Mit »Batman
& Robin« geht die Saga um den dunklen Ritter nun schon in
die vierte Runde. Diesmal sorgen der verrückte Wissenschaftler
Viktor Fries alias Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger) und die nicht
minder irre Biologin Pamela Isley alias Poison Ivy (Uma Thurman)
für Aufregung in Gothams Straßen. Während Mr. Freeze
alles und jeden zu Eis erstarren lassen möchte, ist Poison Ivy
von dem Gedanken besessen davon alle Menschen zu beseitigen, damit
die Pflanzen wieder die Vorherrschaft auf der Erde übernehmen
können. Keine leichte Aufgabe für die maskierten
Rächer, aber sie bekommen Verstärkung. Mit Alicia
Silverstone als Batgirl wird aus dem dynamischen Duo ein
schlagkräftiges Trio. Aber Batman & Robin haben auch ihre
eigenen, persönlichen Probleme. Während Batman (George
Clooney) sich Sorgen um den schwerkranken Butler und einzigen
persönlichen Freund Alfred (Michael Gough) macht, leidet Robin
(Chris O'Donnell) darunter, dass er sich von Batman
zurückgesetzt fühlt und kein vollwertiger Partner ist.
Zudem haben sich beide in Poison Ivy verliebt ...
Wenn eine Filmidee in die vierte Runde geht, fragt man sich automatisch, was gibt es neues, anderes? Was ist geblieben? Ist er so gut - oder vielleicht noch besser - wie die Vorgänger? Nun bei Batman muß man einen eindeutigen Schnitt machen zwischen den Werken des Regisseurs Tim Burton (Batman, Batman Returns) und denen von Joel Schumacher (Batman Forever, Batman&Robin). Während Burton eine düstere Vision einer kranken Welt gezeichnet hat, überwiegt bei Joel Schumacher ganz eindeutig das knallbunte Comicelement. Wer was bevorzugt, mag jeder für sich selbst entscheiden. Klar ist, dass beide Versionen etwas haben. Dem aktuellen Film merkt man an, dass sich Mr. Schumacher noch weiter in Richtung Comicverfilmung bewegt hat als bei Batman Forever. Das mag auch daran liegen, dass er sich bei seiner ersten Batman Verfilmung noch im Schatten des Erfolges von Tim Burtons Fassungen bewegte. Aber der eigene Erfolg mit Batman Forever erlaubte es ihm nun seine Schwerpunkte Humor und farbenprächtige Action noch mehr Wert legen zu können. Und so ist aus dem Film das geworden, was Batman eigentlich immer war: Ein Comic mit rasanter Action. Und Schumacher hat an nichts gespart. Die Kulissen von Gotham City sind noch größer und besser geworden. Selten hat es im Film so eine tolle futuristische Stadt gegeben. Wobei ich mich allerdings frage, was passieren muß, damit amerikanische Bürger eine Stadt bauen, die so extrem an kommunistische oder faschistische Bauwerke erinnert. Auch im vierten Teil hat man die Möglichkeit genutzt, die Kostüme und Fahrzeuge der Guten komplett neu zu gestalten. Insgesamt gesehen sind die Kostüme nun stromlinienförmiger und glatter als die Vorgänger. Wobei aber das aufwendigste Kostüm im ganzen Film sicherlich von Mr. Freeze getragen wird. Die ganze Rüstung von Freeze strahlt ein merkwürdig, hellblaues Leuchten aus. Die Kostüme und die Dekoration bei Batman & Robin zählen zu dem besten was Hollywood z.Z. bietet. Über die Auswechselbarkeit des Hauptdarstellers wurde schon viel geschrieben. Bei vier Batman Filmen hat es immerhin schon drei Schauspieler gegeben. Michael Keaton (Nr. 1 & 2) wurde vom Publikum nur sehr schlecht akzeptiert in der Rolle des Millionärs, der sich Nacht für Nacht zum Detektiv und Rächer aufschwingt. Val Kilmer hingegen war recht jung in der Rolle des Batman Nr. 3. Es gab kaum einen Altersunterschied zu Chris O'Donnels Robin. Mit George Clooney hat man im aktuellen Film einen guten Griff getan. Man nimmt ihn sowohl den charmanten und leicht schüchternen Bruce Wayne (Batmans alter ego) als auch den toughen Detektiv ab. Mit seinem eigenen Humor rettet er manche Szene. Chris O'Donnell und Alicia Silverstone spielen im aktuellen Film eher unbedeutenere Rollen. Die eigentlichen Stars in allen Batman-Filmen sind so oder so meist die Bösewichter. Sie haben die interessanteren Charaktere. Sie sind nicht so »langweilig« wie die Helden. So konnten auch immer wieder große Stars für diese Rollen gewonnen werden. Mit Arnold Schwarzenegger als Mr. Freeze konnte eigentlich auch nicht viel schief gehen. Denn der Schauspieler ist schon seit mehreren Jahren sowohl im Action- als auch im Komödienfach zu hause. In »Batman & Robin« hat er die Gelegenheit genutzt beides kombinieren zu können. Außerdem macht es Spaß ihn auch mal als Bösen zu sehen. Wer gut Englisch kann sollte sich allein wegen Schwarzeneggers Akzent die Originalfassung nicht entgehen lassen. Uma Thurman bekleidet mit Rolle der Poison Ivy die weibliche Hauptrolle in dem Film. Ihr gelingt es die Figur als teuflische Schönheit und ohne Gewissen darzustellen. Um nochmals auf die Story zurückzukommen: Batman & Robin erinnert in vielen Punkten an seinen direkten Vorgänger Batman Forever. Außer der Tatsache, dass es nun andere Bösewichter gibt und ein wenig Kosmetik betrieben worden ist, haben wir hier einen direkten Klon vor uns. Fazit: Ein neuer Film um den kultigen Detektiv in Schwarz. Comicartige, farbenfrohe Action. 8 von 10
Fledermausohren
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Mit »Batman
& Robin« geht die Saga um den dunklen Ritter nun schon in
die vierte Runde. Diesmal sorgen der verrückte Wissenschaftler
Viktor Fries alias Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger) und die nicht
minder irre Biologin Pamela Isley alias Poison Ivy (Uma Thurman)
für Aufregung in Gothams Straßen. Während Mr. Freeze
alles und jeden zu Eis erstarren lassen möchte, ist Poison Ivy
von dem Gedanken besessen davon alle Menschen zu beseitigen, damit
die Pflanzen wieder die Vorherrschaft auf der Erde übernehmen
können. Keine leichte Aufgabe für die maskierten
Rächer, aber sie bekommen Verstärkung. Mit Alicia
Silverstone als Batgirl wird aus dem dynamischen Duo ein
schlagkräftiges Trio. Aber Batman & Robin haben auch ihre
eigenen, persönlichen Probleme. Während Batman (George
Clooney) sich Sorgen um den schwerkranken Butler und einzigen
persönlichen Freund Alfred (Michael Gough) macht, leidet Robin
(Chris O'Donnell) darunter, dass er sich von Batman
zurückgesetzt fühlt und kein vollwertiger Partner ist.
Zudem haben sich beide in Poison Ivy verliebt ...