Gerhard Heeke über Wilde Kreaturen

dass sich nach dem Erfolg von »Ein Fisch namens Wanda« die Hauptdarsteller John Cleese, Jamie Lee Curtis, Michael Palin und Kevin Kline nicht schon eher wieder zusammengetan mag verwundern. Aber der zeitliche Abstand hat dem aktuellen Film »Wilde Kreaturen« gut getan. Denn ansonsten wäre der Vergleich zum Fisch... Film noch öfter angestellt worden und damit tut man den »Wilden Kreaturen« unrecht. Dann eine Fortsetzung ist der Film nun ganz und gar nicht.

Die Komikertruppe betreut nun einen ziemlich heruntergekommen Zoo, der von einem Finanzhai aufgekauft worden ist. Nach den Vorstellungen des neuen Besitzers soll der Zoo nur noch gefährliche Bestien seinem Publikum zeigen, damit es in der Kasse des Finanzmoguls auf kräftig klingelt. Etwas schwierig für einen Zoo, dessen gefährlichste Angehörigen zu den Meerkätzchen gehören ...

»Wilde Kreaturen« kann eine tolle Komikertruppe, schräge Ideen und viel eindeutig zweideutigen Witz aufweisen. Wer vor allem mit letzteren zurecht kommt, sieht eine tolle Komödie. Die typisch britische Schärfe ist in Hollywood allerdings etwas unter die Räder gekommen. Das Quartett ist gradliniger, der Humor nicht mehr ganz so schwarz. Aber dennoch ist »Wilde Kreaturen« eine der besseren Komödien. Denn die Chemie zwischen den Akteuren stimmt und alle sind mit Liebe dabei. Ich wünsche einen lustigen Kinoabend.

Fazit: Gute Komödie mit guten Darstellern

6 von 10 wilden Kreaturen

Dirk Jasper FilmLexikon
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