Victory

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Victory
Titel USA: Victory
Genre: Psychothriller
Farbe, USA, 1997

Kino Deutschland: 1997-07-31
Laufzeit Kino: 98 Minuten
Kinoverleih D: Jugendfilm



Szenenfoto Axel Heyst lebt in der selbsterwählten Isolation, fernab der Welt, mit der er nichts mehr zu tun haben will, auf Samburan im Malaiischen Archipel.

Doch als es ihn gezwungenermaßen in den nächsten Hafen verschlägt, ändern sich seine Einstellung und sein Leben mit einem Schlag.

Er befreit die hübsche Alma aus der Knechtschaft von Ziangiacomos Mädchen-Kapelle, deren vordergründiges Ziel wohl nicht nur die musikalische Unterhaltung der europäischen Herrschaften in Ostindien ist.

Zurück auf Samburan wird das grundverschiedene Paar jedoch bald von drei finsteren Gesellen heimgesucht, angeführt von dem opiumabhängigen Mr. Jones, der es auf den vermeintlichen Reichtum Heysts abgesehen hat.

Das tropische Eiland Samburan wird zum Schauplatz eines gefährlichen, psychologischen Katz- und Maus-Spiels zwischen allen Beteiligten.


SzenenfotoDarsteller: Willem Dafoe (Axel Heyst), Sam Neill (Mr. Jones), Irene Jacob (Alma), Rufus Sewell (Martin Ricardo), Jean Yanne (Schomberg), Ho Yi (Wang), Bill Paterson (Captain Davidson), Irm Hermann (Mrs. Schomberg), Graziano Marcelli (Pedro), Hansi Jochmann (Mrs. Ziangiacomo)

Regie: Mark Peploe

Stab: • Produzenten: Simon Bosanquet für UGC Images / Recorded Picture Company / Studio Babelsberg / Extrafilm • Drehbuch: Mark Peploe, Frederick Seidel • Vorlage: Roman "Victory" von Joseph Conrad • Filmmusik: Nikolaus Glowna • Kamera: Bruno de Keyzer • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Luciana Arrighi • Schnitt: Tony Lawson • Kostüme: Louise Stjernsward • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Mark Peploes Verfilmung des 1915 veröffentlichten Romans "Victory" von Joseph Conrad erzählt eine bewegende Liebesgeschichte über einen Mann, der seinen Glauben an die Menschheit verloren hat, und über eine Frau, die ihm hilft, wieder Vertrauen zu fassen. Ein mitreißender und packender Psychothriller nimmt seinen Lauf vor dem exotischen Panorama eines exotischen Paradieses. Ein Spiel, in dem alle Beteiligten ihre Seelen öffnen und um den Sieg kämpfen. Ein spannendes Abenteuer mit sorgfältig gezeichneten und hervorragend dargestellten Charakteren, ebenso wie ein einfühlsames Gleichnis auf die zerstörerische Kraft der Kolonialisierung.

Die Woche 01.08.1997: Was Mark Peploe aus Conrads Stoff gemacht hat, ist weder Romanze noch etwa Abenteuersage oder beklemmendes Krimi-Kammerspiel, sondern bloß eine lust- und hilflos heruntergekurbelte Aneinanderreihung von Klischee-Postkarten: so hilflos, rein und schön die Dame, so tapfer (und entsprechend langweilig) ihr Ritter, so dreckig grinsend und gar schröcklich augenrollend die noch dazu dem Drogenkonsum frönenden Bösen. Nichts kann einen bei dieser seltsamen Mixtur aus Schundroman und unfreiwilliger Posse überraschen, die Rollenführung des völlig uninspirierten Startrios Dafoe, Neill & Jacob ist konsequent wie beim Kasperletheater - und der Soundtrack schmalzt hilflos über das alberne Geschehen.

film-dienst 15/1997: Verfilmung eines um 1913 in der malaiischen Inselwelt spielenden Abenteuerromans von Joseph Conrad, die weder als episches Abenteuer noch als psychologisches Kammerspiel mit (Psycho-)Thriller-Anklängen überzeugt. Auch das routiniert spielende Star-Ensemble hilft dem Film nicht über seine gepflegte Langeweile hinweg.

TV Movie 16/1997: Der Film beginnt wie eine nostalgisch angehauchte, perfekt ausstaffierte Romanverfilmung. Entsprechend gepflegt schleichen sich die Thriller-Elemente durch die Hintertür ein - und verpuffen. Ebensowenig überzeugt Willem Dafoes sensible Harmlosigkeit. Großartig dagegen die fernöstliche Naturkulisse und Sam Neills schmierig-träge Bösartigkeit.

TV Spielfilm 16/1997: Ausnehmend gute Darsteller in einer manchmal arg angestrengten Literaturverfilmung.

TV Today 16/1997: Emotionsloses, schleppend inszeniertes und lieblos gespieltes Bildungsbürgerkino. Lieber gleich das Buch lesen!



SzenenfotoBemerkungen

"Victory" wurde innerhalb von 12 Wochen in Indonesien, Malaysia und auf dem Gelände des Studio Babelsberg gedreht.

Die Postproduktion fand in London statt. Komponist Nikolaus Glowna nahm die Filmmusik in Berlin und München auf.

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