Kopenhagen, 18. Mai 1993. Drei Personen erleben die dramatischen Ereignisse eines außergewöhnlichen Tages, an dessen Ende sie neu über ihr Leben nachdenken müssen.
Eine Sängerin, die auf die große Karriere hofft, ein Handelsvertreter, der den entscheidenden Geschäftsabschluß plant, und ein aus der Heilanstalt entflohener psychisch kranker Mann, der hinter seinem Charme und seiner Intelligenz ein bedrohliches Gewaltpotential verbirgt.
Die drei Episoden sind eng miteinander verflochten und steuern mit beklemmender Notwendigkeit auf ein katastrophales Ende zu.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Der 18. Mai 1993 war der Tag, an dem die Dänen in einer zweiten Volksabstimmung beschlossen, den Maastrichter Verträgen beizutreten. Voll Wildheit, Widersinn und Präzision stellt "Ein Tag im Mai" drei Episoden voller Poesie und Dynamik ins Umfeld der europäischen Geschichte. Ganz beiläufig und unbemerkt rückt dabei in Ronnow-Klarlunds Spielfilmdebüt die Geschichte ins Zentrum.
film-dienst 11/1997: Farblich unterschiedlich gestaltet, verbindet die Episoden der geschickte Einsatz der Handkamera und die atemlose Dichte der Inszenierung. Eine beeindruckende Parabel über die Gemütsverfassung in einer Zeit des politischen Umbruchs, dem sich auf diejenigen nicht entziehen können, die ihn ignorieren.
Cinema 05/1997: Hervorragend fotografierte und inszenierte "Short Cuts"-Variante.