Jack sieht aus wie ein kerngesunder reifer Mann in der Mitte seines Lebens. Doch tatsächlich ist er erst zehn Jahre alt.
Jack kam mit einer außergewöhnlichen genetischen Fehlprogrammierung zur Welt, so dass sein Körper viermal schneller altert als normal.
Er lebt behütet, aber auch abgeschottet zusammen mit seinen Eltern und erhält seine Schulbildung durch den wundervollen Privatlehrer Mr. Woodruff.
Mit dessen Hilfe kann Jack seine Eltern überzeugen, dass er den Umgang mit Gleichaltrigen braucht, egal, wie "anders" er auch sein mag. Und so beginnt das größte Abenteuer in Jacks Leben - die 5. Klasse ...
Filmkritiken
Filmkritik von Ernst Corinth
Filmkritik von Gerhard Heeke
Dirk Jasper FilmLexikon: Nach der bislang längsten Regiepause seiner Karriere zaubert der fünfmalige Oscar-Preisträger und begnadete Geschichtenerzähler Francis Ford Coppola mit "Jack" eine wundervolle Tragikomödie auf die Leinwand. Robin Williams, dreimal nominiert für den Academy Award, spielt die ihm auf den Leib geschriebene Rolle eines 10jährigen Jungen, der durch einen (in dieser Ausprägung fiktiven) genetischen Fehler viermal schneller altert als andere Menschen. Durch erzählerische Wucht, einfühlsame Darstellungen und subtile Stilisierungen entsteht ein genauso rührendes wie amüsantes Märchen. Eine Parabel über Kindheit, Erwachsensein und Älterwerden, die - zärtlich beobachtend - tiefe Emotionen weckt. Die Geschichte eines Jungen, dessen Licht nur kurze Zeit zu brennen hat und der, genauso wie seine Umgebung, lernen muß, dass es aus diesem Grunde heller brennen muß.
Die Woche 06.06.1997: Tränenziehend gemeinte, aber altklug wirkende Sätze über das Leben, das Altern und den Tod geben der Geschichte dann den Rest. Auch die Besetzung der Hauptrolle mit Robin Williams ist wenig glücklich. Zwar nimmt man dem Mimen ab, dass er auch privat im Power-Rangers-Schlafanzug zu Bett geht, aber den infantilen Kasper hat er in letzter Zeit so häufig dargestellt, dass jedes überraschende Moment selbst dann verpufft, wenn er ohne Probleme den "Playboy" - und so den Respekt seiner Schulkameraden in der vierten Klasse - kaufen kann. Die statische, gegenüber Epen wie "Der Pate" geradezu gerontologisch anmutende Inszenierung sorgt dann dafür, dass nur einer viermal so schnell alter wie gewöhnlich: Der Zuschauer beim Betrachten von "Jack".
TV Movie 12/1997: Die Erkenntnis dieser Parabel über Kindheit, Erwachsensein und Älterwerden: Das Leben ist kurz, drum nutze die Zeit. Von einem Regisseur, der einst mit "Apocalypse Now" Filmgeschichte schrieb, darf mal allerdings mehr als nur Platitüden erwarten. Immerhin: Robin Williams überzeugt in dem stromlinienförmigen Familienfilm als Mann, in dem ein kleiner Junge steckt. Eine Überraschung ist das aber nicht.
film-dienst 11/1997: Ein Plädoyer für intensivierte Lebenserfahrung im Angesicht des Todes, die für einen Kinder- und Familienfilm ernste Fragen aufwirft, die auf spielerische Art beantwortet werden; detailverliebt und in kleinem Rahmen inszeniert.
TV Hören und Sehen 23/1997: Ernst gibt er sich in seinem neuesten Film "Jack" - einem eher epischen Werk.
TV Spielfilm 12/1997: Robin Williams ist gut, aber der Film geht in die falsche Richtung. Traurig.
Cinema 06/1997: Weder originell noch lustig: Robin Williams macht den Kasper.