In einem Waldstück nahe San Francisco beobachtet die junge Emu O'Hara ein grausames Verbrechen. Ein gutaussehender Asiate erschießt drei Männer. Sein Gesicht zeigt dabei keine Regung - doch es fließt eine Träne aus seinem rechten Auge. Der Killer tritt auf Emu zu und stellt sich vor: Sein Name ist Yo. Ein Lidschlag später ist er spurlos verschwunden.
In Asien, erfährt Emu bald, hat es eine besondere Bedeutung, wenn ein Mörder sich einem vorstellt. Es heißt, man sei das nächste Opfer. So steht Emu, die mittlerweile in ihre Heimatstadt Vancouver zurückgekehrt ist, rund um die Uhr unter Polizeischutz.
Doch Emu hat keine Angst. Im Gegenteil: Sie ist fasziniert und besessen von dem weinenden Killer. Er ist ein Mann, der ihr das bringen wird, wonach sie sich schon lange sehnt: Den Tod. Die Erlösung von einem Leben, das ihr keine Freude zu geben vermag.
Mittlerweile ist auch der Yakuza-Boß Shudo Shimazaki in Vancouver eingetroffen. Sein Sohn war eines der Opfer des "Crying Freeman", wie Yo in Mafiakreisen genannt wird.
Shimazaki drängt die kanadischen Polizisten Detective Nitta und Detective Forge, Emu als Lockvogel zu benutzen, um Yo zu fassen. Doch als Shimazaki das Polizeirevier verläßt, wird er erschossen. Der Täter ist maskiert - doch eine Träne hinter der Maske verrät seine Identität.
Eines Nachts ist es dann soweit: Yo erscheint in Emus Villa. Und Emu, bereit, dem Tod ins Auge zu blicken, hat nur noch eine letzte Bitte: Sie möchte, dass Yo der erste und letzte Liebhaber ihres Lebens sein soll.
Während der Mörder und sein Opfer im Liebesspiel versunken sind, lauert draußen vor dem Haus Shimazakis Mafia-Thronerbe Ryuji, um seinem Clan Yos Kopf zu bringen. Und von diesem Moment an beginnt ein morbider, sinnlicher und brutaler Alptraum ...
Filmkritiken
TV Movie 11/1997: Der Gang ins Kino lohnt sich auch für jene, die den Film bereits auf Video gesehen haben. Denn nur auf der großen Leinwand kommt die Farbenpracht und visuelle Eleganz des stilsichere inszenierten Killer-Dramas zur Geltung. Die Diskrepanz zwischen üppiger Bildpracht und dünnem Plot ist im übrigen kein Grund zur Traurigkeit: Die spektakulären Actionsequenzen erreichen John-Woo-Niveau.
film-dienst 11/1997: Die inszenatorisch eindrucksvolle Verfilmung eines in Japan berühmten Comic-Buches als rasantes, extrem stilisiertes Action- und Kampf-"Märchen". Der Film findet für die mythische Bilderwelt der gezeichneten Vorlage eine eigenständige Entsprechung, wobei er die zahlreichen Grausamkeiten als "genre-immanent" einbezieht, sie aber nicht hinterfragt.
TV Spielfilm 11/1997: Ob's sich lohnt?