Kolberg

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Kolberg / 30. Januar 1945 (Kolberg)
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 1945, FSK 16

Kino Deutschland: 1945-01-30
Laufzeit Kino: 111 Minuten
Kinoverleih D: UFA



Szenenfoto Die Geschichte vom Kampf der Festung Kolberg unter Leitung des preußischen Generalfeldmarschalls Graf Neidhardt von Gneisenau gegen die französischen Besatzer in den Jahren 1806 und 1807.

Die Stadt steht bereits vor der Kapitulation, als Gneisenau und seine Gefolgsleute die Initiative an sich reißen und in scheinbar auswegloser Situation über die Feinde triumphieren.


SzenenfotoDarsteller: Kristina Söderbaum (Maria), Heinrich George (Nettelbeck), Paul Wegener (Loucadou), Horst Caspar (Graf Neidhardt von Gneisenau), Gustav Diessl (Schill), Otto Wernicke, Kurt Meisel

Regie: Veit Harlan

Stab: • Produzenten: UFA • Drehbuch: Veit Harlan, Alfred Braun • Vorlage: - • Filmmusik: Norbert Schultze • Kamera: Bruno Mondi • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Wolfgang Schleif • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Lexikon des internationalen Films: Der 1943/44 mit großen Aufwand an Menschen und Material im Auftrag von Goebbels inszenierte Durchhaltefilm "Kolberg" schildert in tendenziös verfälschter Weise den Widerstand der Kolberger Bürger gegen die Truppen Napoleons in den Jahren 1806/07. Es wurde der letzte fertiggestellte Spielfilm aus der nationalsozialistischen Propaganda-Fabrik, ein monumentales Dokument der Geschichtsverfälschung, Anmaßung und fatalen Vereinnahmung, zudem inszenatorisch eher schwach. Nachdem der Film lange Jahre in den Archiven verschwunden war, kam er als "30. Januar 1945 (Kolberg)" in vollständiger Fassung 1965 wieder in die Kinos, umrankt von einer erklärenden Dokumentation, die den Film in die Verhältnisse zur Zeit seiner Entstehung einzuordnen versuchte, indem sie die im Film geschilderten Ereignisse den tatsächlichen Begebenheiten entgegensetzte. In den Vorspann wurde auch die vollständige "Deutsche Wochenschau" Nr. 3/1945 eingearbeitet. Ein durchaus ernsthafter und mit Sachkenntnis unternommener, insgesamt aber dennoch nicht überzeugender Versuch, ideologische NS-Filme als Diskussionsangebot und "zeithistorische Belehrung" wieder ins Kino zu bringen.


SzenenfotoBemerkungen

Die Dreharbeiten begannen im Sommer 1943 und endeten Herbst 1944.

Goebbels gab am 1. Juni 1943 an Veit Harlan die Anweisung, "Kolberg" zu drehen und arbeitete auch am Drehbuch mit. Er war mit der Endfassung des Films nicht einverstanden, auf seine Anweisung hin mußte Wolfgang Liebeneiner den Film nach einem genau vorgegebenen Plan gegen den Willen von Veit Harlan umschneiden.

Die Premiere fand zeitgleich in Berlin (Tauentzien-Palast) und im eingeschlossenen La Rochelle in Frankreich statt.

Der Film wurde mit einem Rekordetat von 8,5 Millionen Reichsmark gedreht.

1965 wurde der Film mit einer Dokumentation versehen und neu in die deutschen Kinos gebracht.

Dirk Jasper FilmLexikon
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