Gridlock'd - voll drauf!

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Interview mit Tim Roth •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Gridlock'd - voll drauf!
Titel USA: Gridlock'd
Genre: Komödie
Farbe, USA, 1997, FSK 16

Kino Deutschland: 1997-08-07
Laufzeit Kino: 91 Minuten
Kinoverleih D: PolyGram

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1998-8. KW
Kaufkassette: 1998-35. KW
Laufzeit Video: 87 Minuten
Anbieter: PolyGram


Szenenfoto Sretch und Spoon sind Freunde. Die besten,die sich auch schon einmal den letzten Krümel Stoff teilen. Stretch ist das durchgeknallte, weiße Schlitzohr und Spoon ein sensibler Schwarzer, der den Mist, den sein chaotischer Freund verbockt, immer wieder geradebiegt. Und da ist Cookie, die Leadsängerin mit dem gewissen Etwas in der Stimme, die das Trio komplettiert.

Wenn die drei auf der Bühne stehen, ist ihre Welt in Ordnung, und alles ist einfach nur noch ... cool. Doch an einem Sylvesterabend passiert es: Cookie nimmt eine Überdosis und wacht nicht mehr auf. Panisch schleppen Strech und Spoon sie ins Krankenhaus. Bevor ihrer Freundin geholfen wird, müssen sie sich lang und breit mit Formalitäten aufhalten.

Geschockt von Cookies Zustand beschließt Spoon, endlich clean zu werden. Ein Vorsatz, den er aber nur gemeinsam mit seinem besten Freund in die Tat umsetzten will. Doch noch schwerer, als den verdammten Junkie Spoon zum Mitmachen zu animieren, ist es, die US-Behörden zu überzeugen, dass sie Hilfe benötigen.

Was die beiden Freunde dabei erleben, ist ein wahrer Alptraum an Bürokratie: Formulare, Versicherungsausweise, Wartenummern, genervte Sekretärinnen und überforderte Angestellte, die sich einen Dreck um Junkies kümmern - die ganze Palette sozialen Wahnsinns.

Um das Maß voll zu machen, hängen sich Drogendealer und die Polizei an die Fersen von Stretch und Spoon. Statt sich in Ruhe auf den Entzug vorzubereiten, müssen die beiden mehr denn je um ihr Leben fürchten ...


SzenenfotoDarsteller: Tim Roth (Stretch), Tupac Shakur (Spoon), Thandie Newton (Cookie), Charles Fleischer (Mr. Woodson), Howard Hesseman (Blinder Mann), James Pickens jr. (Vorgesetzter), John Sayles (Polizist 1), Eric Payne (Polizist 2), Vondie Curtis Hall (D-Reper), Tom Towles (D-Repers Handlanger), Tom Wright (Koolald)

Regie: Vondie Curtis Hall

Stab: • Produzenten: Damian Jones, Paul Webster, Erica Huggins für Interscope • Drehbuch: Vondie Curtis Hall • Vorlage: - • Musik: Stewart Copeland • Kamera: Bill Pope • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Dan Bishop • Schnitt: Christopher Koefoed • Kostüme: Marie France • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Filmkritik von Gerhard Heeke

Dirk Jasper FilmLexikon: Das Regiedebüt von Vondie Curtis Hall ist eine sarkastische schwarze Komödie über Bürokratensumpf, Lebenshunger und wahre Freundschaft.

TV Movie 16/1997: Süchtige im Elend, unfreundliche Bürokraten, schießwütige Dealer - die meisten Regisseure hätten aus diesem Stoff ein moralinsaures Antidrogen-Drama, eine triste Sozialstudie oder einen blutigen Action-Thriller gemacht. Nicht so Vondie Curtis Hall: Der Schauspieler ("Passion Fish", "Chicago Hope") würzte das Drehbuch seines Regie-Erstlings mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humors. Außerdem verarbeitete Hall Erfahrungen, die er selbst als Heroinabhängiger gemacht hat.

film-dienst 16/1997: Schwarze Komödie voller (Selbst-) Ironie und Sarkasmus, die von hervorragenden Schauspielern und einem packenden Inszenierungsstil getragen wird und die bedingungslose Freundschaft der beiden Männer ebenso sensibel wie psychologisch stimmig skizziert.

TV Spielfilm 16/1997: Böse, genau, witzig und auf den Punkt. Wann haben Sie zuletzt über den Entzug gelacht?

TV Today 16/1997: Rauhe Komödie, die einen delikaten Stoff ohne Sozialromantik und mit grimmigem Humor rüberbringt.

Dirk Jasper FilmLexikon
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