187 - Eine tödliche Zahl

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: 187
Titel USA: 187
Genre: Drama
Farbe, USA, 1997, FSK 16

Kino Deutschland: 1997-10-16
Kino USA: 1997-07-30
Laufzeit Kino: 123 Minuten
Kinoverleih D: Concorde-Castle Rock/Turner

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1998-05-05
Laufzeit Video: 114 Minuten
Anbieter: VMP


Szenenfoto Trevor Garfield unterrichtet an einer Highschool in Brooklyn, wo Gewalt zur alltäglichen Realität im Klassenzimmer geworden ist. Bei einer Auseinandersetzung wird er von einem Schüler mit mehreren Messerstichen in den Rücken schwer verletzt.

Als er seine Arbeit ein Jahr später in Los Angeles wieder aufnimmt, muß er feststellen, dass sich hier ein ähnliches Bild zeigt. Doch diesmal ist er entschlossen, den aggressiven und gewalttätigen Schülern mit Härte und Entschlossenheit entgegenzutreten.

Während sein zynischer Kollege Childress sein Durchgreifen nur bewundert, hilft ihm die junge Lehrerin Ellen bei seinem Versuch, wenigstens einige Schüler zu motivieren.


SzenenfotoDarsteller: Samuel L. Jackson (Trevor Garfield), John Heard (Dave Childress), Kelly Rowan (Ellen Henry), Clifton Gonzalez Gonzalez (Cesar), Karina Arroyave (Rita), Jonah Rooney (Stevie Middletown), Lobo Sebastian (Benny Chacon)

Regie: Kevin Reynolds

Stab: • Produzenten: Bruce Davey, Stephen McEveety für Icon Entertainment • Drehbuch: Scott Yagemann • Vorlage: - • Filmmusik: Chris Couridas • Kamera: Ericson Core • Spezialeffekte: Andre Ellingson (Überwachung), Tricia Ashford • Ausstattung: Stephen Storer, Gary Sawaya • Schnitt: Stephen Semel • Kostüme: Darryle Johnson • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper(CyberKino): Nach den logistischen Kraftakten "Waterworld" und "Robin Hood - König der Diebe" richtet Regisseur Kevin Reynolds seinen Fokus auf ein explosiv-brisantes Großstadt-Drama, das thematisch und inhaltlich nicht aktueller und eindringlicher sein könnte. Mit einem entfesselt aufspielenden Samuel L. Jackson und genial-packenden Bildern versetzt Reynolds den Zuschauer mitten hinein in das Kriegsgebiet Schule. In diesem schmerzhaft-realistischen Schreckensszenario jenseits aller Hoffnung erzählt 187 die Geschichte eines Lehrers, der sich seiner Aufgabe mit grenzenlosem Idealismus stellt, seine Träume in einem bankrotten System wie Seifenblasen platzen sieht und zum Gegenangriff übergeht. Die unmittelbare Untergangsstimmung, eine Mischung aus latenter Aggression und Paranoia, wird präzise festgehalten von der innovativen Kameraarbeit von Ericson Core und einem Soundtrack, der die alltäglichen Überlebensängste sicher übersetzt.

TV Spielfilm 21/1997: Hochgestyltes und überlanges High-School-Drama, das die Problematik leider nur antippt.

TV Movie 21/1997: New York in eisigem Blau. L. A. in flirrendem Orange: Mit eingefärbten, teils unscharfen und verwackelten Bildern suggeriert Regisseur Kevin Reynolds dem Zuschauer, die Spirale der Gewalt aus Trevors Perspektive mitzuerleiden. Der bleiern drohende TripHop-Sound (...) hypnotisiert zusätzlich. Faszinierend und verstörend zugleich. Nur das Finale schluckt man nicht: Zu sehr läßt der Drehbuchautor hier den Pädagogen raushängen.

TV Today 21/1997: Eine brutale, unbequeme und kluge Antwort auf Michelle Pfeiffers "Dangerous Minds".

Cinema 10/1997: Yo, die Schule brennt - und Samuel L. Jackson versucht sich im radikalen Ghetto-Drama von "Waterworld"-Regisseur Kevin Reynolds als Ein-Mann-Löschtrupp.

film-dienst 20/1997: Eine bittere, letztlich negative Bestandsaufnahme des US-amerikanischen Schulalltags, getragen von einere an Musikvideos angelehnten Ästhetik und effektiv eingesetzter Musik, deren Klischees der Film unreflektiert übernimmt. Der ambivalenten Darstellung der Lehrer steht eine Dämonisierung der Jugend gegenüber.


SzenenfotoBemerkungen

187 ist der Paragraph im kalifornischen Strafgesetzbuch, in dem Mord behandelt wird. Die Polizei nutzt "One-Eight-Seven" als Abkürzung im Funkverkehr. Jugendgangs haben den Code aufgegriffen und benutzen ihn als unmißverständliche Drohung.

Dirk Jasper FilmLexikon
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