Lolita

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Lolita
Titel USA: Lolita
Genre: Erotik-Drama
Farbe, USA, 1997, FSK 18

Kino Deutschland: 1998-01-01
Laufzeit Kino: 137 Minuten
Kinoverleih D: Tobis Filmkunst

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1998-06-02
Kaufkassette: 1998-11-23
Laufzeit Video FSK 18: 133 Minuten
Laufzeit Video FSK 16: 131 Minuten
Anbieter: BMG UFA


Szenenfoto Im Sommer des Jahres 1947 verliebt sich der College-Professor Humbert Humbert rettungslos in die erst zwölfjährige Lolita, und dank einer unglaublichen Verkettung von Umständen gelingt es dem kultiviert-dekadenten Europäer, das Mädchen mit der Zahnspange zu seiner Geliebte zu machen.

Gemeinsam begibt sich das seltsamste allere seltsamen Paare auf eine ziellose Autoreise durch die USA, ein Land, so jung, rätselhaft, kindlich und gefährlich wie Lolita selbst.

Viel zu spät erkennt Humbert, dass sein wieder entdecktes Paradies der Vorhof zur Hölle ist und er systhematisch zerstört, was er liebt.


SzenenfotoDarsteller: Jeremy Irons (Humbert Humbert), Melanie Griffith (Charlotte Haze), Frank Langella (Clare Quilty), Dominique Swain (Lolita), Suzanne Shepherd (Miss Pratt), Keith Reddin (Reverend Rigger), Erin J. Dean (Mona), Joan Glover (Miss LeBone), Pat P. Perkins (Louise), Ed Grady (Dr. Melnick)

Regie: Adrian Lyne

Stab: • Produzenten: Mario Kassar, Joel B. Michaels für Pathe Produktion • Drehbuch: Stephen Schiff • Vorlage: Roman "Lolita" von Vladimir Nabokov • Filmmusik: Ennio Morricone • Kamera: Howard Atherton • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Jon Hutman • Schnitt: Julie Monroe, David Brenner • Kostüme: Judianna Makovsky • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

film-dienst 26/1997: Verfilmung des bekannten Romans von Vladimir Nabokov, der es nicht gelingt, die stilistische Originalität des Romans ins Visuelle zu übertragen. Statt die erotische Komponente glaubhaft auszuspielen, flüchtet sich der Film in populär-psychologische Metaphern und spekulativ wirkende Gewaltszenen.

TV Movie 01/1998: Am erstaunlichsten an Lolita ist das Einfühlungsvermögen, das Adrian Lyne bei der Adaption bewies. Der Regisseur, oft der Effekthascherei bezichtigt, hat sich redlich bemüht, dem komplexen Buch gerecht zu werden. Gescheitert ist er am Ende an der übertriebenen Ernsthaftigkeit, mit der er den Stoff behandelte. Stanley Kubrick tat gut daran, die Geschichte aus der Distanz zu erzählen - Adrian Lynes ästhetischer Film, der sich auf den psychologischen Aspekt konzentriert, wirkt dagegen allzu angestrengt - und somit langweilig.

TV Today 01/1998: Vladimir Nabokovs Buch ist die Tragödie eines erbärmlichen Mannes. Adrian Lynes Film ist einfach nur eine erbärmliche Tragödie.

Cinema 01/1998: Folgt "Verhängnisvolle Sodomie"?


SzenenfotoBemerkungen

Die erste Verfilmung von Stanley Kubrick mit James Mason sorgte 1962 für skandalträchtige Schlagzeilen.

Die Neuverfilmung kostete 50 Millionen Dollar und fand (bis jetzt noch immer) keinen Verleih in den USA.

Dirk Jasper FilmLexikon
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