, brennende Helikopter zu Boden stürzten oder Kugeln an meinem Kopf vorbeipfiffen. Ja, ich muß zugeben, ich war schon sehr beeindruckt - man kann es auch Angst nennen. Ich habe mir fast in die Hosen gemacht."

Echtheit und Authentizität gehören von jeher zu den Qualitäten einer Jerry Bruckheimer-Produktion. Das ist auch in der Detailliertheit der Knast-Tattoos in Con Air ersichtlich. Die Make-up-Künstler Kirs Evans und Fred Blau und der weltberühmte Tattoo-Künstler Freddy Negrete waren verantwortlich für den Entwurf und die Ausführung der meisten Tätowierungen, die man in dem Film zu sehen bekommt. "Tätowierungen sind für Häftlinge mehr als nur Körperkunstwerke", bemerkt Kirs Evans. "Sie drücken Gangmitgliedschaft aus, zählen die begangenen Verbrechen auf, zeigen an, wie lange man bereits im Knast ist oder noch bleiben muß, oder geben Aufschluß über die persönliche Gefühlswelt. Wir haben die Tattoos mit jedem Schauspieler durchgesprochen. Sie alle hatten sehr spezifische Vorstellungen oder Wünsche für ihre persönlichen Designs. Ein Großteil der Inspiration für ihre Körperverzierungen ging immer von ihnen selbst aus. Eines der Tattoos liest sich beispielsweise "13 1/2". Das heißt soviel wie ein Richter, zwölf Geschworene und eine halbe Chance, wieder rauszukommen. Einige sind auch deutlicher, wie die Hakenkreuze, mit denen sich die Gefangenen der "Aryan Nation" schmücken, oder die "Die die töten"-Tätowierungen von Diamond Dog."

Die meisten Tattoos wurden in einem komplizierten, langwierigen Prozeß, wie er auch beim Bedrucken von T-Shirts zur Anwendung kommt, auf die einzelnen Körperpartien der Schauspieler aufgetragen. "Danny Trejos Tätowierungen waren die große Ausnahme", erklärt Fred Blau, "denn die meisten Tattoos auf seinem Körper sind echt. Tatsächlich mußten wir einige von ihnen sogar abdecken. Nur ein paar wenige stammen von uns. Wir trugen sie durch Airbrushing und Aufmalen auf und konnten sie auf diese Weise entsprechend altern lassen, so dass man keinen Unterschied zu seinen richtigen Tattoos feststellen konnte. Darauf sind wir wirklich stolz." Insgesamt wurden mehr als 100 Tätowierungen aufgetragen. Eine mehrstündige Make up-Tortur war deshalb vonnöten, die alle paar Tage, wenn die Tätowierungen zu verbleichen begannen, wiederholt werden mußte.

Der ehemalige Sträfling Danny Trejo spielt den Vergewaltiger "Johnny 23". Da er einen Großteil seines erwachsenen Lebens in den Hochsicherheitstrakten von San Quentin, Folsom und Soledad verbracht hat, konnte er bei der Darstellung seiner Figur auf seine tatsächlichen Lebenserfahrungen zurückgreifen. Seine Anekdoten vom Leben hinter schwedischen Gardinen fesselten die gesamte Crew. Danny Trejo nutzt allerdings auch jede sich bietende Gelegenheit, um zu betonen, wieviel Glück er hatte, seine Verbrecherlaufbahn und Drogenabhängigkeit hinter sich zu lassen. Wenn er nicht gerade beim Film arbeitet, verbringt er seine freie Zeit, um Drogensüchtige und Alkoholiker zu beraten und Kids beim Absprung vom Gangleben zu unterstützen.

"Ich habe 1985 mit der Schauspielerei begonnen, und ich liebe sie", berichtet Danny Trejo. "Für jemanden, der an berauschende Adrenalinschübe gewöhnt ist, gibt es nichts Besseres. Es ist der gleiche Schub, den man bei einem bewaffneten Überfall verspürt. Ich weiß, das ist eine eigenartige Analogie, aber das ist das Leben, das ich gelebt habe, und nur damit kann ich die Schauspielerei vergleichen."

Über die Drehorte

Die Dreharbeiten begannen in Salt Lake City auf einem Rollfeld des Flughafens, der im Film als "Oakland Air-port" zum Einsatz kommt. Danach siedelte die Crew über nach Ogden, Utah, um den Austausch der Gefangenen des "Con Air"-Fluges bei seinem ersten Stop in Carson City zu filmen. Laut Drehbuch ändert der tödliche Flug seine Route und landet auf einer kleinen Landebahn des "Lerner Air-field" inmitten des Death Valley. Mehr als einen Monat hielt sich das Team in dem kleinen Dörfchen Wendover in Utah, an der Grenze zu Nevada, auf, um diese Actionsequenzen unter Dach und Fach zu bringen. "Ich wählte Wendover als Drehort, weil diese Gegend aussieht wie die Oberfläche des Mondes", erklärt Simon West. "Ich dachte mir, das sei die ideale Location für all diese Sträflinge, die zehn, 20 oder gar 30 Jahre in ihren kleinen Zellen verbracht haben. Die Gegend ist der perfekte Alptraum für jeden Agoraphobiker.

Als die Jungs aus dem Flugzeug kommen, bekommen sie es mit der Angst zu tun, denn es gibt über 500 Meilen nichts anderes als Salzebenen zu sehen - das glatte Gegenteil einer Gefängniszelle. Einige von ihnen reagieren auf diesen fremden Anblick, indem sie losrennen, sich die Kleider vom Leib reißen und wie verrückt brüllen. Andere werden von Panik ergriffen und bleiben so nah wie möglich am Flugzeug. Einige gehen ganz vorsichtig zwei oder drei Schritte, um sich langsam an die Vorstellung von Freiheit zu gewöhnen." Die Temperatur in der Mitte der großen Salzebenen stieg tagsüber auf über 50 Grad an. Pro Woche trank das Team mehr als 7.000 Flaschen Wasser, um die Hitze zu überstehen. Täglich wurden zwischen 24 und 30 Wassermelonen verspeist. Allein in Wendover wurden mehr als 15.000 Kilo Eis verbraucht.

Nach Abschluß des Drehs in Wendover siedelte der Filmtroß um nach Las Vegas, wo der gigantische Showdown inszeniert wurde. Weil man sich wieder in der Wüste befand, rechnete die gesamte Crew mit einer weiteren Hitzewelle. Überraschenderweise verzeichnete man ungewöhnlich niedrige Temperaturen, die allen Beteiligten die Arbeit bei den Nachtdrehs am berühmten "Las Vegas Boulevard Strip" und weiteren markanten Punkten des Spieler-Eldorados deutlich erleichterte.

Das "Sands Hotel", ein Wahrzeichen der Stadt, bildete die Kulisse für eine gigantische Flugzeugabsturz-Sequenz. Jerry Bruckheimer war der beeindruckende Coup gelungen, die Besitzer des Hotels zu überzeugen, den geplanten Abriß des berühmten Gebäudes zu verschieben, bis der Dreh der beeindruckenden Szene abgeschlossen war. Es war Regisseur Simon West, der in der "Los Angeles Times" gelesen hatte, dass das Hotel abgerissen werden sollte. Umgehend hatte er Kontakt mit der Hotelleitung aufgenommen, um die Erlaubnis für einen Dreh zu bekommen.

Der Special-Effect-Abteilung fiel die anspruchsvolle Aufgabe zu, die explosive Crashsequenz so überzeugend und gleichzeitig sicher wie möglich über die Bühne zu bringen. "Der erste Schritt war es, das Flugzeug komplett auszuräumen", erläutert Spezialeffektespezialist Chuck Stewart die Vorgehensweise. "Wir hatten eine echte C-123 zur Verfügung. Wir schlachteten die Maschine nach allen Regeln der Kunst aus. Das Ziel war es, sie so leicht wie möglich zu machen. Dann bauten wir ein 100 Meter langes Schienenstück und dachten uns ein Flaschenzugsystem aus, mit dem wir das Flugzeug auf das Casino zuzogen. Wir dachten, dass wir das Flugzeug mittels des Flaschenzuges ideal beschleunigen könnten. Wir hatten ursprünglich ein Verhältnis von 5 zu 1 ausgerechnet. Wir zogen das Flugzeug mit einem schweren Truck. Für alle zehn Meilen Geschwindigkeit, die wir aus dem Lastwagen herausholen würden können, sollte die Maschine jeweils fünfmal so schnell werden. Aber selbst nach unserer sorgfältigen Präparation war das Flugzeug so schwer, dass das Stahlseil mehrfach riß. Wir haben ein paar Anläufe gebraucht, aber schließlich donnerte das Flugzeug wie geplant in die Hotelfront."

Jerry Bruckheimer fügt hinzu: "In einer Fassung des Drehbuchs sollte das Flugzeug in das "Weiße Haus" donnern. Das fand ich ein bißchen weit hergeholt, und ich schlug vor, Leute, laßt uns doch Las Vegas nehmen. Also schnappten wir uns unsere Häftlinge und ließen sie auf dem Las Vegas Boulevard landen, 50 Meter vom "Sands Hotel" entfernt. Das sieht wirklich irre aus. Wir hatten Glück. Das "Sands" sollte ohnehin abgerissen werden. Den Besuchertrakt haben sie selbst gesprengt. Wir haben uns der Hotelfront angenommen. Hollywood hat der Hotelleitung Arbeit abgenommen. 14 Kameras haben den Stunt gefilmt. Mehr als ein Take war ja nicht drin, deshalb mußten wir absolut sicher gehen und ließen so viele Kameras wie möglich mitlaufen."

Nachdem diese spektakuläre Aufnahme im Kasten war, kehrte die Produktion zurück nach Los Angeles, um die fehlenden Sequenzen in den Hallen der "Hollywood Center Studios" zu filmen. Die Innenaufnahmen wurden in Halle Nr. 7 abgewickelt, in der man einen Flugsimulator und eine Reihe von Airbags benutzte, um die Bewegung des Flugzeugs zu simulieren. Auf diese Weise konnte das Special-Effects-Team die Position der Maschine mit einem Höchstmaß an Kontrolle regulieren, so dass sanfte Bewegungen ebenso möglich waren wie ruckartige Stöße.

Die Entscheidung der Filmemacher fiel zugunsten einer C-123, anstatt einer der kommerzielleren Maschinen, die der Marshal's Service tatsächlich einsetzt. "Die C-123 ist visuell erheblich interessanter", meint Jerry Bruckheimer. "Sie wirkt so schwer und sperrig. Durch die Käfige, die wir im Inneren des Jets errichteten, und die Hinzunahme von viel Metall wirkt die Action viel dramatischer. Selbstverständlich war es auch von Vorteil, dass die Crew so mehr Bewegungsfreiheit hatte."

Regisseur Simon West sagt abschließend: "Die Geschichte von Con Air ist aus vielen Gründen so faszinie-rend: Man findet interessante Figuren, Spannung von der ersten bis zur letzten Minute und eine Handlung, die einen im Kinosessel fesselt. So viele Dinge passieren in der Enge des "Con Air"-Fluges. Das sind Männer, die extrem gewalttätig sind, Männer, die angsteinflößend sind, Menschen, die einander belügen. Es gibt viel Argwohn, jede Art von Emotion entlädt sich an Bord der Maschine. Und dann sind da noch die Spezialeffekte, die einen nicht kaltlassen können. Ich bin überzeugt davon, dass mir die Zuschauer zustimmen werden, dass unsere Geschichte, Schauspieler, Figuren und Effekte absolut einzigartig sind. Es ist ein irrer Ritt."

Dirk Jasper FilmLexikon
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