Encore - Immer wieder die Frauen

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Encore - Immer wieder die Frauen
Titel Frankreich: Encore
Genre: Liebeskomödie
Farbe, Frankreich, 1996

Kino Deutschland: 1997-06-26
Laufzeit Kino: 96 Minuten
Kinoverleih D: Filmwelt-Prokino



Szenenfoto Abel Vichac, Philosophieprofessor und erfolgreicher Autor, geht es nicht gut. Seine Gedanken kreisen Tag und Nacht um ein Wort. Er kann nicht mehr schlafen, er kann nicht mehr schreiben, ihm fällt nichts mehr ein.

Statt dessen holt ihn die Vergangenheit ein. Sie nimmt Gestalt an in Olga, der Ex-Freundin seines Bruders Thomas. Die Beziehung zu dieser Frau ist für Abel alles andere als leicht.

Währenddessen tobt seine Frau Aliette immer wieder vor Eifersucht, wenn er verspätet nach Hause kommt. Sie könnte berechtigte Gründe haben. Abel läßt sich von einem Flirt in den nächsten treiben. Es ist unmöglich, allein zu leben, ist es deshalb automatisch möglich, zu zweit zu leben?

Abel Vichac, begegnet im Cafe einer Studentin, die sich als Aurore ausgibt und vorgibt, ein Referat über sein letztes Buch geschrieben zu haben. Einige Tage später taucht Vichac, der inzwischen das Referat (und die Adresse) von Aurore gefunden hat, in ihrer Wohnung auf.

Das ist der Ausgangspunkt für eine Reihe von Verwechslungen, Liebeswirren und Verführungsstrategien ... Mal kommt es zum Sex, mal nicht.

Die Fragen der Beziehungen sind schwierig, und er kommt nicht weiter. Zu den Frauen, in deren Liebesleben Abel involviert wird oder sich hineinziehen läßt, zählen vor allem Florence, Catherine und Aurore ...


SzenenfotoDarsteller: Jackie Berroyer (Professor Abel Vichac), Valeria Bruni Tedeschi (Aliette), Natacha Regnier (Catherine), Laurence Cote (Florence), Helene Fillieres (Aurore), Michel Masse (Thomas), Louis do de Lencquesaing (Bruno), Fabrice Desplechin (Henri), Mei Zhou (Lin Tong), Eva Ionesco (Olga), Elisabeth Kaza (Mrs. Logan), Morgane Maugrain (Louise B.), Ursula Canto (Ana Paula), Pascal Bonitzer (Bergere)

Regie: Pascal Bonitzer

Stab: • Produzenten: Claude Kunetz für Paris New York Production • Drehbuch: Pascal Bonitzer • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Emmanuel Machuel • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Antoine Platteau • Schnitt: Suzanne Koch • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Frederic Ullmann • Toneffektschnitt: Dominique Gaborieau • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Die französischen FilmemacherInnen haben sich in der letzten Zeit immer mehr darauf spezialisiert, kleine, alltägliche Geschichten so zu erzählen, dass man sich des Gefühls nicht erwehren kann, genau das Gleiche könne einem jeden Moment auch passieren. Wie Pascal Bonitzer über seinen Film sagt, wolle er davon erzählen, wie es ist, wenn man in seinem Leben an einem Punkt angelangt ist, an dem man auf eine "Unmöglichkeit" stößt: "Es ist unmöglich, so zu leben wie bisher, aber genauso unmöglich, anders zu leben."

TV Movie 13/1997: Mit seinen Storys fürs Autorenkino erwarb sich Pascal Bonitzer den Ruf des "düstersten Drehbuchautors von Paris". Klar, dass er in seinem Regiedebüt eher auf leise Ironie setzt als auf derbe Kalauer. In pointierten Dialogen redet sich Jackie Berroyer als Midlife-crisis-geplagter Denker seine Sorgen von der Seele - und überzeugt dabei als kauzig-charmanter "Stadtneurotiker" von Paris. Das Ergebnis wirkt wie ein Woody Allen auf französisch: viel Hintersinn, wenig Albernheiten.

film-dienst 13/1997: Melancholische Komödie mit einer intellektuellen Versuchsanordnung, jedoch kein Thesenfilm, sondern durchaus sinnliches Kino, das durch seinen strengen Aufbau und die exzellenten Darsteller überzeugt.

Die Woche 27.06.1997: Gedreht aber hat er einen sehr feinen Mischling - komisch und intelligent, populär und gar nicht nervtötend.

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