Vor einigen Jahren stieß der Unternehmer John Hammond auf eine Methode, aus in Bernstein aufgefundenen DNA-Fragmenten Dinosaurier wieder zum Leben zu erwecken. Zu diesem Zweck gründete er die "InGen"-Company, die auf einer Insel nahe Costa Rica einen von lebenden Dinosauriern bewohnten Vergnügungspark betreiben wollte.
Kurz vor seiner Eröffnung aber brachen die Sicherheitssysteme im "Jurassic Park" zusammen. Die Dinosaurier gelangten in Freiheit und mußten getötet werden. Die Insel wurde für die Öffentlichkeit geschlossen. Ein Nachspiel hatten die Ereignisse kaum. Alle in das Projekt involvierten versuchten die Tatsachen zu vertuschen.
"InGen" war darauf bedacht, seine Haftung zu beschränken. Die Regierung von Costa Rica war bemüht, ihr Image als Touristen-Dorado zu wahren - und die seinerzeit als Ratgeber engagierten und beteiligten Wissenschaftler wurden zu strengstem Stillschweigen verpflichtet. Doch dann findet Dr. Ian Malcolm heraus ... etwas hat überlebt!
Malcolms Vermutung ist der Startschuß zu einem atemberaubenden und atemstockenden Abenteuer. Malcolm landet mit einer kleinen Crew auf Isla Sorna, der Nachbarinsel des ehemaligen Jurassic Park. Auf Sorna befanden sich die Gen-Labors, in denen Hammond die Saurier züchten ließ.
In dieser, leichtsinnigerweise nicht gänzlich zerstörten Retorte hat sich in den vergangenen vier Jahren neues Leben entwickelt, eine mittlerweise gewaltige Saurier-Population aller Arten - friedliche Pflanzenfresser ebenso wie riesige, tödliche T-Rex. Im Auftrag Hammonds soll Malcolms Team das prähistorische Leben auf Sorna lediglich dokumentieren.
Gleichzeitig landet jedoch auch eine Tierfänger-Crew auf dem Eiland mit einem eindeutigen Auftrag: einen T-Rex für einen neuen "Jurassic Park" inmitten der Millionenstadt San Diego zu fangen ...
Filmkritiken
Filmkritik von Gerhard Heeke
Dirk Jasper FilmLexikon: Etwas hat überlebt. Der grandiose Dinosaurier-Thriller, der die Welt erschütterte, meldet sich mit Gebrüll zurück. Und Steven Spielberg tut erneut, was er nicht lassen kann: atemlose Spannung erzeugen und urigen Viechern Leben einhauchen, bis das Blut gefriert. Jeff Goldblum kämpft als Dr. Ian Malcolm um das eigene Leben, während ein Special Effect den anderen jagt.
film-dienst 15/1997: Motive aus zahllosen Vorbildern der Filmgeschichte fügen sich zu einem technisch erstaunlich realisierten Film der großen und grellen Effekte zusammen, der zirzensische Unterhaltung liefert. Etliche Szenen sind für Kinder zu schreckhaft und belastend.
TV Movie 16/1997: Der von Kritikern geäußerte Vorwurf, Story und Figuren fehle es an Tiefe, ist berechtigt. Nur: Wer will eine Charakterstudie, wenn an jeder Ecke ein herrlich destruktiver Dino lauert? "Vergessene Welt" ist Popcorn-Kino par excellence, dessen Horror-Szenario allerdings so manchem Kind die Saurierliebe vergällen dürfte.
TV Spielfilm 16/1997: Spannung, Action, superbe Dinos - wen stören da kleine Ungereimtheiten!
TV Today 16/1997: in schwacher Spielberg ist immer noch ein starker Film. Doch das gewisse Etwas fehlt.