Gerhard Heeke über Breakdown

Genauso wie in "Breakdown" der Wagen im ersten Drittel des Filmes liegen bleibt, bleibt auch die Spannung und mit im der Film auf der Strecke.

Die Eheleute Jeff und Amy haben ihren Job aufgegeben um auf der anderen Seite des Kontinents neu anzufangen. Sie fahren mit ihrem neuen Wagen durch eine der nordameriknischen Wüstenein. Plötzlich gibt der Wagen den Geist (den der Film leider nicht besitzt) auf und sie sitzen inmitten von viel Landschaft fest. Aber da kommt ein hilfsbereiter Trucker. Er bietet ihnen an, sie zur nächsten Telefonzelle zu fahren. Da Jeff (Kurt Russell) den Wagen nicht allein lassen möchte, fährt nur seine Frau Amy (Kathleen Quinlan) mit. Als sich nach Stunden noch keiner blicken läßt, sieht sich Jeff den Motor noch einmal näher an und findet auch tatsächlich den Fehler. Er fährt bis zum nächsten Diner wo eigentlich seine Frau auf ihn warten sollte. Aber dort ist sie laut Auskunft des unfreundlichen Wirtes nie angekommen ...

Man zieht automatisch parallelen zu solch guten Klassikern wie Spielbergs "Duell" und Sluizers "Spurlos". Aber diese Vergleich sind vollkommen zu hoch gegriffen. Das Drehbuch klaut sich daher zwar einige gute Ideen, ist aber ansonsten sehr einfallslos. Der Zuschauer kann sich mit keiner der Personen identifizieren und leidet demgemäß auch nicht mit ihnen. Man folgt interessiert, aber leicht gelangweilt, den Handlungen der Figuren. Denn mit wirklich überraschenden Wendungen braucht der Zuschauer nicht zu rechnen. Auch wird mir nicht ganz klar, was die Entführer mit ihrem Tun wirklich bezwecken. Für das Risiko, welches sie eingehen, verdienen sie höchstens ein Taschengeld.

Für einen netten Fernsehabend reicht es, aber nicht für eine teure Kinokarte.

Fazit: Die Pannenstatistik des ADAC ist spannender.

3 von 10 gelben Engeln

© Gerhard Heeke © 1999 Next Step Mediendienste GmbH