Der große Irrtum

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der große Irrtum
Titel Italien: Il Conformista
Genre: Drama
Farbe, Italien, Frankreich, Deutschland, 1969, FSK 18

Kino Deutschland: 1971-04-16
Wiederaufführung: 1997-09-05
Laufzeit Kino: 110 Minuten
Kinoverleih D: Die Lupe



Szenenfoto Der geachtete Philosoph Marcello Clerici hat einen Schuldkomplex, seit er als Dreizehnjähriger auf einen zudringlichen Mann schoß. Im Glauben, ihn getötet zu haben, leidet er an einem zwanghaften Drang zur Anpassung.

Beim Aufkommen des Faschismus schließt er sich den Machthabern an und beteiligt sich in der vergeblichen Hoffnung auf moralische Erlösung an einem politischen Mord.

Nach der Zerschlagung des Faschismus entdeckt Marcello in der feiernden Menge den Mann, dessen vermeintlicher Tod ihn ins Unglück und in die wahre Schuld getrieben hat.


SzenenfotoDarsteller: Jean-Louis Trintignant (Marcello Clerici), Stefania Sandrelli (Giulia), Gastone Moschin (Manganiello), Enzo Taroscio (Prof. Quadri), Dominique Sanda (Anna Quadri), Pierre Clementi (Lino Seminara)

Regie: Bernardo Bertolucci

Stab: • Produzenten: Maurizio Lodife, Giovanni Bertolucci für Mars Film / Marianne Production / Maran Film • Drehbuch: Bernardo BertolucciVorlage: Roman "Der große Irrtum" von Alberto Moravia • Filmmusik: Georges Delerue • Kamera: Vittorio Storaro • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Franco Arcalli • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Die Tragödie eines Mannes, der so sein will wie alle anderen und so zum Mitläufer des Faschismus und zum Denunzianten für die Geheimpolizei wird. Kühl beobachtend und stilistisch ausgefeilt analysiert Bertoluccis Film die Bewußtseinswelt des italienischen Bürgertums an einem Modellfalls. Die individuelle wie die politische Geschichte werden hier eng aufeinander bezogen. Eine fesselnde Charakterstudie.

Lexikon des internationalen Films: Individuelle und politische Geschichte werden eng aufeinander bezogen, wobei - trotz handwerklicher Virtuosität - die Verbindung beider Aspekte nicht immer zwingend erscheint.

TV Movie 20/1997: Eine Wiederveröffentlichung von Bertoluccis brillanter Analyse faschistischer Mechanismen.

Cinema 10/1997: Bertoluccis Meisterwerk über das italienische Bürgertum während des Faschismus.

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