Ausführlicher Inhalt zu Air Force One

Kasachstan, heute. In einem lebensgefährlichen Einsatz dringt eine Einheit von russischen und amerikanischen Spezialkräften in den Präsidentenpalast ein, in dem der General Radek Jürgen Prochnow herrscht, der Rußland unter seiner Diktatur wieder zusammenführen und zur Militärmacht gegen den Westen aufrüsten will. Die Soldaten überwältigen Radek und bringen ihn ins Gefängnis nach Moskau.

Drei Wochen später sitzt die russische Regierung unter Präsident Petrov (Alan Woolf) mit dem amerikanischen Präsidialstab in Moskau bei einem Gala-Dinner zusammen, um den gelungenen Coup zu feiern. Allein US-Präsident James Marshall Harrison Ford ist nicht nach Champagner. In einer moralischen Grundsatzerklärung sagt er allen terroristischen Regimen in Zukunft den Kampf an, ungeachtet der eigenen politischen Interessen. Der Applaus der Versammlung hallt noch nach, als Marshall sich zur Heimreise wieder an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One begibt.

Gleichzeitig trifft der Reporter Ivan Korshunov Gary Oldman mit einer Gruppe russischer Journalisten ein, die staunend durch das High-Tech-Flugzeug geführt wird. Während der Präsident einen ruhigen Moment mit seiner Frau Grace (Wendy Crewson) und seiner 12jährigen Tochter Alice (Liesel Matthews) genießt, geht die Air Force One auf Heimatkurs.

Über deutschem Luftraum zieht einer der Sicherheitsbeamten (Xander Berkley) plötzlich seine Waffe und erschießt drei seiner Kollegen. Daraufhin springen die russischen "Journalisten" auf und bewaffnen sich zum Entsetzen der hilflosen Besatzung aus dem Arsenal, das der Verräter ihnen öffnet. Die Terroristen schießen sich zum Konferenzraum durch, aus dem der Präsident hastig evakuiert und, obwohl er sich dagegen wehrt, ohne seine Familie zu gehen, in eine Rettungskapsel gebracht wird. Als der Pilot die Schüsse hört, verriegelt er die Tür zum Cockpit und setzt zur Landung auf dem US-Militärflughafen Ramstein an.

Gleichzeitig schrillen im Weißen Haus die Alarmglocken. In aller Eile wird ein Krisenstab unter Leitung der Vizepräsidentin Kathryn Bennett Glenn Close einberufen.

Auf der Air Force One treiben die Terroristen die Geiseln zusammen. Als Korshunov merkt, dass das Flugzeug an Höhe verliert und zur Landung ansetzt, sprengt er die Tür zum Cockpit auf, erschießt die beiden Piloten und läßt einen seiner Männer durchstarten. Donnernd rast die Maschine über die bereitstehenden Spezialkommandos auf dem Rollfeld von Ramstein hinweg und nimmt neuen Kurs: zurück nach Kasachstan. Fünf amerikanische F15-Jäger begleiten nun die Boeing, machtlos.

Gleichzeitig mit dem Weißen Haus erfährt Korshunov, dass die Rettungskapsel abgesprengt wurde und der Präsident wohl nicht mehr an Bord ist. Wütend stellt er seine Bedingungen an Bennett: Die USA sollen Druck auf Moskau machen, General Radek freizulassen, sonst werde alle halbe Stunde eine Geisel erschossen, darunter auch die First Lady und die Präsidententochter. Fieberhaft erwägt der Krisenstab die Möglichkeiten, Marshall könne tot sein, als die Rettungskapsel gefunden wird - leer. Verteidigungsminister Dean (Dean Stockwell) will eine harte Linie fahren und das Flugzeug opfern, um den Forderungen nicht nachzugeben. Bennett jedoch setzt auf Verhandlungen und Zeitgewinn.

Einer aber ist in dem ganzen Chaos übersehen worden: der Präsident selbst. Marshall hatte sich im Unterdeck versteckt und schleicht sich nun an den Bewachern vorbei in seine Kabine, um mit Bennett Kontakt aufzunehmen. Als er von einem der Terroristen entdeckt wird, kommt es zu einem Handgemenge, und Marshall erschießt seinen Gegner.

Noch immer weiß Korshunov nicht, dass der Präsident sich tatsächlich an Bord befindet. Er glaubt, einer der Sicherheitsbeamten habe sich versteckt, und setzt eine fieberhafte Suche nach dem "Saboteur" an. Marshall hat unterdessen im Frachtraum ein Handy im Gepäck gefunden und ist zum Krisenstab durchgedrungen. Gerade erklärt er Bennett die Lage, da wird er von einem der Terroristen entdeckt und unter vorgehaltener Waffe nach oben geführt. Marshall läßt das Handy in seine Tasche gleiten und gibt, verschlüsselt, den Befehl, auf das Flugzeug zu schießen. Bennett versteht, und als eine der F15 eine Rakete abfeuert, reagiert der Bordcomputer automatisch mit einem Ausweichmanöver, das den Terroristen aus dem Gleichgewicht bringt. Marshall überwältigt den Mann. Die einzige Chance, das Flugzeug zu landen, besteht nun darin, Treibstoff abzulassen.

Während Korshunov beginnt, seine schrecklichen Drohungen in die Tat umzusetzen, gelingt es Marshall tatsächlich, die Treibstoffzufuhr zu manipulieren. Erneut entkommt er nach einer wilden Schießerei mit den Terroristen, die ihn daraufhin aufgespürt haben. Doch Korshunov hat, ausgerechnet aus dem Pressematerial über das Flugzeug, erfahren, dass die Air Force One auch in der Luft aufgetankt werden kann, und stellt neue Forderungen.

Marshall ist indes unbemerkt zu den Geiseln gestoßen und führt die Gruppe hinunter in den Frachtraum. Der besonnene Major Caldwell (William H. Macy) kommt auf die Idee, die Leute mit dem Fallschirm abspringen zu lassen, sobald das Tankflugzeug mit der Air Force One auf eine niedrigere Flughöhe gegangen ist.

Im Weißen Haus strengt Verteidigungsminister Dean eine Abstimmung an, die den Präsidenten für entscheidungsunfähig erklären soll, als der Nachrichtensender CNN von der Krise berichtet. Bennett gibt daraufhin vor der Kamera eine Presseerklärung ab, in der sie eingesteht, dass der Präsident nicht außer Gefahr gebracht werden konnte. Die Terroristen sehen die Übertragung an Bord. Korshunov versteht: Marshall muß noch an Bord sein!

Da beginnt der Tanker mit seinem Manöver in der Luft, und während der Treibstoff in die Air Force One läuft, gelingt es vielen der Geiseln abzuspringen. Die Terroristen merken, was geschieht, sprengen die Tür zum Frachtraum auf - und durch den so entstehenden Unterdruck gerät das Flugzeug aus der Balance. Der Tankstutzen reißt ab, Benzin entzündet sich, und die Air Force One kann vor dem explodierenden Tanker gerade noch davonkommen. Doch Marshall ist nun in der Gewalt Korshunovs.

Triumphierend droht der nun, die Tochter des Präsidenten zu erschießen, wenn Radek nicht unverzüglich freigelassen werde. Verzweifelt gibt Marshall nach und veranlaßt die nötigen Schritte. Während Radek in Moskau unter dem Jubel seiner Getreuen das Gefängnis verläßt, beginnt Marshall heimlich, seine Fesseln mit einer Glasscherbe durchzuschneiden.

Er kann sich befreien und liefert sich mit Korshunov einen Kampf auf Leben und Tod. Es kommt zu einer heftigen Schießerei, bei der der Pilot der Air Force One tödlich getroffen wird. Das führerlose Flugzeug rast nun auf kasachstanischen Luftraum zu, während Korshunov und Marshall über der offenstehenden Frachtklappe miteinander ringen...

Dirk Jasper FilmLexikon
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