Ernst Corinth über
Der gebuchte Mann
Wer bisher
angenommen hat, dass junge Single-Frauen eher einen Job finden als
ihre verheirateten Geschlechtsgenossinnen, wird in Glenn Gordon
Carons Film eines Besseren belehrt. Und zwar am Beispiel der
hübschen Kate (TV-Star: Jennifer Aniston), die in "Der
gebuchte Mann" auf Teufel komm raus Karriere als Werbetexterin
machen möchte. Sie kann sich also noch so anstrengen, aber an
das gewünschte Ziel, das macht der Chef ihr klar, kommt sie
erst, wenn sie verheiratet oder zumindest in festen
Männerhänden ist. Und zum berufsnotwendigen Mann auch
noch elegantere Klamotten trägt.
Denn, auch das verrät der
Boß, Singles sind ihm einfach zu frei und unabhängig und
wechseln schnell zur Konkurrenz. Und so engagiert unsere Kate
kurzerhand einen jungen Typen, den sie mal zufällig
kennengelernt hat und der jetzt den Verlobten spielen soll. Doch
dieser Nick (Jay Mohr) ist in die schöne Karrieristin
längst verliebt. Und den Rest kann man sich nun
einschließlich Happy-End ja denken.
Bloß witzig ist diese ach so
vermeintlich turbulente Komödie leider nicht. Die Dialoge sind
dafür viel zu harmlos, sie besitzen weder Biß noch
Verstand, und selbst das bezaubernde Dekolleté, das die
Hauptdarstellerin dem Rat ihres Chefs folgend in der zweiten
Hälfte des Films ständig spazierenführt, kann von
der Einfallslosigkeit des Drehbuchs nicht ablenken. Obwohl es in
dieser flachen Story wenigstens für einige erhebende Momente
sorgt.
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