Oscar Wilde lebte von 1854 bis 1900. Er war Dichter und Dandy, Ehemann und Vater, selbsternanntes Genie und Homosexueller.
Höher und höher schwingt sich der verwöhnte Liebling der viktorianischen Gesellschaft, bis ihn seine Liebe zu dem jungen Lord Alfred "Bosie" Douglas zu Fall bringt.
Zuchthaus und Zwangsarbeit sind die Antwort auf sein "Verbrechen". Verarmt und in seiner Heimat verfemt, stirbt der einstige Dichterfürst noch vor dem fünfzigsten Lebensjahr, ein Mann vor seiner Zeit ...
Filmkritiken
film-dienst 21/1997: Getragen von einem hervorragenden Hauptdarsteller und frei von jedem voyeuristischen Kitzel beschreibt der Film den Autor als einen tragisch zerrissenen Charakter, der sich zwischen den "Fronten" seines Begehrens aufreibt. Zwar nicht ohne Längen und mit einigen eher geschmäcklerischen Momenten, insgesamt aber als ambitioniertes Porträt bemerkenswert.
TV Spielfilm 22/1997: Der behäbige Fry und der Schönling Law spielen zwar gekonnt das eher schrullige Pärchen, aber Lebenstragik wird da schon mal zur Leidensposse. Und den legendären Dandy und Lebemann Wilde hat man sich doch eigentlich schillernder und irgendwie auch etwas lässiger gewünscht.
TV Movie 22/1997: Keine Frage: Stephen Fry ist die Idealbesetzung des brillanten, wilden Oscar Wilde! Neben ihm verblassen alle anderen Akteure. Ebenso beeindrucken Ausstattung und Kostümierung. Wer sich für Oscar Wilde und die viktorianische Epoche begeistert, kommt auf seine Kosten.
Cinema 11/1997: Das Bildnis des Oscar Wilde: Brian Gilbert stellt mit dem gepflegt-britischen Dichterporträt die Angst vor der spätviktorianischen Gesellschaft vor Wildes Homosexualität bloß.
TV Today 22/1997: Mehr Kostümdrama als Chronik eines skandalerschütterten Lebens. Aber Fry macht's sehenswert.