Gerhard Heeke über Das fünfte Element

Für einen Chemiker ist "Das fünfte Element" Bor. Aber nicht für den Regisseuer Luc Besson. Er richtet sich nach den alten alchimistischen Vorstellungen. Danach sind die ersten vier Elemente: Erde, Feuer, Wasser und Luft. Was Mr. Besson für das fünfte Element hält, sei in dieser Kritik nicht verraten. Ich möchte ja keinem die Spannung nehmen.

Genügend Spannung erlebt jedenfalls der Taxifahrer Korben Dallas (Bruce Willis). dass er zudem Ex-Major einer Spezialeinheit ist, ist sowohl sein Glück als auch sein Verhängnis, als eines elendigen Tages aufeinmal die Schönheit Leeloo (Milla Jovovich), im wahrsten Sinnes des Wortes, in sein Taxi platzt. Er glaubt ihr, die sich selbst als höheres göttliches Wesen bezeichnet, kein Wort. Aber merkwürdig ist es schon, dass auf einmal nicht nur die Polizei und die Schlägertruppen des skrupellosen Millionärs Zorg (Gary Oldman) sondern auch eine intergalaktische Söldnertruppe hinter ihm her ist. Auch der Priester zudem ihm Leeloo führt, benimmt sich reichlich komisch. Als dann auch noch sein früherer Vorgesetzter ihm eröffnet nur er könne die Welt retten fühlt sich nicht nur der Zuschauer wie in einem Computerspiel ...

"Das fünfte Element" ist ein Science Fictionfilm der Ausnahmeklasse. Er ist einfach genial. Nicht nur das dass die Schauspieler erstklassig sind. Nein es stimmt einfach alles. Angefangen von der Dekoration über die Kostüme hin zu den Charakteren und den Dialogen. Die Computergrafiken sind erste Sahne. Die Dialoge sprühen vor Witz. Den Schauspielern kann man ihre Spielfreude am Gesicht ablesen.

Auch wenn die Geschichte an sich reichlich banal ist, merkt man es während des Films kaum. Denn es gibt immer was zu staunen, zu gucken oder zu lachen. Der Film reißt einen einfach mit. So muß Kino sein. Auch die Action kommt (Bruce sei dank) nicht zu kurz.

Dank der guten Kamera konnten die SFX aus dem Computer nahtlos integriert werden.

Und wenn alles schon so gut ist, kann die Filmmusik nicht zurückstehen. Die Musik, die Bilder und die Geschichte verschmelzen in einigen Szenen richtig miteinander, so dass ein wahrhaftig ein neues Element entsteht.

Fazit: Kino der Spitzenklasse. Meine SF Empfehlung dieses Sommers

9 von 10 Periodentafeln

Dirk Jasper FilmLexikon
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