Ausführlicher Inhalt zu Men In Black

Die Beamten der US-Einwanderungsbehörde staunen nicht schlecht, als sich plötzlich zwei seltsame Herren in schwarzen Anzügen in ihre Operation einmischen. Gerade waren sie nämlich dabei, des nachts auf der Landstraße einen Kleinbus voll illegaler mexikanischer Immigranten zu stoppen, als die beiden geheimnisvollen Männer das Kommando übernehmen. Sie lassen alle Mexikaner laufen - bis auf einen, mit dem sie sich ein Stück in die Wüste zurückziehen.

Was die perplexen Grenzer nicht ahnen, ist, dass sich im Körper dieses Mannes ein Außerirdischer namens Mikey verbirgt, der schon seit geraumer Zeit versucht, über die grüne Grenze in die USA einzureisen. Und die beiden Männer mit den dunklen Anzügen und den noch dunkleren Ray-Ban-Sonnenbrillen sind "Men In Black", Spezialagenten der Alien-Abwehr.

Die "Men In Black", oder kurz: MIBs, sind die einzigen Menschen, die das große Geheimnis kennen: Auf der Erde wimmelt es nur so von Außerirdischen! Aliens der unterschiedlichsten Sorte haben sich, als Menschen getarnt, auf dem Planeten breitgemacht. Einige von ihnen werden geduldet, da sie von freundlicher Wesensart sind, andere werden dagegen erbarmungslos aufgespürt, gejagt, vertrieben oder gar vernichtet. Wer, wie die armen Grenzbeamten, durch Zufall in die Aktivitäten der MIBs verwickelt wird oder gar einen Blick auf die unverhüllten Aliens wirft, bekommt von den "Men In Black" mit einem Spezialgerät prompt das Kurzzeitgedächtnis gelöscht.

Einer der Veteranen der Alien-Abwehr ist Agent K (Tommy Lee Jones), ein wortkarger Mann mit melancholischer Ader, der sich an sein Schicksal gewöhnt hat: Wie alle "Men In Black" darf auch er keinerlei zwischenmenschliche Kontakte haben, weder Ehefrau noch Kind. Doch Ks aktive Zeit als Alienschreck neigt sich dem Ende zu - und so macht er sich auf die Suche nach einem Nachfolger.

Der naht in Person eines aufgedrehten Cops (Will Smith), der seinen Vorgesetzten gar Unglaubliches zu berichten hat: Gerade hat er einen Verdächtigen festnehmen wollen, der dann allerdings eine futuristische Waffe auf ihn richtete. Der Cop konnte sie ihm aus der Hand schlagen, woraufhin sie sich in ihre Atome auflöste. Der Verdächtige setzte darob zu einem kräftigen Sprung an, der ihn auf das Dach eines dreißigstöckigen Hauses beförderte. Dort angekommen, teilte er dem verblüfften Gesetzeshüter mit, dass die Tage der Menschheit gezählt seien und setzte seinem Leben dann durch einen gezielten Sprung in die Tiefe ein Ende.

Die Vorgesetzten des Polizisten können diesen Bericht natürlich nur mit kopfschüttelndem Staunen quittieren, Agent K weiß dagegen, dass jedes Wort wahr ist. Nachdem K die seltsame Aussage aus den Köpfen aller Beteiligten gelöscht hat, bittet er den Polizisten zu einem gelinde gesagt eigenwilligen Eignungstest. Da der ihn mit beeindruckendem Ergebnis besteht, wird er sofort rekrutiert: Aus dem schrillen Cop wird ein "Men In Black", Dienstname: Agent J.

Die erste Aufgabe von Agent K und seinem neuen Schützling besteht in einem Besuch im städtischen Leichenschauhaus, wo die Medizinerin Dr. Laurel Weaver (Linda Fiorentino) gerade ein Alien obduziert und verblüfft feststellt, dass die Leiche keinerlei innere Organe besitzt. Agent K richtet seinen Hirnstrahler auf Laurel und löscht ihr Gedächtnis. Da die arme Dr. Weaver seit geraumer Zeit Aliens aufschneidet, ist dies keineswegs die erste Erinnerungs-Terminierung, die sie über sich ergehen lassen muß. Und die permanente Auslöschung ihres Gedächtnisses hat sie im Lauf der Zeit etwas wunderlich werden lassen.

Doch auf Einzelschicksale können die "Men In Black" keine Rücksicht nehmen. Denn in einem anderen Teil des Landes bahnt sich gerade eine Katatsrophe an: Ein besonders gefährliches Alien ist auf einer abgelegenen Farm gelandet und in den Körper des arglosen Landwirts Edgar (Vincent D'Onofrio) geschlüpft. Mit seiner neuen Hülle, die etwas zu weit geraten ist und deshalb im Hals- und Nackenbereich reichlich schlabbert, macht sich das Wesen aus einer anderen Welt auf den Weg nach New York, um eine unheilvolle Mission zu erfüllen: Edgar sucht nach einer mikroskopisch kleinen Galaxie, die ein außerirdischer Exil-Monarch irgendwo in der Stadt versteckt hat. Mit Hilfe dieser Bonsai-Galaxie könnten feindliche Invasoren die Erde mit Leichtigkeit überrumpeln und die Menschen versklaven.

Für Agent K und Agent J beginnt ein atemloser und bizarrer Wettlauf gegen die Zeit: Um Edgars Aufenthaltsort ausfindig zu machen, müssen sie einen außerirdischen Zeugen verhören, dessen Gattin auf dem Rücksitz ihres Autos gerade ein Tentakelmonster zur Welt bringt, einen intergalaktischen Pfandleiher unter Druck setzen, indem sie ihm mehrfach den Kopf zurechtrücken, und einen kleinen Hund ausgiebig schütteln und rütteln, bis er endlich mit seinem Wissen herausrückt.

Als die "Men In Black" dann Edgars Aufenthaltsort tatsächlich ausfindig gemacht haben, ist es fast zu spät: Das Alien hat die Mini-Galaxie bereits in seinen glitschigen Klauen und befindet sich auf dem Weg zu seiner Raumschiff-Abschußbasis im schönen Stadtteil Queens. Wenn Edgar erst einmal die Erde verlassen hat, ist alles zu spät. Und so kommt es zu einem schweißtreibenden, vollkommen durchgeknallten Showdown, der seinesgleichen sucht ...

Dirk Jasper FilmLexikon
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